die neunte • Der (fast) tägliche Überblick

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 18. Juni 2018.

Auch mit dem regulären „die neunte“-Newsletter soll es in kürze wieder weitergehen. In den nächsten Tagen werden wohl die Mails rausgehen, über die wir die Bestätigungen für den weiteren Bezug des Newsletters einholen, um den Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollständig zu genügen.
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TV • RADIO

15.06.2018 • 3sat – Kulturzeit:
KULTURZEIT-COMIC-TIPPS IM JUNI 2018 • Nicolette Feiler-Thull über:
• „Der Dschungel“ (Carlsen) von Kristina Gehrmann: „(…) Die Naivität ihrer Helden unterstreicht Kristina Gehrmann mit ihrem Manga-ähnlichen, gar niedlichen Zeichenstil und adaptiert Upton Sinclairs Roman als Graphic Novel. In detaillreichen Bildern erzählt sie, wie der entfesselte Kapitalismus die Familie systematisch zermalmt (…)“
• „German Calendar No December“ (avant) von Sylvia Ofili & Birgit Weyhe: „(…) Diese Graphic Novel stellt eine zeitgemäße Frage: Ist Herkunft gleich Heimat gleich Identität? Mit emotionalem Strich und afrikanischer Symbolik zeichnet Birgit Weyhe den Gemütszustand ihrer Heldin, die zwischen den Kulturen lebt (…)“
http://t1p.de/ukh6

16.06.2018 • ARTE – Journal:
COMIC-ZEICHNER ART SPIEGELMAN IN DER PARISER PHILHARMONIE • von Jean-François Ebeling & Eric Bergeron • Musik plus Comic – so lautet die ungewöhnliche Kombination, die an diesem Wochenende in der Pariser Philharmonie zu sehen und zu hören ist: Der amerikanische Comic-Autor Art Spiegelmann zeigt dort seine Werke, kombiniert mit der passenden Musik • http://t1p.de/w0c3 (online bis 18.06.2038)
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PRESSESCHAU

16.06.2018 • u. a. Neue Osnabrücker Zeitung:
DER MENSCH IM KATZENFELL • von Michael Ossenkopp • „(…) Nach der Uni und erster beruflicher Tätigkeit in einer Werbeagentur lernte er als Assistenzzeichner das Metier von der Pike auf. Davis‘ erste Figur war die Stechmücke ‚Gnorm Gnat‘. Aber die Resonanz blieb mäßig. Eines Tages meldete sich ein Redakteur bei ihm und sagte: ‚Ihre Zeichnungen sind gut, die Witze sind lustig, aber ein Insekt als Hauptfigur? Wer kann sich damit identifizieren? Deshalb orientierte sich Davis neu und schuf einen Kater (…)“ • http://t1p.de/5ze9 (kostenpflichtig)

18.06.2018 • Der Tagesspiegel:
COMIC-HELD DER WOCHE: ZEITREISE IM VW-BUS • Peter Hetzler über „The Long and Winding Road“ (Salleck Publications) von Christopher & Rubén Pellejero: „(…) Szenarist Christopher schickt den Leser in diesem Album auf einen Roadtrip, der einige Überraschungen zu bieten hat. Er präsentiert komplexe Beziehungsgefüge, erweckt nicht nur die Hippiekultur, sondern auch das reaktionäre gesellschaftliche Umfeld, in dem diese Kultur sich behaupten musste, zum Leben (…) Rúben Pellejero packt die Story in eingängige Bilder, die er monochrom koloriert, wobei er einzelne Szenen hier und da mit besonderen Farbtupfern hervorhebt (…)“ • http://t1p.de/ttps

