die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

nach einer Oster-Pause kommt hier wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 5. April 2018.

Gestern ist auch wieder der ca. einmal die Woche erscheinenden regulären „die neunte“-Newsletter als „Best of“-Version herausgekommen – ergänzt um die wöchentlichen Ranglisten, Veranstaltungstipps und vieles mehr. Zu finden ist er unter: http://www.die-neunte.com/
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TV • RADIO

26.03.2018 • DW – Global 3000:
HAMID SULAIMAN – BÜRGERKRIEG ALS COMIC • Hamid Sulaiman hat Syrien Ende 2011 verlassen und kam über Paris nach Berlin. Über den syrischen Bürgerkrieg hat er ein Comic-Buch verfasst – eine Art Therapie für ihn. Hamid Sulaiman mag die Künstlerszene in Berlin • https://bit.ly/2ElZIf1

28.03.2018 • ARTE – Stadt Land Kunst:
DAS PARIS DER FANTASTISCHEN ADÈLE BLANC SEC • Produktion: Elephant Doc, Paris • Adèle Blanc Sec ist intelligent, unabhängig und weiß, was sie will. Die Comic-Heldin erblickte Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Zeichenstift von Jacques Tardi in Paris das Licht der Welt. Wie sie war auch Tardi ein unermüdlicher Erforscher der französischen Hauptstadt. Seine geheimnisvollen Zeichnungen mit Ungeheuern in der Seine und Dinosauriern in den Lüften sind ein ganz besonderer Beitrag zur Pariser Fantasiewelt • https://bit.ly/2H1dpWl (online bis 28.03.2020)

29.03.2018 • DLF Kultur – Kompressor:
KINDHEIT IM COMIC: „LICHTUNG“ UND „DAS LEERE GEFÄSS“ • Markus Dichmann im Gespräch mit Moderatorin Gesa Ufer • Jule Hoffmann hat auf ihrer gemeinsamen Lesereise die beiden Comic-Künstlerinnen Antonia Kühn („Lichtung“) und Magdalena Kaszuba („Das leere Gefäß“) getroffen und über ihre Graphic Novels und ihre Arbeitsweise gesprochen • https://bit.ly/2HbhPHI (Audio-Version online bis 05.10.2018)

31.03.2018 • MDR Jump – Klassiker für Klugscheißer:
ASTERIX • von Dieter Nuhr • Kult-Comedian Dieter Nuhr fasst die 1959 von Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo geschaffene, erfolgreichste französische Comicserie mit der gleichnamigen Hauptfigur im Mittelpunkt zusammen • https://bit.ly/2Hd4dM4

03.04.2018 • regio TV Stuttgart – Wir in Stuttgart:
KOMMISSAR EISELE, FRITZLE UND DER VFB STUTTGART • von Heiko Volz • Kommissar Eisele, ermitteln Sie! Martin Frei hat Stuttgart einen Comic-Helden verliehen. Der stammt aus der selben Feder wie das Fritzle – VfB Maskottchen vom VfB Stuttgart • https://bit.ly/2GAlXQd

03.04.2018 • Bremen Zwei – Der Morgen:
MATHIEU SAPIN: GERARD – FÜNF JAHRE AM ROCKZIPFEL VON DEPARDIEU • Kerstin Burlage stellt den Reprodukt-Band im Gespräch mit Moderatorin Anja Goerz vor • Gerard Depardieu ist zweifellos einer der berühmtesten Schauspieler Frankreichs. Dennoch steht er in der Kritik wegen Steuerflucht und seiner Nähe zu Vladimir Putin. Ein äußerst widersprüchlicher Mann also – und man ahnt: Wer ihn verstehen will, der muss viel Zeit mit ihm verbringen. Genau das hat der französische Comiczeichner und Filmemacher Mathieu Sapin getan und ein Buch daraus gemacht • https://bit.ly/2GDHUhB

04.04.2018 • DLF – Corso:
EINE EMANZIPATION VOM POLNISCHEN KATHOLIZISMUS • Andrea Heinze hat die Zeichnerin Magdalena Kaszuba getroffen • Kirchengänge, Beichten und Angst vor einem allmächtigen Gott – Religion kann die Hölle sein. Das hat die Zeichnerin Magdalena Kaszuba so erlebt. In ihrer Graphic Novel „Das leere Gefäß“ beschreibt sie, wie es dazu kam und gibt dabei Einblicke in die polnische Gesellschaft • https://bit.ly/2GzFsfU (Audio-Version online bis 11.10.2018)
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PRESSESCHAU

