die neunte • Comic-Presseschau • 31.07.2019

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 31. Juli 2019.


IM FOKUS: EuGH-URTEIL ZUM SAMPELN

Am Montag hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg den 20 Jahre laufenden Rechtsstreit zwischen der Band Kraftwerk und dem Komponisten sowie Produzenten Moses Pelham über die Nutzung einer Musiksequenz ohne Erlaubnis des Rechteinhabers entschieden, wenn auch noch mit einigem Interpretationsspielraum. Das Urteil hat auch Auswirkungen für andere Kulturbereiche …

29.07.2019 • DLF – Corso:
EIN KLARES „JEIN“ • 5 min • Moderatorin Ina Plodroch im Gespräch mit dem Pop-Experten Jens Balzer • „(…) Wenn man beim Hören allerdings gar nicht merke, um welchen Soundschnipsel es sich handele, dann liege keine unerlaubte Kopie vor. Und da die Band Kraftwerk selbst zwei Jahre gebraucht habe, um zu erkennen, dass eine Sequenz aus ihrem Stück ‚Metall auf Metall‘ im dem Lied ‚Nur mir‘ von Sabrina Setlur verwendet worden sei, spreche das nicht gerade für besondere Wiederkennbarkeit, meint Jens Balzer. Das Argument von Pelham, er stelle sich mit dem Sampling in eine musikalische Tradition, sei damit allerdings widerlegt. Denn wenn das Zitat so mikroskopisch sei, dass man es kaum erkenne, könne man nicht von einer Tradition sprechen (…)“ • https://t1p.de/wlc2 (online bis 19.01.2038)

29.07.2019 • DLF Kultur – Tonart:
EUGH-URTEIL ERLAUBT SAMPLING − UNTER BESTIMMTEN BEDINGUNGEN • 6 min • Moderator Mathias Mauersberger im Gespräch mit dem Musikwissenschaftler Frédéric Döhl • „(…) Das Urteil widerspricht ausdrücklich dem deutschen Recht, dass ein Werk, das sich bei anderen bedient, grundsätzlich ohne Zustimmung des Urhebers des benutzten Werks veröffentlicht werden darf. Das sei mit dem EU-Recht nicht vereinbar. ‚Das heißt, dass wir das Bearbeitungsrecht und den Interessensausgleich völlig neu denken müssen‘, sagt Döhl. ‚Und das wird für die Musikindustrie und alle Künste darüber hinaus Auswirkungen haben'“ • https://t1p.de/3bg2 (online bis 19.01.2038)

30.07.2019 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
HIPHOP-MUSIKER BEKOMMT NACH 20 JAHREN RECHT • 650 Wörter • von Hendrik Wieduwilt • „(…) So hatte sich der Bundesgerichtshof mit der Asterix-Parodie ‚Alcolix‘ beschäftigt. Diese Erlaubnis des Urheberrechts geht aber nicht auf Europarecht, sondern frühe deutsche Urheberrechtsvorschriften aus dem Jahr 1901 zurück. Und diese hat der Europäische Gerichtshof praktisch im Vorbeigehen zerlegt: Das Urheberrecht sei abschließend, unterstrichen die Richter (…) Das deutsche Recht dürfe daher nicht erlauben, dass ein Werk nach Art der ‚freien Benutzung‘ ohne Erlaubnis des Künstlers verwendet wird. ‚Alcolix‘ wäre jetzt also nicht möglich (…)“ • https://t1p.de/qlue (kostenpflichtig, Genios)

30.07.2019 • taz.die tageszeitung:
HIPHOP SIEGT AUCH IN LUXEMBURG • 500 Wörter • von Christian Rath • „(…) HipHop-Künstler dürfen ‚Audiofragmente‘, also kurze Tonschnipsel, aus anderen Musikstücken verwenden, ohne vorher fragen zu müssen. Das entschied jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH) im langen Streit zwischen dem Frankfurter HipHop-Produzenten Moses Pelham und den Düsseldorfer Elektro-Pionieren von Kraftwerk. Pelham hatte 1997 – ohne um Erlaubnis zu fragen – ein kurzes Sample aus dem Kraftwerk-Stück ‚Metall auf Metall‘ benutzt. Es war dann als durchlaufender Beat auf dem Stück ‚Nur mir‘ der Rapperin Sabrina Setlur zu hören. Die beiden Kraftwerk-Gründer Ralf Hütter und Florian Schneider verklagten Pelham daraufhin – zeitweise mit Erfolg (…)“ • https://t1p.de/zz7n

