die neunte • Comic-Presseschau • 12.06.2019

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute nach einer pfingstlichen Auszeit mit einer besonders umfangreichen Ausgabe vom 12. Juni 2019.


IM FOKUS: „85 JAHRE DONALD DUCK“

Am Sonntag jährte sich zum 85. Mal der erste Auftritt von Donald Duck im Zeichentrickfilm „Die kluge kleine Henne“ („The Wise Little Hen“) …

04.06.2019 • dpa-Beitrag, u. a. Westdeutsche Zeitung, Wuppertal, u. haz.de:
ENTENSCHWANZ UND MATROSENJACKE: DONALD DUCK WIRD 85 • 650 Wörter • von Barbara Munker • „(…) Ob Anders And in Dänemark, Kalle Anka in Schweden, Paolino Paperino in Italien oder Donald Duck – auch außerhalb von Hollywood hat die Ente viele Fans, vor allem in Deutschland. Die in Rostock geborene Übersetzerin Erika Fuchs (1906–2005) legte der Ente als Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins ab den 1950er Jahren die deutschen Worte in den Schnabel. Mit verkürzten Ausdrücken wie ‚Grübel‘, ‚Juchz‘ oder ‚Freu‘ erfand sie eine eigene Comic-Sprache für die Hefte. Hartgesottene Donald-Duck-Fans, die sich Donaldisten nennen, gründeten 1977 die ‚Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus’ (…)“ • https://t1p.de/1hsw

08.06.2019 • taz.die tageszeitung:
DER PECHPILZ – DONALD DUCK WIRD AM SONNTAG 85 JAHRE ALT • 700 Wörter • Zwei Geburtstagsgrüße:
• Hans von Storch, Mitbegründer der D.O.N.A.L.D.: „(…) Sie werden sehen, ich bin ein zäher entschlossener Typ, der weiß, was er will, der sich nicht unterkriegen lässt, seinen Mann steht. Zugegebenerweise manchmal nicht sehr klug, etwas voreilig, aber straight, berechenbar. Aber am Ende fehlt das Quäntchen Glück, und so hat auch diese Episode keinen Fortschritt, keine Veränderung erbracht. Ich bin immer noch mittellos, lebe mit meinen drei Neffen, habe ein rotes, zweisitziges Auto mit Hilfssitzen auf der Rückbank. Und heiße weiterhin Donald Duck (…)“
• Ole Blaseio, Berliner Drittklässler: „(…) Meine Lieblingsfigur aus Entenhausen ist Donald. Ich finde lustig, dass er so viel Pech hat. Er ist ein echter Pechpilz. Ich habe auch manchmal Pech, aber nie so viel wie Donald. Ich finde gut, dass ich das auch mal aus einer anderen Per­spektive sehen kann (…)“
https://t1p.de/4zgm

09.06.2019 • DLF Kultur – Corso:
EINE ENTE WIE DU UND ICH • 4 min • Moderator Moritz Behrendt im Gespräch mit Alexandra Hentschel, Leiterin des Erika-Fuch-Hauses: „(…) ’Donald ist eine Ente wie du und ich‘, sagt Alexandra Hentschel, Leiterin des Erika-Fuchs-Hauses in Schwarzenbach an der Saale. ‚Wenn man Micky Maus nimmt, der ja eigentlich der Star bei den Disney-Studios ist − das ist immer ein geradliniger, aufrichtiger Charakter. Donald darf auch mal anders sein. Der darf Wutausbrüche kriegen, hat er ja sehr häufig, der darf seine Neffen, die er eigentlich erziehen sollte, auch mal ungerecht behandeln, der darf kindisch sein, und er darf einfach auch scheitern. Damit ist er einem Menschen näher als der perfekte Micky’ (…)“ • https://t1p.de/jq50 (Audio-Versionen online bis 19.01.2038)

11.06.2019 • dpa-Beitrag, u. a. Main-Post, Würzburg, u. augsburger-allgemeine.de:
DIE ENTE IN UNS ALLEN • 700 Wörter • von Rupert Huber • „(…) Als Filmstar jedoch war Donald eindimensionaler als im gedruckten Comic-Heft. Immer wieder führte er übellaunig sinnlose Kämpfe gegen Backenhörnchen oder die nächtlichen Tücken eines tropfenden Wasserhahns. Seine wahren Qualitäten zeigte Donald als Comic-Held. Der legendäre Zeichner und Texter Carl Barks (1901–2000) trat 1943 in Donalds Leben und hat neben dem Zeichner der kurzen Zeitungs-Strips, Al Taliaferro, in längeren Geschichten den Entenhausen-Kosmos nachhaltig geprägt. Kein Wunder, dass dann die aus Italien stammenden Storys weder bei Studenten der 70er Jahre noch bei den esoterischen Donald-Spinnern Begeisterung hervorriefen (…)“ • https://t1p.de/4hvu