03.04.2018 • Berner Zeitung:
EIN DICHTER NAMENS MÜHSAM • Hans Jürg Zinsli über „Mühsam – Anarchist in Anführungsstrichen“ (Edition Moderne) von Jan Bachmann: „(…) Als ideal darf man auch Bachmanns Umsetzung bezeichnen: ‚Mühsam‘ ist eine in tollkühnen Perspektiven und Knallfarben gezeichnete Geschichte. Wolken sehen aus wie Spannteppiche mit Zehen, die Genitalien Mühsams erscheinen als umgekehrtes Ebenbild seines Gesichts. Das Aussergewöhnliche ist allerdings, dass hier punkto Tagebucheinträgen nichts erfunden wurde. Die in Schnürchenschrift wiedergegebenen Erzähltexte stammen aus Mühsams Aufzeichnungen. Nur die Sprechblasen sind Erfindungen Bachmanns (…)“ • https://bit.ly/2uPlUif (kostenpflichtig)

03.04.2018 • Frankenpost, Hof (vorab in anderen Blättern der SWM-Holding):
DAS COOLE LEBEN IN DER UNTERHOSE • Thomas Klingenmaier über „Comics für den gehobenen Pöbel“ (Edition Moderne) von Hannes Richert: „Vielleicht lässt sich auch über die Pinkelbecken auf Herrentoiletten ein dezenter Comicstrip zeichnen. An Dezentem aber hat Hannes Richert überhaupt kein Interesse. Richert macht Witze so, wie einen jemand zupackend begrüßt, der eine Glasscherbe in der Handfläche verborgen hält. Es soll wehtun (…)“ • https://bit.ly/2GAxraC

03.04.2018 • Freie Presse, Chemnitz:
SPITZER STIFT UND WEICHER STRICH • Tim Hofmann über „Gérard. Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: „(…) Stattdessen verklärt der Band jede exzentrische Geste, jede fragwürdige Haltung des Mimen zur unterhaltsamen Anekdote. Sapins Krakel-Stil erweist sich da schnell als doppelzüngig – weil er Respektlosigkeit eben nur vortäuscht. Selbst der Untertitel ‚Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu‘ klingt selbstkritisch und ironisch, sagt dabei aber nur, worum es geht: eine distanzlose Heldenverehrung, bei der der Zeichner sich als neutraler journalistischer Beobachter gibt, aber unpassende Augenhöhe zu seinem Helden versucht (…)“ • https://bit.ly/2GzvXNT

04.04.2018 • St. Galler Tagblatt:
SO WIRD BATMAN HEFTLIHELD • von Bettina Kugler • „(…) David Boller ist einer der be­kanntesten Comic-Zeichner in der Schweiz. Schon als Bub fing er damit an, Geschichten in Bildern zu erfinden. Die ersten Heftli vervielfältigte er selbst und verkaufte sie direkt, für fünfzig Rappen das Stück. Jetzt ist er bald fünfzig Jahre alt, zeichnet immer noch gern und gibt Workshops für Kinder und Jugendliche. Da verrät er Tricks und Kniffe, erzählt ein wenig von seinen Lehrjahren in Amerika, wo er bei weltbekannten Verlagen wie Marvel Superhelden gezeichnet hat: Batman, Spiderman, X-Man. Als er wieder zurückkam in die Schweiz, machte er Wilhelm Tell zum Comic-Helden (…)“ • https://bit.ly/2q80DeL (kostenpflichtig)

04.04.2018 • Wiener Zeitung:
COMIC IST NICHT GLEICH KOMIK • von Viktoria Klimpfinger • „(…) Geht es um die Ernsthaftigkeit der Comic-Literatur, kommt man natürlich nicht am immer wieder diskutierten Begriff der Graphic Novel vorbei. Innerhalb der Szene ist man da beständig gespalten: Ist es wirklich nötig, ein Sub-Genre als tiefsinnigen, nachdenklichen kleinen Bruder des Otto-Normal-Comics abzugrenzen? Oder ist es doch nur reiner Marketing-Gag? Egal wie die Antwort lauten mag: Die Diskussion allein belegt, dass der Comic Tiefgründiges, Literarisches wie etwa die Pulitzerpreis-prämierte ‚Maus‘ von Art Spiegelman nicht nur zufällig im Angebot hat (…)“ • https://bit.ly/2GBUNwm