18.06.2018 • Süddeutsche Zeitung – Regionalteile:
MIT DEM COMIC FÄNGT ES AN • Katja Sebald über die Ausstellung „BildGeschichten“ (Gautinger Rathaus, bis 24.06.2018) mit Werken von Dieter Stein: „(…) Im Fernsehen liefen Lindenstraße und Schwarzwaldklinik, und er zeichnete für das Satiremagazin ‚MAD‘ Parodien mit dem Titel ‚Blindenstraße‘ und ‚Schmalzweltklinik‘. Auch Paola und Felix mit ihrer ‚verdreckten Kamera‘ und Kommissar ‚Schimpanski‘ im ‚Fadort‘ spießte er mit spitzer Feder auf. Von diesen großen Zeiten zehrt der ehemalige Comiczeichner, der sich mittlerweile Frederic Dieter Stein nennt, noch immer. Jetzt hat er sich als ehemaliger Vorstand des Gautinger Kunstvereins selbst im Rathaus seines Wohnorts eine große Retrospektive mit Arbeiten aus vier Jahrzehnten gewidmet (…)“ • http://t1p.de/uj3c

18.06.2018 • Duda – Deine Zeitung!:
FAST WIE EIN COMIC – Das sind tolle Graphic Novels für Kinder • von Kinderreporter Johann • „(…) Graphic Novels sind schneller als ein normales Buch durchzulesen, dafür wurden sie ja auch nicht gemacht. Sie sind etwas Eigenes, also eine eigene Kategorie wie Romane, Märchen und so weiter. Gut sind Graphic Novels für Leute, die die Lust daran verloren haben, lange Bücher ohne Bilder zu lesen. Wenn du dazu gehörst, dann versuche es mal mit einer Graphic Novel. Es gibt keine endlos langen Texte und viele Bilder. Vielleicht kommt so auch bei dir die Lust auf normale Bücher zurück (…)“ • http://t1p.de/sfbr
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NETZSCHAU

15.06.2018 • LiteraTopia:
CABLE – BIS ZUM ANFANG ALLER TAGE • Markus Drevermann über den bei Panini erschienenen Band von James Robinson, Carlos Pacheco u. a.: „(…) Gelesen, zugeklappt und bereits vergessen. Anders lässt sich dieser Comic leider nicht beschreiben. Immerhin wird er nicht langweilig, weil er zumindest ein einigermaßen hohes Tempo anschlägt, was bei so wenig Handlung allerdings kein Wunder ist. Nein, eine Veröffentlichung als Einzelband hätte es wirklich nicht gebraucht. Als Zweitgeschichte in einem anderen Band, der mit seinem Hauptinhalt punkten könnte, wäre dieses Abenteuer Cables besser aufgehoben (…)“ • http://t1p.de/13ye