TV • RADIO

07.06.2019 • DLF Kultur – Lesart:
NEUES VOM COMIC-BUCHMARKT: DER GRAPHIC-NOVEL-SALON IM BERLINER WEDDING • 5 min • Franziska Walser über den 2. Salon der grafischen Literatur, der am 06.06.2019 in der Berliner Stadtbibliothek am Luisenbad stattfand • https://t1p.de/rupy (Audio-Versionen online bis 19.01.2038)

07.06.2019 • DLF Kultur – Kompressor:
JILLIAN UND MARIKO TAMAKI: „SKIM“ – Aus dem Tagebuch einer 16-Jährigen • 5 min • Katrin Doerksen über die bei Reprodukt erschienene Graphic Novel: „(…) Als ‚Skim‘ 2008 ins Rennen um einen kanadischen Literaturpreis, den Governor General’s Award, ging, war ausschließlich die Autorin Mariko Tamaki nominiert. Mehrere kanadische und amerikanische Comic-Künstler unterzeichneten daraufhin einen offenen Brief, in dem sie sich für die Nachnominierung der Zeichnerin Jillian Tamaki einsetzten. Ihr Argument: Die Gleichberechtigung der Texte und Bilder als Erzählinstanzen machen überhaupt erst die Besonderheit des Mediums Comic aus. Die Organisatoren versprachen dies in künftigen Jahrgängen zu berücksichtigen – aus der Nachnominierung wurde jedoch aus zeitlichen Gründen nichts (…)“ • https://t1p.de/0hbj (Audio-Versionen online bis 19.01.2038)

10.06.2019 • rbb fernsehen – Abendschau:
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ALS COMIC • 3 min • von Laurence Thio • Künstliche Intelligenz klingt für den normalen Menschen leicht abschreckend – etwas, das nur Topwissenschaftler verstehen können. Aber nein: Das gibt es auch als Comic. Wir haben die Macherinnen [Dr. Julia Schneider und Lena Kadriye Ziyal] getroffen • https://t1p.de/bdvt (online bis 17.06.2019)

11.06.2019 • DLF Kultur – Kompressor:
ZOMBIES IN LEDERHOSEN UND DIE DUNKLE SEITE VON MÜNCHEN • 9 min • Moderatorin Christine Watty im Gespräch mit Tobias Krone über die Graphic Novel „Nachts im Paradies“ (Edition Moderne) von Frank Schmolke: „(…) das was man bei Frank Schmolke in der Graphic Novel liest, das sind mehr oder weniger alles Erlebnisse, die er selbst im Taxi erlebt hat. Vincent ist das Alter Ego von ihm, ein ziemlich verwegener Taxifahrer, kantiges Gesicht, ziemlich schweigsam, also ein echter Comicheld, der eigentlich in jede Stadt passen würde. Aber sein Zeichner Frank Schmolke ist eben ein echter Münchner – und schwört auf seine Stadt – in allen architektonischen und geografischen Details (…)“ • https://t1p.de/bngh (Audio-Versionen online bis 19.01.2038)


PRESSESCHAU

06.06.2019 • Ostsee-Zeitung, Rostock:
COWBOY TRITT IN DIE PEDALE • 250 Wörter • Michael Klamp über „Lucky Luke Hommage 3: … sattelt um“ (Egmont) von Mawil: „(…) Titel und Cover spoilern bereits fleißig: Der ‚lonesome Cowboy‘ Lucky Luke tauscht sein treues Pferd Jolly Jumper gegen einen Drahtesel, ein modernes Fahrrad ein! Mawil macht aus diesem Setting keinen Witz, sondern eine überaus amüsante Tour durch den Wilden Westen. Dabei bleibt er inhaltlich nahe bei der Art, wie Lucky-Luke-Comics seit langem erzählt werden: Aufhänger sind reale Personen oder Begebenheiten, die mit Wild-West-Klischees überzeichnet und in eine unterhaltsame Geschichte gegossen werden (…)“ • https://t1p.de/dqy9 (kostenpflichtig, Genios)