04.04.2018 • Aachener Zeitung:
COMICS ALS „SCHMUTZLITERATUR“ VERBRANNT • „Das Martinsfeuer, das am 11. November 1958 an der Katholischen Volksschule Feldstraße, die zur Pfarre St. Martin gehörte, entzündet wurde, erfüllte nicht nur seinen traditionellen Zweck als Endpunkt des Martinszuges. Vor 60 Jahren diente es auch dazu, den Schülern eine Möglichkeit zu geben, Comics und andere, sogenannte ‚Schund- und Schmutzliteratur‘ ins Feuer zu werfen und zu verbrennen (…)“ • https://bit.ly/2EnDp8N

04.04.2018 • taz.die tageszeitung:
EINE NICHT GANZ KONFLIKTFREIE BEZIEHUNG • Ralph Trommer über „Die zwei Leben von Balduin“ (avant) von Fabien Toulmé: „(…) Die Graphic Novel ‚Die zwei Leben von Balduin‘ von Fabien Toulmé fängt recht undramatisch an, setzt pointiert kleine humoristische Akzente, um den Allerweltstypen Balduin – ein rothaariger Schlaks mit runder Brille – als sympathische Identifikationsfigur zu etablieren, der man nichts Böses wünschen möchte. Umso härter trifft den Leser nach 80 Seiten die Diagnose: Krebs. Keine Hoffnung mehr (…) In klaren, sanft karikierenden und freundlich kolorierten Zeichnungen schafft es Toulmé, das schwere Thema auf lockere, humorvolle Weise zu transportieren, sodass sich der Leser in Balduin einfühlen kann und auch sein Umfeld plastisch und lebensnah erscheint (…)“ • https://bit.ly/2q8pCif

05.04.2018 • Die Zeit – Christ & Welt:
WEM GEHÖRT ANNE FRANK? • Susanne Leuenberger über die Hintergründe der Entstehung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ (S. Fischer) von Ari Folman und David Polonsky • „Sie ist längst zur Pop-Ikone und Heiligen geworden: So wie Anne Frank wird kein anderes Holocaustopfer vereinnahmt. Ausgerechnet mit einem Comic kämpft ein Basler Fonds dafür, dass Anne einfach nur Anne sein darf (…) Die Idee zum Projekt stammt vom Schweizer Publizisten Yves Kugelmann, seit acht Jahren im Stiftungsrat des Anne Frank Fonds mit Sitz in Basel (…) Wobei Kugelmann sich am Begriff ‚Comic‘ stört. Er nennt es ein ‚Graphic Diary‘, also ein illustriertes Tagebuch. Das unterscheide es auch fundamental von den rund 50 bereits veröffentlichten Anne-Frank-Comics, die sich oft weit von den ursprünglichen Tagebucheinträgen entfernten, sagt Kugelmann (…)“ • https://bit.ly/2Iy9OvX (kostenpflichtig)

05.04.2018 • Stuttgarter Zeitung:
KAFKA UND DIE ROBOTER • Thomas Klingenmaier über „Kochen mit Kafka“ (Edition Moderne) von Tom Gauld: „(…) Gauld ist Comic-Zeichner und Literaturliebhaber, und in seinen Strips, die regelmäßig unter anderem im ‚Guardian‘ erscheinen, widmet er sich gern der Welt der Bücher, Autoren, Verleger, Leser und Buchhändler. Aber die Gefilde der Hochliteratur pfeffert er dabei mit Robotern, Zeitmaschinen, Sauriern und Gewittergöttern aus Science Fiction und Fantasy. Wobei ein Möbelrestaurator vielleicht sagen würde: Gauld beizt sie ab (…)“ • https://bit.ly/2GAzsDI

Und inzwischen auch mit Link …

25.03.2018 • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
UNSERE ALLERLIEBSTE AUSSENSEITERIN • Porträt von Jörg Thomann über die amerikanische Comic-Künstlerin Sarah Andersen • „(…) ’Sarah’s Scribbles‘, was man übersetzen könnte mit Sarahs Kritzeleien, erzählen in zwei bis fünf Bilder kurzen Strips aus dem Leben einer jungen Frau, die Sarah heißt. Sarah trägt zum strubbeligen Pixie-Cut zumeist einen gestreiften Pullover und ist ein weiblicher Nerd, der daheim am Tablet arbeitet. Gemeinhin würde man von ihr als Heldin der Geschichten sprechen, nur lässt sich der Begriff mit den Eigenarten der Cartoon-Sarah schwer in Einklang bringen (…)“ • https://bit.ly/2GVLmrb
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NETZSCHAU