30.07.2019 • Tagesspiegel:
SEINS ODER NICHT SEINS • 1000 Wörter • von Frédéric Döhl • „(…) Laut EuGH handelt es sich schon nicht um eine Vervielfältigung der Vorlagentonaufnahme, wenn der Samplingakt klein ausfällt (‚Audiofragment‘) und der Sample im neuen Werk nicht mehr zu erkennen ist. Ist der Sample noch in seiner ursprünglichen Gestalt zu erkennen, eröffnet der EuGH eine zweite Exit-Option: über das Zitatrecht, wenn das Sampling erfolgt, um mit der Vorlage zu ‚interagieren‘. In beiden Fällen braucht der Sampelnde künftig keine Genehmigung mehr. Die Grenzen sind eng gezogen. Der Spielraum für unlizenziertes Microsampling ist dennoch gewachsen im Vergleich zur Rechtslage vor dem Metall-auf-Metall-Verfahren (…)“ • https://t1p.de/joqe

29.07.2019 • Zeit Online:
DER BESSERE SONG GEWINNT • 1050 Wörter • von Jens Balzer • „(…) Wenn ein Sample in künstlerisch gehaltvoller und wertvoller Weise benutzt wird und also mit seiner Quelle ‚interagiert’ – weil es zum Beispiel dazu dient, das dazugehörige Stück in einer bestimmten musikalischen oder politischen Traditionslinie zu verorten (zum Beispiel: wenn Kanye West ‚Strange Fruit‘ von Nina Simone sampelt) –, dann ist es erlaubt, das Sample auch ohne Zustimmung des Urhebers zu verwenden. Ob mit der Pflicht, die Lizenz einzuholen, auch die Pflicht zur Honorierung der Lizenz erlischt, lässt das Gericht allerdings offen. Daraus ergibt sich nun wiederum die Frage, wer darüber entscheidet, ob ein Sample gehaltvoll ist oder nicht. Hier könnte ein ganz neues Gutachterwesen entstehen und mithin ein hervorragendes lukratives Betätigungsfeld für Popkritikerinnen und Popkritiker. Das ist toll! (…)“ • https://t1p.de/io40

30.07.2019 • Süddeutsche Zeitung:
IST SAMPELN KLAU ODER KUNST? • 600 Wörter • von Wolfgang Janisch • „(…) Nun liegt das EuGH-Urteil vor, und man kann Entwarnung geben. Das oberste EU-Gericht hat der Kunstfreiheit einen wichtigen Rang eingeräumt, zehn Jahre nach Inkrafttreten der EU-Grundrechtecharta mit ihrem Artikel 13: ‚Kunst und Forschung sind frei.‘ Die Richter wägen sorgsam ab zwischen den Eigentumsinteressen der Produzenten, die sich gegen den Soundklau zur Wehr setzen, und der Freiheit der Kreativen, sich aus dem kulturellen Fundus zu bedienen. Ihr Ritt durch die Richtlinie zum Urheberschutz liest sich sperrig, aber die zentrale Botschaft ist zu verstehen. Das Zitatrecht in der Richtlinie ist im Lichte der Kunstfreiheit sozusagen künstlerfreundlich zu interpretieren (…)“ • https://t1p.de/5h8d


TV • RADIO

30.07.2019 • DLF Kultur – Lesart:
WAS TUN, WENN’S ZWISCHEN DEN BEINEN BLUTET? • 6 min • Susanne Billig über den Sach-Comic „Rot ist doch schön“ (Bohem Verlag) von Lucia Zamolo: „(…) Mit ihrem doppelbödigen Humor, dem anarchistischen Zeichenstil und dem Mut, ihr Buch mit den vielen schwierigen Eindrücken bei der ersten Menstruation zu beginnen, wird Lucia Zamolo junge Leserinnen und vielleicht ja auch Leser genau da abholen, wo sie sich befinden. Denn auch wenn Frauen sich mit den Jahren eine entspannte, vielleicht sogar freundschaftlich-anerkennende Haltung zu ihrer Menstruation aneignen – für Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden ist die Vorstellung, jahrzehntelang alle vier Wochen aus den private parts Blut zu ergießen, erst einmal eine zweifelhafte Perspektive (…)“ • https://t1p.de/tvjw (online bis 19.01.2038)