07.06.2019 • Badische Zeitung, Freiburg im Breisgau:
UNTERDRÜCKUNG, INTRIGEN, BUSCHKRIEG • 450 Wörter • Jürgen Schickinger in einer Doppelrezension über die Graphic Novels „Die Reise des Marcel Grob“ (Splitter) von Philippe Collin  & Sébastien Goethals sowie „Zusammenbruch“ (Reprodukt) von Pascal Rabaté: „(…) Zwei Menschen, ein Krieg, an dem Europa noch immer knabbert. Der Comic ‚Die Reise des Marcel Grob‘ stellt die schwere Frage nach der Schuld. Er basiert auf einer authentischen Geschichte. Dagegen schildert ‚Zusammenbruch‘ am Beispiel der fiktiven Figur Videgrain den Alltag von Soldaten, die dem Gegner kaum mehr entgegenzusetzen haben als einen Rest an Würde. Handwerklich überzeugt ‚Zusammenbruch‘ mehr. Die Charaktere sind stimmiger, die Grafik ist stark in ihrer Nüchternheit. Historisch greift ‚Marcel Grob‘ tiefer: Im Anhang liefert der Band viele Hintergrundfakten wie zur Einberufung junger Elsässer gegen Kriegsende. Leider versucht eine krude Rahmenhandlung, Grobs Geschichte unnötig zu dramatisieren – als wäre sie nicht dramatisch genug! (…)“ • https://t1p.de/i5ep

07.06.2019 • Süddeutsche Zeitung:
ENDE EINER THERAPIESTUNDE • 700 Wörter • Nicolas Freund über „X-Men: Dark Phoenix“ von Regisseur Simon Kinberg: „(…) Superheldenfilme sind die natürliche Evolution des Blockbusters, ein immer und immer wieder reproduzierbares, erfolgversprechendes Filmgerüst, um Stars und Figuren zu präsentieren, ohne auf so etwas wie eine Handlung, die das Spektakel stören könnte, zu sehr achten zu müssen. Am Anfang des neuen Abenteuers der ‚X-Men‘, das mal wieder meisterhaft dem Muster des Superheldenfilms folgt, raunt eine Stimme, dass sich alles irgendwo hin entwickeln müsse und man fragt sich, wohin sich denn bitte noch etwas entwickeln soll bei einem Produkt, das schon so glatt und durchkomponiert ist, dass jedes Experiment und jede Variation wie ein Makel wirken muss (…)“ • https://t1p.de/b83x

07.06.2019 • Ostthüringer Zeitung, Gera:
ZEICHNEN IM LEBENSRETTER-TEMPO • 550 Wörter • Ulrike Merkel über den Cartoon-Band „Feuerwehr“ (Und-Verlag) von Christian Habicht: „(…) OTZ-Karikaturist Christian Habicht bringt neuen Cartoonband über die Feuerwehr heraus (…) Insgesamt versammelt Habichts im Stadtrodaer Und-Verlag erschienener Band 80 Feuerwehr-Cartoons. Amüsant ist etwa auch die Karikatur, auf der ein hilfsbereiter Feuerwehrmann einer alten Dame mit Rollator über die Straße helfen will. ‚Gleich ist grün‘, bemüht er sich um ein Gespräch. ‚Na, bei Grün kann ich es selber‘, schnarrt die Dame zurück. Pünktlich zum Erscheinen wird es eine Ausstellung mit einer Auswahl an Zeichnungen im Eisenberger Schloss geben, dem Sitz des Landratsamtes des Saale-Holzland-Kreises (…)“ • https://t1p.de/vpcz

07.06.2019 • Freie Presse, Chemnitz:
ZEICHNER DER ZEIT • 700 Wörter • Matthias Zwarg über die Ausstellung „Paul Thesing: Politische Zeichnung zwischen Kaiserreich und Demokratie“ (Morgner-Archiv, Chemnitz, bis 17.07.2019): „(…) Im Morgner-Archiv in Chemnitz sind noch mehrere solcher antifaschistischer Karikaturen des 1882 in Westfalen geborenen Künstlers zu sehen. Vieles ist nicht erhalten, weil ein Großteil des Werkes von Paul Thesing 1944 bei einem Bombenangriff auf seinen damaligen Wohnort Darmstadt zerstört wurde. Doch es blieb so viel, dass sich ein spannendes und auch widersprüchliches Bild des Zeichners zeichnen lässt. Gerade dies macht die Wiederentdeckung des Künstlers umso wichtiger. Thesing war Antifaschist, SPD-Mitglied, Freund des 1944 von den Nazis hingerichteten Gewerkschafters und Sozialdemokraten Wilhelm Leuschner, das Wohl der ‚kleinen Leute‘ lag ihm am Herzen (…)“ • https://t1p.de/ico3

