Magic Attack 16
Ein cineastisches Großereignis reiht sich an das nächste: eben noch war die Verfilmung von Harry Potter in aller Aufmerksamkeit, nun folgt der Herr der Ringe auf dem (felligen) Fuße. Die aufwändig und gut gemachte Monatszeitschrift "Magic Attack" folgt den Trends der filmischen Fantasy. Im vorigen Heft lag der Schwerpunkt auf dem Werk von Joanne Rowling, im aktuellen Heft findet man nun Frodo und Sam aus dem Blickwinkel verschiedener Zeichner nachempfunden, wobei Haggi mit "Der Hartmut schmeist den Ring weck" wohl den Vogel abschießt. An Fortsetzungserien sind "Kaarib", "Luuna" und "Sky Doll" im Heft vertreten, im nächsten Jahr wird es zudem mit einer neuen Folge des spaßigen "Troll von Troy" weitergehen.
Aphrodite IX 2
"Meine junge und schöne Aphrodite wird niemals älter. Sie wird niemals sterben." Problem oder vielmehr Programm dieser künstlichen Dame ist aber, dass sie 15 Minuten nach einem Auftrag darüber alles vergisst, auch ihre eigene Identität und Vergangenheit.
Aphrodite IX vermag in Gestalt eines dieser allzu typischen Unterhaltungscomics unserer Tage seine Leser durch ein Szenario zu fesseln, welches sich dann als doch nicht so schlicht entpuppt, wie man es nach einem raschen Blick auf die Bilder erwarten würde.
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W.i.t.c.h. 3
Von einem Horrortypen wie Martin mit "Schokokekschen" und "Zuckerhäschen" angeredet zu werden, die zum Anbeißen sei, lässt Irma, eine der fünf Wächterinnen des großen Netzes, eigentlich schreiend die Wände hochgehen. Stattdessen geht sie brav mit Martin ins Museum, was zum Entsetzen aller nicht folgenlos bleibt.
Ungebrochen setzen Autoren und Zeichner die Erzählung in gekonnter Weise fort, kurzweilig und vermutlich einen weiteren Kreis als nur jüngere Mädchen ansprechend.
Island 1
Die Tol-Harubang, steinerne Statuen, die denen auf den Osterinseln ähneln, wachen mit ihren grotesken Gesichtszügen über Cheju Island, einer an der Südspitze Koreas gelegenen Insel. Kein Wunder, dass man in einer solchen gruseligen und rätselhaften Ecke der Welt umgehend in Gefahr läuft, von Monstern gefressen zu werden, sollte man an einer einsamen Stelle mit einer Panne am Straßenrand liegen bleiben.
Zeichner und Autor des an harten Kämpfen reichen Comics mit und zwischen Lustteufeln, Serienkillern und Menschen sind zwei Koreaner, die auch vor den üblichen magischen Formeln nicht zurückschrecken.
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Indigo 8
Robert Feldhoff und Dirk Schulz legen mit ihrem nun schon achten Album der Reihe "Indigo" eine runde, gut gezeichnete, humorige Geschichte vor, in der der Detektiv Indigo sich als Hausmeister in einem Puff verdingt, um seine Schulden bezahlen zu können. Selbstredend kommen ihm nach kurzer Zeit Yellowsam und Scilla zu Hilfe, als er sich gerade in Ausübung seines Dienstes wie ein kleines Kind einnässt.
Ritter Runkel
In den 60er-Jahren erlebte der Ritter Runkel von Rübenstein seine Abenteuer in der Zeitschrift Mosaik. Also hätte man eigentlich vermutet, dass dieses neue Buch in unseren Tagen beim Verlag Mosaik Steinchen für Steinchen erscheint. Doch als Herausgeber tritt der junge Verlag Jurgeit, Krismann und Nobst auf.
Das recht ansprechend hergestellte Sekundärwerk zu Ritter Runkel führt erzählerisch in die Zeit des Mittelalters nach dem Scheitern der Kreuzzüge ein. Locker lehrreich schreibt Lothar Dräger von Burgen, Venedig, Papst, Orient, Rüben-, Rohrzucker und ... Zahnschmerzen.
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