15.06.2018 • rollingstone.de – Neunte Kunst:
10 GROSSARTIGE COMICS UND GRAPHIC NOVELS FÜR DEN SOMMER • Besprechungen von Marc Vetter zu:
• „Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Dépardieu“ (Reprodukt) von Mathieu Sapin: “(…) Der 69-Jährige ist eben ein Mann der Superlative, im Guten wie im Schlechten. Doch bisher bekam ihn noch keine Dokumentation und schon gar keine Biographie zu fassen. Das gelingt nun ausgerechnet dem französischen Zeichner Mathieu Sapin, der in Deutschland noch viel zu wenig bekannt ist (…)“
• „Eine Schwester“ (Reprodukt) von Bastien Vivès: “(…)Was ‚Eine Schwester‘ von anderen Geschichten ähnlichen Anstrichs und Formats unterscheidet, ist die konkrete Schilderung und Darstellung der sexuellen Energie der beiden Protagonisten, die letztlich eine gewisse Unvermeidbarkeit hat. Dabei spart Vivès auch nicht mit expliziten Bildern, was bei dem Alter seiner beiden Charaktere verwundern mag (…)“
• „Der Ursprung der Liebe“ (avant) von Liv Strömquist: “(…)Auch wenn die intellektuelle Darstellung von feministischer Theorie in diesem Comicband reichlich bemüht daherkommt und immer dann einen etwas zu missionarischen Ton anstimmt, wenn es gerade witzig wird: ‚Der Ursprung der Liebe‘ gestaltet sich als eine scharfsinnige Reise durch das Tal der Beziehungsödnis und zeigt (…), dass anscheinend etwas mächtig schief läuft zwischen den Geschlechtern (…)“
• „Lovecraft“ (avant) von Alberto Breccia & Norberto Buscaglia: „(…) Breccia arbeitete mit erstaunlich vielen Grauschattierungen, verwendete Fotografien und Graphiken für seine Collagetechnik und verfremdete so bewusst sein Material derart, dass die Bilder den ausführlichen Textabschnitten nicht die Kraft rauben, sich in die Fantasie der Leser zu graben. Weniger also eine Graphic-Novel-Adaption als viel mehr eine anspruchsvolle, alle künstlerischen Mittel ausschöpfende Illustration (…)“
• „One, Two, Three, Four, Ramones!“ (Knesebeck) von Xavier Bétaucourt, Bruno Cadène & Éric Cartier: „(…) Aus der Sicht von Dee Dee Ramone wird das zuweilen verko(r)kste Privatleben der Musiker in einen Schaukasten gestellt. Vor allem erschüttert der biographische Abriss über Douglas Glen Colvins Kindheit, die von häuslicher Gewalt und Alkoholmissbrauch geprägt war. Die rohen, mit Bleistift hinzugefügten Grauschattierungen passen perfekt zum gezeigten Geschehen und musikalischen Duktus der Band (…)“
• „Lichtung“ (Reprodukt) von Antonia Kühn: „(…) das Debüt von Antonia Kühn als Graphic-Novel-Autorin, besticht durch eine ausgesprochen sensible Erzählhaltung, die graphisch anspruchsvoll und variantenreich Tagträume, Erinnerungen und kleine wie große Gesten der Verzweiflung reflektiert. Ein Comic als markerschütternde Trauerarbeit (…)“
• „Black Hammer“ (Splitter) von Jeff Lemired & Dean Ormston: „(…) Gleichsam Verneigung vor der Goldenen Blütezeit der Superhelden-Comics und gewollter, schräger Neuanfang mit komplexer Figurenzeichnung fernab von alten Gut-Böse-Schemata, ist der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete ‚Black Hammer‘ das Frischeste, was in diesem Bereich in den letzten Jahren erschienen ist (…)“
• „Esthers Tagebücher“ 2 (Reprodukt) von Riad Sattouf: „(…) Riad Sattoufs herrlich altkluge, entlarvende Cartoon-Reihe hat schon jetzt das Zeug zum Klassiker. In Deutschland erscheinen die Strips (…), die das Leben der inzwischen elfjährigen Tochter des Autors und Zeichners rekapitulieren und dabei Gescheiteres über die Welt erzählen als Tonnen von Sachbüchern, in Sammelbänden (…)“
• „Fun“ (avant) von Paolo Bacilieri: „(…) ’Fun‘, gerade erst für den Eisner Award nominiert, ist eine geschickte, meta-narrative crime story und eine Art tiefe Verbeugung vor Umberto Eco (…)“
http://t1p.de/ivzn

18.06.2018 • faz.net – Comic-Blog:
SCHWARZWEISSMALEREI AUF FRECHSTE WEISE • Andreas Platthaus über „Rozznjogd“ (Haymon Verlag) von Gerhard Haderer nach Peter Turrini: „(…) ’Rozznjogd‘ war Turinis erstes Theaterstück, geschrieben 1967, als der Dramatiker gerade mal 23 Jahre alt war, aber uraufgeführt erst 1971, und das hatte gute Gründe. Erstmals traute man sich an das Werk eines Anfängers nicht so leicht heran, zum anderen war es ein kompromisslos gesellschaftskritisches Stück, das dann auch genug Skandal erregte (…) Der nächtlichen Szenerie wegen, hält Haderer seine knapp über hundertseitige Adaption konsequent in Grauschwarz; nur die Scheinwerfer des geparkten Autos werfen einen hellen Lichtkegel, der hier graphisch immer wieder geschickt eingesetzt wird (…)“ • http://t1p.de/txfq