08.06.2019 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
ZWEI BRÜDER SEHEN ROT • 700 Wörter • Uwe Ebbinghaus über die Graphic Novel „Tschechenkrieg“ (Voland & Quist) von Jan Novák & Jaromír 99: „(…) Über die Radikalität der Mašin-Brüder wird auch im heutigen Tschechien noch kontrovers diskutiert: Sind die beiden eingefleischten Kommunistenhasser bei ihren Widerstandsaktionen nicht zu brutal vorgegangen? Bei der Beschaffung von Waffen etwa schreckten sie nicht einmal vor dem Mord an Landsleuten zurück, was im Comic ohne viel Psychologie dargestellt wird. Insgesamt ist die Figurenzeichnung betont kantig und an tschechischen Abenteuer-Comics der fünfziger und sechziger Jahre orientiert, zuweilen erinnert sie gar an den sozialistischen Realismus (…)“ • https://t1p.de/7307 (kostenpflichtig, Genios)

08.06.2019 • Süddeutsche Zeitung:
HUGO PRATTS „TICONDEROGA“ • 300 Wörter • Christoph Haas über die bei avant erschienene zweibändige Gesamtausgabe nach einem Szenario von Héctor Germán Oesterheld: „(…) Oesterheld beschwört die Geister des Lederstrumpf, von Tom Sawyer und Huckleberry Finn; Pratt zeigt sich stark von seinem wichtigsten Vorbild, dem großen Milton Caniff (‚Terry and the Pirates‘, ‚Steve Canyon‘), geprägt. So frei und expressiv wie später sind seine Bilder noch nicht; dank der Kombination von Tusche und Aquarell gelingen ihm aber immer wieder magische Momente (…)“ • https://t1p.de/73bi

08.06.2019 • Süddeutsche Zeitung:
GANZ RUHIG • 1300 Wörter • von Andrian Kreye • „Was ist eigentlich der Sinn des Lebens? Nach den fernöstlichen Religionen entdeckt der Westen die japanische Haltung des „Ikigai“. Wer sie in sich findet, kann zufrieden alt werden (…) Worauf [der Autor Ken] Mogi im Buch eine Linie zur Otaku-Kultur der japanischen Jugend zieht, die über die Manga-Comics inzwischen Welterfolge erzielt. Die Hingabe, mit der sich die Otakus auf der weltgrößten Comicmesse Comiket in Tokio ihren Fantasiewelten mit den undurchschaubaren Handlungssträngen widmen, sind für Ken Mogi der Beweis, wie früh sich Ikigai mit seiner Moral und seinen Werten im Leben der Japaner findet (…)“ • https://t1p.de/cm9u (kostenpflichtig, SZ Plus)

08.06.2019 • Westfalen-Blatt, Bielefeld:
IM LAND DER COMICS – Belgien – Zentrum der Kunst nicht nur wegen „Tim und Struppi“ • 600 Wörter • Axel Rüth über das Hergé-Museum in Louvain-la-Neuve sowie die Ausstellungen „Hugo Pratt: les chemins du rêve“ („Die Wege des Traums“, Fondation Folon, La Hulpe, bis 24.11.2019) und „Didier Comès: l’encrage ardennais“ („Ardenner Einfärbung“, Abtei von Stavelot, bis 05.01.2020): „(…) Und wie zur Stärkung der Religionsthese zeigt eines der drei Museen in der wallonischen Benedektinerabtei von Stavelot derzeit Tuschezeichnungen von Didier Comès (…) Comés, dem die legendenreichen Ardennen mit ihren Hexen und anderen Mythen stetige Inspiration waren, steht für einen weiteren Ansatzm der Belgiens Comic-Dominanz erklären könnte: Von 1959 bis 1969 arbeitete Comès als Industriedesigner in einer Textilfabrik (…)“ • https://t1p.de/fcd1 (kostenpflichtig, Genios)

08.06.2019 • Aachener Nachrichten, Aachener Zeitung:
ASTERIX ZU BESUCH IM HÖRSAAL – RWTH beschäftigt sich ein Semester lang mit den Comics – aus wissenschaftlicher Sicht • 450 Wörter • von Katharina Menne • „(…) Dass die Asterix-Comics ein fast unerschöpflicher Fundus für wissenschaftliche Fragestellungen sind, ist auch Martin Baumann aufgefallen. Der Professor für Physiologie an der RWTH Aachen ist selbst ein interdiziplinärer Allrounder (…) deshalb hat er einen Antrag beim bundesweiten Wettbewer ‚Eine Uni – ein Buch‘ eingereicht mit dem Vorhaben, sich ein Semester lang wissenschaftlich mit den Asterix-Comics auseinanderzusetzen. Und tatsächlich: Als eine von zehn auserwählten Universitäten hat die RWTH den Zuschlag von 10.000 Euro bekommen (…)“ • https://t1p.de/irax (kostenpflichtig, AZ/AN Onlineportale)

