HINGES – Die weibliche Comicrevolution

Auf den ersten Blick wirkt die Comicwelt wie eine Männerdomäne. Zeichnerinnen wie Fiona Staples beweisen allerdings, dass dem nicht so ist, denn „Saga“ gehört zu den derzeit wichtigsten und erfolgreichsten Comics. Gerade aus dem Independent-Bereich streben immer mehr weibliche Zeichentalente auf, die mit ihren innovativen Projekten die Comicwelt aufmischen. Bestes Beispiel dafür ist Meredith McClaren! Ihr Debütwerk, den Onlinecomic „Hinges“, verwirklichte sie als Kickstarter-Projekt mit über 500 Unterstützern und erlangte so die Aufmerksamkeit von Image Comics.

Ihr nächstes Werk, „Hopeless Savage“, der neuste Teil der Kult-Serie über die Punk-Szene der 70er Jahre von Jen Van Meter, erscheint November diesen Jahres in den USA. Heute arbeitet sie mit der Autorin Kelly Thompson („Jem and the Holograms“ und „The Girl Who Would Be King“) an ihrem neuen Werk „Heart in a Box“. „Hinges“ erscheint Ende dieses Jahres bei Popcom auf Deutsch und „Heart in a Box“ wird folgen!

Der Comic erzählt eine wunderschöne und aufregende Geschichte über Freundschaft und Mut. Eine junge Frau erwacht an einem ihr unbekannten Ort, ohne jede Erinnerung daran, wer sie ist. Nur eines trägt sie bei sich: eine Taschenuhr, an die sie sich verzweifelt klammert. Als der Name »Orio« auf ihr erscheint, beschließt sie, dass das von nun an ihr Name sein soll. Ein kleiner Kauz namens Bauble schließt sich ihr an und gemeinsam machen sie sich auf, die mysteriöse Stadt namens Cobble zu erforschen …

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Meredith McClaren: Hinges. Popcom, Hamburg 2015. 116 Seiten. € 14,00.