18.06.2018 • Comicgate:
DER DSCHUNGEL • Christian Muschweck über den bei Carlsen erschienenen Band von Kristina Gehrmann: „(…) 1991 erschien bei First Publishing unter dem Imprint ‚Classics Illustrated‘ eine von Peter Kuper gestaltete Adaption des Romans. Kuper hatte nur 44 Seiten zur Verfügung und doch gelang ihm das Meisterstück, die Essenz des Romans zu verdichten, was dem Erstleser einen guten Eindruck verschaffte, aber auch den Kenner des Materials durch prägnante Akzentuierung und Bildauswahl noch tief beeindrucken konnte (…) Verglichen mit solchen Vorbildern wirkt Kristina Gehrmanns Version des Romans, die jüngst bei Carlsen erschienen ist, eigenwillig (…)“ • http://t1p.de/64bj

18.06.2018 • Lach|witz, der [e]:
COMICSALON ERLANGEN 2018 – EIN COMIC-TRAUM • von Alexander Lachwitz • „(…) Für diese strikte Abgrenzung fehlte in den Zelten natürlich der Platz und so konnte man zwischen groß und klein eine räumliche Nähe erleben, die ich selbst so zuletzt wohl auf der Comic-Action 2010 erlebt habe. Die Chance die kleineren Verlage und Aussteller zu übersehen sinkt so signifikant und selbst Besucher die eigentlich nur die großen auf ihrer Wunschliste haben, haben so eine angenehm niedrige Hemmschwelle Wartezeiten mit einer Schmökertour bei den kleineren zu überbrücken (…)“ • http://t1p.de/2831

18.06.2018 • Splashcomics:
FIRE PUNCH 1 • Jons Marek Schiemann über den bei Kazé erschienenen Manga-Band von Tatsuki Fujimoto: „(…) schon der erste Band rührt an einigen Tabus und bricht sie sogar. Die Handlung spielt in einer apokalyptischen Welt, welche von Eis bedeckt ist und wo Nahrung knapp ist. Das Recht besitzt der Stärkere und die Schwachen werden versklavt oder getötet (…) In Hinsicht der Gewalt wird vor expliziten Szenen nicht zurückgeschreckt und da kommen einige durchaus härtere Stellen vor und der Anblick von verbrannten Leichen ist nicht gerade angenehm. Aber storytechnisch gesehen ist auch das in sich stimmig, da nicht rein auf den Effekt Wert gelegt wird, sondern mit diesen Szenen die gnadenlose und tabulose Welt zum Leben erweckt wird (…)“ • http://t1p.de/53j1

18.06.2018 • Comicleser:
ASTONISHING X-MEN, Band 1 • Bernd Weigand über den bei Panini erschienenen Band von Charles Soule, Jim Cheung, Mike Deodato jr. u. a.: „(…) Mit Astonishing X-Men erlebt eine Reihe einen Neustart, die Autor Joss Whedon (…) mit Zeichner John Cassaday (…) vor Jahren zu qualitativ und inhaltlich erstaunlichen Höhen führte (…) Eine durchaus beachtliche Bürde also für den neuen Autor Charles Soule, der zuvor schon etliche Reihen bei DC und Marvel betreute. Sein Konzept ist etwas anders: eine durchgehende Storyline mit gewaltigen Cliffhangern – soweit so gut – aber mit unterschiedlichen Zeichnern und damit unterschiedlichen Zeichenstilen. Diese fehlende Homogenität schadet der Story nicht – so viel sei verraten – sie wird vielmehr zum Stilmittel erhoben (…)“ • http://t1p.de/axms
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COMIC-TIPP DES TAGES

DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF: Angebot • von Sarah Burrini • http://t1p.de/g0h9
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CARTOON-TIPP DES TAGES

SEEHOFER LÄSST NICHT LOCKER • von Greser & Lenz • http://t1p.de/l284