08.06.2019 • afp-Meldung, u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung u. Nau.ch:
ORIGINALZEICHNUNG AUS „TIM UND STRUPPI“ FÜR 1,1 MILLIONEN DOLLAR VERSTEIGERT • 200 Wörter • „Eine Originalzeichnung des belgischen Comic-Künstlers Hergé aus dem Jahr 1930 ist in Dallas im US-Bundesstaat Texas für 1,1 Millionen Dollar (992.000 Euro) versteigert worden. Es handelt sich um das erste ‚Tim und Struppi‘-Cover in der Geschichte des bis heute erfolgreichen Comics. Die Zeichnung, am 13. Februar 1930 entstanden, zeigt Tim, wie er versucht, aus einem Baumstamm einen Propeller für sein Flugzeug zu schnitzen (…)“ • https://t1p.de/g1mz

09.06.2019 • Welt am Sonntag:
DIE BILDBETRACHTUNG • 100 Wörter • von rei • „(…) Für ihre Comic-Adaption von Anne Franks Tagebuch wurden der israelische Filmemacher Ari Folman (‚Waltz with Bashir‘) und sein Zeichner David Polonsky gerade mit dem Preis des Münchner NS-Dokumentationszentrums ausgezeichnet. Das Graphic Diary (S. Fischer, 20 Euro) schafft eine berührende Illustration des Lebens im Versteck“ • https://t1p.de/5mbu (kostenpflichtig, Genios)

11.06.2019 • Darmstädter Echo u. a. VRM-Blätter:
FREUNDSCHAFT MIT DEM GARTENZWERG • 550 Wörter • Peter Hetzler über „Weites Land“ (Carlsen) von Catherine Meurisse: „(…) sie erzählt von ihrer Kindheit in der Provinz. Ein alter, verfallener Hof, ein paar Mauern und jede Menge Wiese drumrum: für die kleine Catherine ein großes Abenteuer. Sie sammelt Schneckenhäuser, Vasen, Scherben – kurz: alles, was sie aus der Erde buddelt und einigermaßen historisch aussieht. Sie begeistert sich für Bäume und Blumen, freundet sich mit einem Gartenzwerg an, fühlt sich pudelwohl, und dieses Gefühl von Sorglosigkeit überträgt sich nach und nach auch auf den Leser (…)“
sowie über:
• „Pierre Goldman“ (bahoe books) von Emmanuel Moynot
• „Ein kleiner Schritt für die Menschheit“ (Jaja-Verlag) von Joachim Brandenberg
• „Vampir-Cousinen“ (Schwarzer Turm) von Cathon & Alexandre Fontaine Rousseau
https://t1p.de/x5uw

11.06.2019 • Die Welt:
EIN ABSCHIED. EIN GRABSTEIN. EIN MOUNT RUSHMORE • 1100 Wörter • Holger Kreitling über den Sekundärband „The Stan Lee Story“ (Taschen) von Roy Thomas: „(…) Als Stan Lee im Dezember 2018 mit 95 Jahren starb, war das voluminöse Buch ‚The Stan Lee Story‘ gerade fertig geworden, das jetzt als unlimitierte XXL-Ausgabe erscheint. Die von Roy Thomas, Lees Nachfolger als Marvel-Chefredakteur, verfasste Hagiographie lässt sich leicht als Vermächtnis verkennen. Alles daran ist ‚größer als groß‘. Mit Akribie und nerdiger Leidenschaft wird das Werk ausgebreitet, all die tausend Figuren, Hefte, Reihen, an denen Stan Lee über Jahrzehnte beteiligt war (…)“ • https://t1p.de/46i1 (kostenpflichtig, Welt+)

11.06.2019 • Tages-Anzeiger, Zürich:
DIE NACHT, IN DER ER DEN STAR BESIEGTE • 850 Wörter • Emil Bischofberger über das Entstehen des Albums „Die Nacht, in der ich Eddy Merckx bezwang“ (im September in der Edition Moderne) von Marc Locatelli: „(…) Die Geschichte, die Locatelli in seinem Comic erzählt, ereignete sich aber nicht auf der Rennbahn, sondern auf der anderen Strassenseite, im Hallenstadion, anlässlich der ‚Nacht der Superstars‘ am 10. Februar 1978. Zu diesem Bahnwettstreit waren die Grossen jener Zeit geladen – Merckx, Gimondi, Sercu, Moser, Thurau oder Gisiger. Und, als Lückenfüller in einem Rennen, der 24-jährige Elite-Fahrer Locatelli. ‚Ich war stolz, hatte aber auch Schiss‘, erzählt er. Würde er mit den Stars mithalten können, sich nicht blamieren? Vorweg: Er konnte (…)“ • https://t1p.de/dgaq

