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Frisch ausgepackt und aufgefallen: Andreas Dierks weist auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 53]

Ring Circus 1

Ring Circus 1

David Chauvel, der Autor der neuen und atmosphärisch packend gesponnenen Erzählung "Ring Circus", wurde bei uns mit den spannenden Abenteuerreihen "Die Schienenmenschen", "Die Kaltblütigen" oder "Clownfisch" bekannt. In schönen und gewagt bunten, unklassischen Bildern setzt Cyril Pedrosa eine in einem Zirkus spielende Geschichte um, die das richtige Plus an Liebe und Tod beinhaltet. Der gerade gefeuerte Jerold fängt ein Kamel ein und lernt in Folge Mademoiselle Blanche kennen, die Kunstreiterin, um die die ganze Welt den "Ring Circus" beneidet. Unversehens befinden sich alle zusammen auf einem langen Weg nach Osten, um im Winter am Hof des Zaren von Russland aufzutreten.


Batman: Neun Leben

Daran, dass bei Paninicomics neben Marvel- auch typische DC-Titel erscheinen, hat man sich mittlerweile gewöhnt. Dass nun aber auch recht ungewöhnliche Batman-Geschichten in einem eher seltenen Hardcover-Querformat veröffentlicht werden, zeigt den in der Vorsicht unserer Tage fast erstaunlichen Handlungsspielraum einer Redaktion, die offenbar die Freiheit hat, selbst teurere Projekte außerhalb des Mainstreams umsetzen zu können. Bei der aufwändigen, schwarz-silbern eingebundenen "Silver Surfer"-Ausgabe mit den ursprünglichen Arbeiten von Stan Lee und Jack Kirby wurde das kürzlich deutlich, jetzt folgte das Verwirrspiel von Dean Motter und Michael Lark.

Batman: Neun Leben

Selina Kyle liegt ermordet in einer Gosse der Stadt. Batman, der soeben einigen Krokodilen mit dem Messer beizukommen versuchte, kommt reichlich lädiert aus den dunklen Kanälen Gothams zurück. Mehrere Bösewichter des Batman-Universums wie der Joker, der Pinguin, der Riddler oder Mr. Freeze tauchen in neuem Kontext auf. Man rührt neu an und führt den Leser in eine recht andere Batman-Welt, in ein Elseworlds-Abenteuer, in der die Katze neun Leben hat. Zur Orientierung sei vermerkt, dass Selina Kyle im ganz normalen Heldenleben Catwoman und Dick Grayson Robin I ist. Mit Killer Croc und seinen Krokodilfreunden oder Commissioner Gordon sind aber auch Konstanten im Spiel, die Bruce Wayne wie gewöhnlich das Leben aufregend machen können.

Dipperz 1

Wer den "Grabenkrieg" von Jacques Tardi gelesen hat und wer die Zeichnungen von Diana R. Sassé aus "Doudou, der Poilu" kennt, der vermag sich über "Dipperz" vorab ein Bild zu machen, eine Serie, die auf die gleichnamige Figur aufsetzt, die sich in mehreren Menschenblut-Ausgaben entwickelte. Der Autor Robi erhielt 2000 zusammen mit dem Zeichner Geier für die letzte dieser Erzählungen, 'Der Ring des Meisters', einen ICOM-Preis. Zurzeit ruht Menschenblut und man entschloss sich beim Schwarzen Turm, dem 'Dokter' eine eigene Heftserie zu geben.

Dipperz 1

Zum Start der die Gräuel des 1. Weltkriegs beschreibenden Reihe trug Sascha Thau ("Der Kosmopolit") mit einem Titelbild bei, welches treffend die Assoziationen mit diesem Krieg widerspiegelt, wie sie sich in unseren Hirnen finden lassen, explodierende Granaten, versprengte Erde und hetzende Soldaten. Max Dipperz durchlebt diesen nicht enden wollenden Horror bei den Sanitätern, wo ihm seine Kenntnisse nicht etwa nur zum Vorteil gereichen.


Was bisher geschah

Ursprünglich im preisgekrönten Fanzine Panel erschienen, für stark genug befunden und also als eigenständiger, handlicher Softcoverband herausgegeben, so ging es in der Edition Panel nicht nur beim "Mondgucker" von Ulf K. sondern nun auch bei Christian Mosers "Was bisher geschah".

Was bisher geschah

Die herstellerisch sorgfältig in diesem Band nachgedruckten vier Erzählungen von je sechs oder elf Seiten Umfang wurden zudem in Comicform durch einen Rahmendialog miteinander verbunden. So gerät dann die kafkaesk anmutende Story vom Kaktus und die Burleske vom Unschuldsdieb unter einen Hut. Moser weiß, über den Comic Geschichten zu erzählen.

Zehn Gebote 5

Zehn Gebote 5

Die Geschichte des Buches Nahik führt die Leser der Reihe "Zehn Gebote" von Frank Giroud im fünften Band nun nach Berlin, in die Zeit zwischen den Weltkriegen. Doch bevor man den Alexanderplatz in seinem Aussehen von 1922 zu Gesicht bekommt, erfährt man von den grauenvollen Vertreibungen im damaligen Armenien, einer stark umkämpften Region, in der Türken, Kurden, Russen und Iraner mit Waffengewalt um ihren Anteil stritten. Abermals wählte Giroud damit einen Schauplatz für sein zehnteiliges Werk, dessen Unfrieden bis in die heutige Zeit ausstrahlt, ein Ort als Beispiel, wie eine Brutalität tief sitzenden Hass zeugt, der dem Menschen sein Bestes nimmt.


Banzai 11

Seit einem Jahr erscheint "Banzai!" ermüdungsfrei und erhöhte dabei seinen Umfang auf über 270 Seiten pro Ausgabe. Verglichen mit dem sonst bei uns üblichen Taschenbuchformat, in das Manga gepackt wird, gewinnen die in "Banzai!" abgedruckten Comics durch das doppelt so große Format an Lesbarkeit und Eindruck, jedenfalls wenn die zur Fortsetzung veröffentlichten Serien das inhaltlich oder zeichnerisch zulassen.

Banzai 11

Ab Band 11 taucht "Yu-Gi-Oh!" (d.i. König der Spiele) in dem dicken Mangamagazin auf, eine Serie, die ihren Autor Kazuki Takahashi im Unterhaltungssektor 2000 an die Spitze der Liste der japanischen Steuerzahler katapultiert haben soll, und das, obwohl der Comic wenig originell und mit recht bekannten Versatzstücken (Spielkarten, Alter Ego, lüsterner Opa, magische Pyramide) daherkommt.

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