31.07.2019 • DLF Kultur – Studio 9:
WIE DER „SCHUND“ ZUR HOCHKULTUR WURDE • 9 min • Liane von Billerbeck im Gespräch mit dem Carlsen-Comics-Programmleiter Klaus Schikowski • „(…) was die Graphic Novel schon geschafft hat, ist, einen anderen Erzählfluss, einen anderen Bilderfluss zu schaffen. Die Graphic Novels, die bieten einem an und sagen, ich bin eine abgeschlossene Geschichte, ich erzähle zu einem bestimmten Thema, und diese thematische Auseinandersetzung ist einfach noch mal neu (…)“ • https://t1p.de/vywl (online bis 19.01.2038)

31.07.2019 • DLF Kultur – Buchkritik:
EINE BIOGRAFIE ZWISCHEN FAKTEN UND FIKTION • 6 min • Eva Hepper über „McCay“ (Carlsen) von Thierry Smolderen &Jean-Philippe Bramanti: „(…) Thierry Smolderens Idee, sich McCays Können über eine fiktive Begegnung mit Charles Hinton und dessen Forschung zu nähern, ist bestechend. Auch weiß sie Jean-Philippe Bramanti in überzeugenden, sepiafarbenen Bildern umzusetzen. Leider aber entgleist die zunehmend absurde Geschichte, in der es schließlich nur noch um eine obskure Mordserie geht. So werden die Autoren ihrem großen Idol letztlich nicht gerecht (…)“ • https://t1p.de/slxm (online bis 19.01.2038)

31.07.2019 • DLF – Corso:
MIES VAN DER ROHE ALS COMICFIGUR • 6 min • Ina Plodroch im Gespräch mit der Kritikerin Berit Hempel über die Graphic Novel „Mies – Mies van der Rohe. Ein visionärer Architekt“ (Carlsen) von Agustín Ferrer Casas: „(…) Nicht alles, was Agustín Ferrer Casa erzähle, sei auch verbürgt. Er habe nichts erfunden, sondern nur einige Fakten neu interpretiert und andere fiktionalisiert, um der Geschichte Gestalt zu verleihen, wird der Autor zitiert – der selbst Architekt war, bevor er hauptberuflich Comiczeichner wurde. Die Liebe zu seinem Thema merke man deutlich, so Berit Hempel (…)“ • https://t1p.de/41pa (online bis 19.01.2038)

31.07.2019 • DLF Kultur – Studio 9:
UNTERHALTUNG, SUBVERSION UND PROPAGANDA – Comic-Kultur in China • 6 min • von Axel Dorloff • „(…) Mit japanischen Comics fing es in China an. Aber Mitte der 90er-Jahre hat die chinesische Regierung dann versucht, chinesische Comics zu fördern. Japanische Comic-Werke wurden verboten und existierten nur noch als illegale Kopien (…) Der chinesische Staat hat die Comic-Kultur gefördert – auch damit er den Markt und seine Akteure besser im Auge behalten kann. Und: um die Comic-Kultur selbst für Propagandazwecke zu nutzen (…)“ • https://t1p.de/xqzq (online bis 19.01.2038)

Jetzt auch in (teilweise) transkribierter Version verfügbar …

30.07.2019 • DLF Kultur – Studio 9:
VORREITERIN DES DOKUMENTARISCHEN COMICS („COMICS SIND EINE FRAGE DER HALTUNG, NICHT DER TECHNIK.“) • 7 min • Moderatorin Nicole Dittmer im Gespräch mit der Comic-Künstlerin Ulli Lust • „(…) Mit ihrer Arbeit wolle sie sich nicht von der Unterhaltung abgrenzen, sie wolle aber, dass ihre Comics immer noch ein paar ’nahrhafte Denkanstöße‘ liefern. Lust gilt als Vorreiterin im Bereich des dokumentarischen Comics. Eine ihrer bekanntesten Veröffentlichungen ist der autobiografische Comic ‚Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens‘, in dem sie ihre eigene Jugend, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung thematisiert. Das sei ein ‚Freiheits-Aufbruchs-Buch‘ gewesen, sagte Lust (…)“ • https://t1p.de/nvgp (online bis 19.01.2038)