11.06.2019 • Tages-Anzeiger, Zürich, u. a. Tamedia-Blätter:
SIE ZEICHNET FÜR DIE EMANZIPATION VON FALSCHER SCHAM • 500 Wörter • Alexandra Kedves über die Graphic Novels „I’m every woman“, „Der Ursprung der Welt“ & „Der Ursprung der Liebe“ (alle avant) von Liv Strömquist: „(…) In bissigen Karikaturen, etwa einer Art soziologischer Tortengrafik, hält sie fest, dass blosse Gleichstellung von Mann und Frau nicht reicht: Es braucht einen allgemeinen emanzipatorischen, gesellschaftsverändernden Impetus, der Ausbeutungssysteme als solche aus den Angeln hebt. So geht Edutainment! (…) Für schamhafte Seelen sind diese Zeichnungen nichts. Aber wer etwa seinen Töchtern einen realistischen Zugang zum Körper der Frau, zu den Mythen um ihn herum geben möchte, könnte sich nichts Besseres aussuchen als ‚Der Ursprung der Welt‘! (…)“ • https://t1p.de/kcni

11.06.2019 • Tages-Anzeiger, Zürich, u. a. Tamedia-Blätter:
„DERZEIT WILL JEDER FEMINIST SEIN“ • 1300 Wörter • Alexandra Kedves im Gespräch mit der schwedischen Comic-Künstlerin Liv Strömquist • „(…) Derzeit will jeder Feminist sein, legt sich ein feministisches Män­telchen um: Politiker, grosse Firmen, die Werbung. So verliert die Sache ihr sozialkritisches Potenzial. Verschlungen zu werden und dadurch sinnentleert – das betrachte ich als grosse Gefahr für den Feminismus. Ein Beispiel sind Kleiderfirmen, die Powerfrauen-Preise vergeben oder ‚feministische‘ Werbespots einsetzen. Ihr Ziel ist es, Kleider zu verkaufen – nicht, die Welt in feministischem Sinn zu verändern (…)“ • https://t1p.de/kcni

12.06.2019 • taz.die tageszeitung – Ausgabe Bremen:
ZU WENIG GEFÜHL • 500 Wörter • von Teresa Wolny • „(…) In der Geschichte der Psychiatrie gilt die Schließung der Einrichtung im ehemaligen Kloster Blankenburg als Meilenstein (…) Der Zeichner und Karikaturist Gerhard Mauch verarbeitete diesen Prozess in einem Comic. Ein Comicfan und Mitglied des Vereins EXPA e.V. trat 2013 mit der Idee und einem Skript auf ihn zu. EXPA e.V. ist ein Verein von Betroffenen mit Psychiatrieerfahrung und Angehörigen. Nachdem in Verbindung mit der Aktion Mensch Fördergelder genehmigt wurden, sollte im März 2018 die konkrete Arbeit mit dem Verein als Kooperationspartner starten. Ende März kündigte dieser allerdings die Zusammenarbeit auf, seitdem sucht der Künstler nach einer neuen Kooperation für die Verbreitung des fertigen Comics (…)“ • https://t1p.de/rge3

12.06.2019 • Wiener Zeitung:
IM OSTEN NICHTS NEUES • 900 Wörter • Martin Reiterer über die beiden Graphic Novels „Hitler“ und „Auf in den Heldentod!“ (beide bei Reprodukt) von Shigeru Mizuki: „(…) Auch wenn der Autor einen zentralen Aspekt, nämlich die Bedeutung des Antisemitismus für Hitlers System und die tödliche Maschinerie der Nazis, vernachlässigt, seine grafische Bio schärft die Aufmerksamkeit für historische Zusammenhänge. Das Manko erklärt die aufschlussreiche Einführung mit dem historischen Stand der Hitlerforschung um 1970. Dagegen verknüpft Mizuki die realistische Erzählung der Geschichte mit der Groteske, die sich außer in den von Ordnungswahn beherrschten Choreografien der Massenauftritte in den Gesichtern der Figuren abwechslungsreich gebärdet. Das gilt noch in stärkerem Maße für seinen Manga „Auf in den Heldentod!“. Obwohl Mizuki seine Gesichter nahezu auf Punkt, Punkt, Komma, Strich reduziert, verfügt der Zeichner über ein schier unendliches Sortiment an Gesichtsausdrücken, in denen sich die Ereignisse um sie herum oftmals auf groteske Weise brechen (…)“ • https://t1p.de/itzg


