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Frisch ausgepackt: Andreas Dierks und Röni Wurth weisen auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 86]

Jenseits der Grenze 2

Jenseits der Grenze 2

Roland von Cremer kehrt aus dem Urlaub ins kartographische Zentrum der Sodrowno-Woldachei zurück. In den zurückliegenden drei Wochen hat sich hier erstaunlich viel verändert und er wurde sogar befördert. Doch die neuen Aufgaben verwirren den jungen Kartographen eher und eigentlich interessiert ihn vornehmlich das Schicksal von Shkodrâ mit ihrem Hautfleck. Was Roland glauben lässt, dass die Form dieses Hautflecks auf dem Rücken seiner Freundin etwas außerordentlich Bedeutendes sei, zeigt der zweite Band der neuesten Erzählung aus dem Zyklus der »Geheimnisvollen Städte« von François Schuiten und Benoît Peeters in Andeutungen auf. Sieht man sich das Cover des Albums genauer an, bleibt man bei der Frage hängen, ob in Groß-Sodrownien die Landschaft den Menschen formt oder umgekehrt. Folgen die Landkarten den Grenzen oder legen sie diese fest?


100 Bullets 8

Schau dich nicht um, Agent Graves geht um. Gelegenheit zur straffreien Rache bietet er diesmal Privatdetektiv Garrett, aufgrund eines "Unfalls" bandagiert wie eine Mumie. Aber der Schnüffler steckt seine Nase tiefer in die Angelegenheit als er soll, und zwischen Kunstdieben, Leichen und großbrüstigen Damen sieht der saufende Schläger mit dem entstellten Gesicht plötzlich gar nicht mehr so übel aus.

100 Bullets 8

Die Schattengestalten von Zeichner Eduardo Risso begeistern, unterstützt durch die schlichte und gekonnte Kolorierung von Patricia Mulvihill. Die Story von Brian Azzarello wird allerdings nur richtig zu schätzen wissen, wer die Serie schon kennt und Andeutungen zu lesen versteht. (rö)

Über dem Land des Horus

Ein Grab ist geschändet worden - und das ist erst der Anfang. Der ägyptische Prinz Khamwaset schickt seine hübsche Schreiberin Meresankh und seinen rothaarigen Leibwächter Imeni, um die merkwürdigen Vorfälle aufzuklären. Rasch kommen die beiden auf die Spur einer Verschwörung, und natürlich sind sie ihres Lebens nicht mehr sicher, natürlich funkt es zwischen ihnen und natürlich hat der Prinz was dagegen.

Über dem Land des Horus

Obwohl die einzelnen Elemente der Geschichte etwas abgegriffen wirken, gelingt Isabelle Dethan der Aufbau von Spannung und die überzeugende Charakterisierung der Hauptpersonen. Schön auch die sorgfältig recherchierten historischen Elemente. Man darf auf die beiden folgenden Bände gespannt sein. (rö)


Die zu Berge stehen

In drei Phasen gliedert der Zeichner Spong (aka Frank Plein) seine Entwicklung zum Comic-Zeichner, die dieses Heft nachvollziehbar macht. So wird diese Spong-Historie zu einem Erfahrungsbericht, den sich angehende Comic-Zeichner aus genau dem Grund durchlesen mögen, den der Zeichner so überschreibt: "Das wirklich Ärgerliche an Fehlern sind nicht die Fehler selbst, sondern das Eingeständnis, dass man dieselben Fehler macht wie bereits Abertausende zuvor. Nicht einmal im Fehlermachen ist man einzigartig." Frank Plein schreibt nicht nur von seinem "Frühen Gewurstel", seinen "Königstagen" und seinem "rezenten Zeug", sondern das Heft versammelt auch schöne Beispiele zu seinem Dreisprung.

Die zu Berge stehen

Die blauen Boys 25

Die blauen Boys 25

Ein Militär-Funny, der im nordamerikanischen Bürgerkrieg spielt, das könnte man mit gemischten Gefühlen lesen, so wie auch bei "Die Sturmtruppen" von Bonvi so manchem das Lächeln hin und wieder gefrieren mag. Doch Raoul Cauvin hat jetzt schon 47 (!) Alben dieser erfolgreichen Serie getextet und es dabei geschafft, seine Leser mit spaßigen Verwicklungen zum Schmunzeln zu bringen, aber stets auch den Irrwitz der Kriegerei aufzuzeigen. Dieses Mal geraten Sergeant Chesterfield und Korporal Blutch in ein Treffen des General Grant mit Kommandeuren, die dringend ausgemustert werden sollten, sei es, dass sie körperlich am Ende sind oder dass sie nicht mehr sauber ticken. Werden die alten Kämpen widerstandslos gehen?


Zhong Guo

Nach "Blutsbande" und "Manhattan Beach" legen Vater und Sohn Huppen einen Science-Fiction-Thriller vor. Die Geschichte heißt und spielt im "Zhong Guo", zu Deutsch "Reich der Mitte", wo sich ein amerikanischer Agent bei einem gefährlichen Einsatz selbst findet.

Zhong Guo

Hermanns künstlerische Arbeit in couleur directe, besonders die ganz in einem Farbton gehaltenen Seiten, können in ihrer Bildgewalt diversen Hollywoodfilmen das Wasser reichen. Ein erst nach mehrmaligem Lesen durchschaubares Verwirrspiel ist das Szenario von Yves H. Ob der Lesegenuss dadurch getrübt oder noch gesteigert wird, ist ganz und gar Geschmackssache. (rö)

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