PRESSESCHAU

06.07.2019 • Neues Deutschland:
MUSIK ZEICHNEN, BILDER VERTONEN – Die Symbiose von Musik und Comic ist auch eine Befreiungsgeschichte der Genres • 1200 Wörter • von Jonas Engelmann • „(…) Immer wieder sind Comics und Musik in unterschiedlichster Weise in Verbindung getreten. Seine ‚extremste Version von Punk als einer Kraft, die das Leben verändern kann‘, das autobiografisch inspirierte Prosastück ‚Ich bin ein Klischee‘, habe er, so erinnert sich etwa der Musikjournalist und Punkbiograf Greil Marcus, 1985 in ‚RAW‘ veröffentlichen können, dem Comic-Magazin von Françoise Mouly und Art Spiegelman. Punk und Undergroundcomics hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ein langes Stück Weg gemeinsam zurückgelegt (…)“ • https://t1p.de/pd1k

30.07.2019 • Ruhr Nachrichten, Dortmund, sowie Kopfblätter:
FREI NACH SCHNAUZE • 500 Wörter • Konrad Bender über „Asterix Mundart (79): Ruhrdeutsch 5“ (Egmont) in der Textbearbeitung von Hennes Bender: „(…) Erstmals 1964 erschienen, hat die Geschichte mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel und wurde 1989 als ‚Operation Hinkelstein‘ erfolgreich vertrickfilmt. Doch auch altgediente Asterix-Fans können zugreifen, denn Hennes Bender verwurstet am laufenden Band zeitgenössische und regionale Anspielungen gleichermaßen und bringt so einen frischen und gewollt derben Humor auf die Seiten (…)“ • https://t1p.de/p1a4 (kostenpflichtig, Genios)

31.07.2019 • Mittelbayerische Zeitung, Regensburg, Donaukurier, Ingolstadt:
COMIC-SALON DARF WIEDER ZELTEN • 600 Wörter • von Nikolas Pelke • „(…) Die zentralen Ausstellungen des Comic-Salons konnten durch die Zelt-Lösung auf kurzen Wegen direkt rund um das Comic-Zeltlager im nahen Kunstpalais oder im anmutigen Redoutensaal stattfinden. Das hat der Festival-Atmosphäre gut getan. Weniger Kongress, mehr Festival. Die Notlösung kam so gut an, dass die SPD-Stadtratsfraktion auf die Idee gekommen ist, aus der Not eine Tugend zu machen und einen Antrag für die teurere Zelt-Notlösung im Stadtrat zu stellen. ‚Sicht- und erlebbarer‘ sei der Comic-Salon schließlich durch den zwangsweisen Umzug in die Festzelte vor dem Schloss geworden, argumentierte die SPD-Fraktion in ihrem Antrag (…)“ • https://t1p.de/fsns

31.07.2019 • Südkurier, Konstanz:
COMICWELT TRIFFT AUF DESIGN • 500 Wörter • Jürgen Scharf über die Ausstellung „Living in a Box. Design und Comics“ (Vitra Design Museum, Weil am Rhein, bis 20.10.2019): „(…) Damit kann das Vitra Design Museum seine Sammlung aus einem ganz ungewohnten Blickwinkel präsentieren. Die Ausstellungen sollen ja unterschiedliche Aspekte der Sammlung zeigen. Und da Comics ein wesentlicher Bestandteil der Popkultur sind und viele Designer sich bei Comics bedienen und umgekehrt, widmet sich das Museum beiden Bereichen und zeigt die Wechselwirkung zwischen den Geschichten aus Comics und dem Möbeldesign auf (…)“ • https://t1p.de/a7js