NETZSCHAU

05.06.2019 • Comicleser:
GIDEON FALLS, Band 1 • 700 Wörter • Bernd Weigand über den bei Splitter erschienenen Band von Jeff Lemire & Andrea Sorrentino: „(…) Jeff Lemire Vielseitigkeit zu attestieren ist in der Tat noch untertrieben. In einem hohen, nicht nachlassenden Tempo, stößt er am laufenden Band Serien aus, die verschiedenste Genres abdecken und dazu allesamt von hoher erzählerischer Qualität sind (…) Nun also auch Horror. ‚Gideon Falls‘ besteht aus zwei Handlungslinien, die sich bisher nur optisch berühren (was raffiniert visualisiert ist (…) Mit Pater Fred (die Anrede ist ihm lieber) kommt ein gefallener Priester mit Alkoholproblem in den ländlichen Ort und handelt sich prompt wieder Ärger ein, erweist sich dann aber doch als tapferer Mitstreiter von Sheriff Clara Miller. Nach und nach ergründet Pater Fred die alte Legende um die schwarze Scheune, was immer gefährlicher wird (…)“ • https://t1p.de/13au
Weitere aktuelle Rezension auf Comicleser:
• „Die Reise des Marcel Grob“ (Splitter) von Philippe Collin & Sébastien Goethals
http://www.comicleser.de/

06.06.2019 • buchmarkt.de:
2. „SALON DER GRAFISCHEN LITERATUR“ IN BERLIN • 450 Wörter • von ml • „(…) Sarah Wildeisen, die Koordinatorin de Kinder-, Jugend- und Schulbibliotheken der Stadtbibliothek Berlin-Mitte, hat die Veranstaltung initiiert Sie knüpft damit an das erfolgreiche Format der Pressebörsen von Kinder- und Jugendbuchverlagen an. Wie schon bei der ersten Ausgabe des Salons hielt Julia Oellingrath von der Kommunikationsagentur Huber & Oellingrath bei der Umsetzung des Salons die Fäden in der Hand. Das Interesse des Fachpublikums war auch diesmal wieder groß: Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen mehr als 50 Journalisten, Buchhändler, Bibliothekare und Veranstalter (…)“ • https://t1p.de/9bwk

07.06.2019 • die zukunft:
KLEIN, ABER FEIN – Mit „X-Men: Dark Phoenix“ endet die X-Men-Reihe – Für den Moment • 600 Wörter • Michael Meyns über „X-Men: Dark Phoenix“ von Regisseur Simon Kinberg: „(…) Ein viel kleinerer Film ist das von Simon Kinberg inszenierte Abenteuer, mit gerade einmal 114 Minuten auch der kürzeste Superhelden-Film seit langem, aber beileibe nicht der schlechteste. Die Story wird Fans des Comics sehr bekannt vorkommen und auch wer sich noch an Brett Ratners ‚X-Men: Der Letzte Widerstand‘ erinnert dürfte nicht überrascht werden. Zum zweiten Mal steht hier die beliebte Comic-Storyline der Dark Phoenix Saga-Pate, die ‚X-Men‘-Stammautor Kinberg – eine Art Kevin Feige für arme – Punkt für Punkt abhakt (…)“ • https://t1p.de/491t

07.06.2019 • die zukunft:
VERSUMPFT – „SWAMP THING“ ABGESETZT – nach einer Folge • 200 Wörter • von Bernd Kronsbein • „(…) Man wusste ja bereits, dass etwas im Busch ist, weil die ursprünglich auf 13 Folgen angelegte TV-Serie nach den (zumindest in Fankreisen berühmten) DC-Comics mitten in der Produktion auf 10 Folgen reduziert worden war. Jetzt gibt man sich nicht einmal mehr Mühe, dass Desaster zu verbergen – was insofern kurios ist, weil die der US-Presse vorab gezeigten beiden Episoden ausgesprochen positiv aufgenommen wurden (…)“ • https://t1p.de/iuct

