Im Gespräch mit John McCrea

Ein weiterer Comic-Gast der 1. German Comic Con in Dortmund wird John McCrea sein. Die Karriere des 1966 in Belfast geborenen britischen Star-Zeichners hat diesen schon durch die halbe Comic-Landschaft geführt. Nach seinen Anfängen bei 2000AD (Judge Dredd) ist McCrea seit 1993 auch für die großen US-Verlage Dark Horse (Star Wars Tales), Marvel (Punisher) und DC (Legends of the Dark Knight) tätig. Für die DC-Serie „Hitman“ wurde er mit dem Eisner Award ausgezeichnet. Das Interview führte auch diesmal Alexander Attimonelli.

Was war bei Deiner Arbeit für Marvel und DC die größte Umstellung?

Der Hauptunterschied war, dass ich nicht länger in Farbe arbeiten musste. Bei 2000AD waren ganzkolorierte Zeichnungen angesagt. Da ich aber immer schon für US-Comics arbeiten wollte, hatte ich mich nie ums Kolorieren gekümmert. Also musste ich bei meinem Debüt „Troubled Souls“ von Garth Ennis quasi unter Beobachtung lernen, wie man mit dem Farbpinsel umgeht … eine leidvolle Erfahrung!

Welche Marvel- oder DC-Figur würdest Du gerne mal zeichnen?

Da gibt’s eine Menge Marvel-Figuren aus der zweiten Reihe. Ich habe meine Kindheit ausschließlich mit Marvel verbracht. DC Comics waren damals in Nordirland nicht zu bekommen. Besonders am Herzen liegen mir Iron Fist, Micronauts, Rom Spaceknight, Shang-Chi, Man Thing, Werewolf by Night, Black Goliath – Ich könnte die Liste ewig fortsetzen …

Welche Erinnerungen hast Du an Deinen aller ersten Con-Auftritt?

Die besten! Es war eine Convention in Birmingham, wo ich plötzlich Terry Austin, Kevin Maguire und viele andere kennenlernen durfte. Von Leuten gesagt zu bekommen, dass sie deine Arbeit wertschätzen, und um Zeichnungen oder Autogramme gebeten zu werden, war total aufregend.

Wie viele Cons besuchst Du pro Jahr und was war Deine weiteste Anreise?

Ich versuche mich auf eine Con pro Monat zu beschränken. Ich muss ja auch noch arbeiten! Meine weiteste Reise dürfte vor ein paar Jahren nach Santiago de Chile gewesen sein. Das war auch eine meiner schönsten Shows, denn sowohl die Leute als auch die Stadt waren zauberhaft.

Ich liebe Conventions, weil…?

Fans treffen, an coole unbekannte Orte reisen und mit anderen spannenden Con-Gästen abhängen. Als ich mir als Kind eine Karriere als Comiczeichner ausgemalt habe, hatte ich keine Ahnung, dass der Beruf so einen großartigen Bonus mit sich bringt!

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