01.04.2018 • Splashcomics:
BATMAN – RE-KONSTRUKTION EINES HELDEN • Bernd Hinrichs über den im Christian A. Bachmann Verlag erschienenen Sekundär-Band von Lars Banhold: „(…) Der Literaturwissenschaftler und Historiker hatte bereits 2008 einen Band im Christian A. Bachmann Verlag mit dem Titel ‚Batman – Konstruktion eines Helden‘ veröffentlicht, der es immerhin auf vier Auflagen brachte. Die jetzt vorliegende neue Version ist laut Verlag mehr als die fünfte Auflage, sondern ein vollständig überarbeitetes Buch. Sichtbares Beispiel dafür ist u.a., dass die ehemals 100 auf 256 Seiten angewachsen sind. Der größere Umfang des Buches ist angesichts der Thematik mehr als gerechtfertigt. Denn Banhold liefert mit seinem Buch viel mehr als bloß eine wissenschaftliche Untersuchung der Comicfigur Batman. Er liefert einen Schnelldurchlauf zur Gesellschaftsgeschichte und bettet den Helden in diese ein (…)“ • https://bit.ly/2H1vH9W

01.04.2018 • Sumikai:
GOSHO AOYAMA SETZT DETEKTIV CONAN ENDLICH WIEDER FORT! • von Gina Dähmlow • „(…) ‚Detektiv Conan‘ ist zurück! Ab der diesjährigen zwanzigsten Ausgabe der ‚Shukan Shonen Sunday‘ setzt Gosho Aoyama seine beliebte Detektiv-Serie fort. Das Magazin plant zur Feier des Comebacks in der Ausgabe zum 11. April 2018 fünf Projekte. Um was es sich dabei handelt, ist allerdings nicht bekannt. Gosho Aoyama erklärt in einem Statement, heute wäre zwar der 1. April, die Ankündigung sein jedoch wahr. ‚Detektiv Conan‘ pausiert seit Dezember 2017 in der ‚Shukan Shonen Sunday‘ (…)“ • https://bit.ly/2GwIiSX

02.04.2018 • faz.net – Comic-Blog:
FAMILIENSPLITTER • Andreas Platthaus über „Lichtung“ (Reprodukt) von Antonia Kühn: „(…) Besonders meisterhaft ist Antonia Kühns Umgang mit Bildmetaphern, vor allem ihr Gebrauch eines Mobiles, das sich in Pauls Kinderzimmer befand, seit er denken konnte, und bei einem Umzug auseinandergenommen und wieder zusammengefügt wurde – allerdings unter Verzicht auf eine Figur. Dieses fehlende Element, das die ganze Sache aus dem Gleichgewicht bringt oder zumindest weniger komplex macht, wird im Laufe der Geschichte immer wieder mit der toten Mutter gleichgesetzt. Das mag naheliegend klingen, doch wie Antonia Kühn es graphisch umsetzt, ist beeindruckend (…)“ • https://bit.ly/2Jk6sh4

02.04.2018 • Comicgate:
RAFFINGTON EVENT • Gerrit Lungershausen über den bei Schreiber & Leser erschienenen Band von Andreas: „(…) Die Geschichten in ‚Raffington Event‘ sind stilistisch höchst unterschiedlich: Arbeitet Andreas in dem stummen Comic ‚Jim‘ noch mit groben Rasterpunkten zur Graustufenskalierung, sind die anderen Geschichten koloriert und nicht stumm (…) Die Kurzdistanz, wie er sie in den Horror-Kriminalgeschichten von Raffington Event versucht, kommt ihm fast noch mehr entgegen, weil er seine Vielseitigkeit noch konsequenter umsetzen kann. Die Geschichten sind zeichnerisch hinreißend und erzählerisch fesselnd (…)“ • https://bit.ly/2uHc169

04.04.2018 • Splashcomics:
ALIX – GESAMTAUSGABE 3 • Bernd Hinrichs über den in der Egmont Comic Collection erschienenen Band von Jacques Martin: „(…) Mit der Gesamtausgabe in der Egmont Comic Collection, von der bereits der dritte Band erschienen ist, hat ein großer Klassiker der franko-belgischen Comickunst eine neue Heimat gefunden. Die wohlfeile Ausgabe ist mit umfangreichem redaktionellem Bonusmaterial bestückt, in dem die Vorgeschichte und Rezeption des in der jeweiligen Ausgabe abgedruckten Bandes erläutert wird. So entsteht nach und nach ein kompletter Überblick über die wichtigste Serie von Jacques Martin (…)“ • https://bit.ly/2q9d2hI
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COMIC-TIPP DES TAGES

GLÜCKSKIND – Folge 123 • von Flix • https://bit.ly/2q8dgpm
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CARTOON-TIPP DES TAGES

AUF TWITTER • von Hauck & Bauer • https://bit.ly/2q257mc