08.06.2019 • Splashcomics:
COMIC-BESPRECHUNG – STAR WARS SONDERBAND: LANDO – Doppelt oder Nichts • 350 Wörter • Christel Scheja über den bei Panini erschienenen Band von Rodney Barnes & Paolo Vilanello: „(…) ’Solo. A Star Wars Story‘ brachte auch ein Facelifting für Lando Calrissian und den Moment, in dem er den Millenium Falcon an den jungen Han Solo verlor. Die Figur wurde etwas leichtlebiger und oberflächlicher als in den klassischen Filmen dargestellt, und das hinterließ Spuren. Diese finden sich nun auch in der Comic-Serie, die vor dem Film spielt und den charmanten Schmuggler, der aber lieber Sabacc spielt, als sich in Gefahr zu begeben in ein riskantes Abenteuer stürzt, bei dem er sich bewähren muss (…)“ • https://t1p.de/vovw
Auswahl weiterer aktueller Rezension auf Splashcomics:
• Jons Marek Schiemann über „Auf in den Heldentod!“ (Reprodukt) von Shigeru Mizuki
• Bernd Hinrichs über „Batman – Kaputte Stadt und weitere Geschichten“ (Panini) von Brian Azzarello & Eduardo Rizzo
http://www.splashcomics.de/php/rezensionen

09.06.2019 • dw.com:
VON TIM UND STRUPPI BIS LUCKY LUKE: WARUM BELGISCHE COMICS SO ERFOLGREICH SIND • 1100 Wörter • von Suzanne Cords • „(…) ’Comics gehören zu Belgiens Kultur wie Pralinen und Bier‘ ist auf der offiziellen belgischen Tourismusseite nachzulesen. Und auf der Website des Comic-Zentrums Brüssel heißt es: ‚Mehr als 700 Comic-Autoren machen Belgien zum Land mit der größten Dichte an Zeichnern pro Quadratkilometer!‘ Keine Frage, in Belgien ist man stolz auf die lange Tradition von Bildergeschichten. Natürlich haben es nicht all diese Zeichner zu Weltruhm gebracht, doch die Gesamtauflage für Alben und Serien liegt bei etwa 40 Millionen Exemplaren pro Jahr. Von allen Büchern, die im Jahr in Belgien herausgegeben werden, sind 60 Prozent Comics (…)“ • https://t1p.de/5t5r


COMIC-TIPPS

07.06.2019 • Tages-Anzeiger:
SIGFRIED: Sehr japanisch • von Roland Burkart • https://t1p.de/irv3 (Instagram)

08.06.2019 • diverse Zeitungen:
HÄRRINGERS SPOTTSCHAU: Völlig losgelöst • von Christoph Härringer • https://t1p.de/w2br

08.06.2019 • Der Tagesspiegel:
DIE R²G-WG – Folge 116: Konferenz • von Naomi Fearn • https://t1p.de/5ibg (Facebook)

08.06.2019 • Tages-Anzeiger:
FEGER & SAMMLER: Pfadfinder • von Tizian • https://t1p.de/pxxi (Instagram)

09.06.2019 • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
AM RANDE DER GESELLSCHAFT: Äußerlich • von Hauck & Bauer • https://t1p.de/f19h (Twitter)

11.06.2019 • abbrederis.com:
DAS TÄGLICHE SCHEITERN: Worum geht’s?!? • von Christoph Abbrederis • http://www.abbrederis.com/taglich.html

11.06.2019 • Tages-Anzeiger:
UNTER ANDEREN: Wachhund • von Yves Noyau • https://t1p.de/fm5j (Instagram)


CARTOON-TIPPS

07.05.2019 • harmbengen.de:
ÖZIL-HEIRAT • von Harm Bengen • https://t1p.de/3hf7

08.06.2019 • stuttmann-karikaturen.de:
BILDAUSSCHNITT • von Klaus Stuttmann • https://t1p.de/nhym

11.06.2019 • huehn-illu.de:
DANN GEHT DOCH … • von Mathias Hühn • https://t1p.de/7szd

11.06.2019 • twitter.com/TSchwarwel:
ZEITVORTEIL • von Schwarwel • https://t1p.de/jiso

11.06.2019 • sakurai-cartoons.de:
AUSSENPOLITIK IST INNENPOLITIK • von Heiko Sakurai • https://t1p.de/irap

11.06.2019 • https://twitter.com/hauckundbauer/:
DER KÜNSTLER UND SEIN WERK • von Hauck & Bauer • https://t1p.de/iu9k (Twitter)


KALENDERBLATT

Der 12. Juni in der Welt der Comic …

TODESTAG: Al Williamson (21.03.1931–12.06.2010), amerikanischer Comic-Zeichner („Flash Gordon“, „Star Wars“), Wikipedia (en): https://t1p.de/2zlc

EREIGNIS: 1986 startet in US-„Superman“ (Vol. I) 423 der legendäre Zweiteiler Whatever Happened to the Man of Tomorrow? (dt. „Was wurde aus dem Mann von Morgen?“) von Alan Moore und Curt Swan, Wikipedia: https://t1p.de/w56k