31.07.2019 • Rhein-Zeitung, Koblenz, sowie Kopfblätter:
DIE KNALLHARTE WAHRHEIT ÜBER SUPERHELDEN • 550 Wörter • Claus Ambrosius über die TV-Serie „The Boys“ (Amazon Prime) von Eric Kripke, Evan Goldberg & Seth Rogen nach der gleichnamigen Comic-Vorlage von Garth Ennis & Darick Robertson: „(…) Eine erfrischend ehrliche Antwort, wie die Welt aussehen würde, wenn Superhelden Realität wären, gibt die neue Serie ‚The Boys‘ der Amazon Studios, deren erste Staffel seit wenigen Tagen zu sehen und deren zweite bereits in Vorbereitung ist. Ganz den Gesetzen von Angebot und Nachfrage folgend, haben große börsennotierte Firmen Menschen mit Superkräften unter Vertrag genommen. Ihre gewaltigen Gewinne erzielen sie mit der Vermietung von Helden zur Verbrechensbekämpfung an Kommunen und Länder – aber vor allem durch eine perfekte geschmierte Werbemaschinerie, die mit dem Merchandising, also dem Verkauf von Markenrechten und Fanartikeln, Milliarden erwirtschaftet (…)“ • https://t1p.de/ihq1 (kostenpflichtig, Genios)

Jetzt auch kostenlos im Netz verfügbar …

27.07.2019 • Die Welt – Die literarische Welt:
VERGIL IN AUSCHWITZ – Zum 100. Geburtstag von Primo Levi • 1250 Wörter • Marc Reichwein u. a. über die Graphic Novel „Primo Levi“ (bahoe books) von Matteo Mastragostino & Alessandro Ranghiasci: „(…) Der fragile, aber doch bestechend präzise Strich, mit dem der Comic Levis Erinnerungen an Auschwitz visualisiert, wird der Zeitzeugenschaft von ‚Ist das ein Mensch?‘ gerecht. Namentlich das Hin-und-her-Katapultiertsein zwischen zwischen Erinnerungen und Albträumen – etwa der Ohnmacht, sich in Auschwitz einen anderen, besseren, hoffnungsvolleren Ort herbeizuwünschen – vermittelt dieser Comic eindrücklich (…)“ • https://t1p.de/6ua3


NETZSCHAU

17.07.2019 • Comic.de:
„FIX UND FOXI“ – TEIL 3 Oder: Die Ravensburger Jahre – Part II • 1100 Wörter • von Peter Mennigen • „(…) Dem Erfolg des ‚Fix und Foxi‘-Relaunchs schien eigentlich nichts mehr im Weg zu stehen. Wobei die Betonung auf ’schien‘ lag. Eines Nachmittags erhielt ich den Anruf eines Ehapa-Chefredakteurs. Seine Redakteurinnen waren offenbar alle zu jung, um noch ‚Fix und Foxi‘ zu kennen. Er fragte mich deshalb, ob ich etwas Know-how beisteuern könne. Doch ein Crashkurs am Telefon brachte nicht viel. Deshalb bat mich die für ‚Fix und Foxi‘ zuständige Redakteurin, ihr ein paar ‚Fix und Foxi‘-Comics zu schicken. Damit sie sich ein genaueres Bild von den Figuren machen könne (…)“ • https://t1p.de/kgx4

25.05.2019 • Comicgate:
DE SUPERJHEMP: GROSSES COMIC-PHÄNOMEN IN EINEM KLEINEN LAND • 1700 Wörter • von Jeff Thoss über die Ausstellung „De Superjhemp ënnert dem Röntgenbléck“ (Centre national de littérature, Mersch, bis 29.11.2019): „(…) Auch wenn man einige frühe Arbeiten Leiners bestaunen kann, die im Stil der amerikanischen Underground Comix gezeichnet sind, stehen die späteren Werke klar in der Tradition von Zeitschriften wie ‚Spirou‘, ‚Pilote‘ und ‚Fluide Glacial‘. Das stärkste Vorbild für Superjhemp selbst war (neben Superman) Gotlibs Superdupont, eine weitere Nationalheldenparodie. Ganz nach franko-belgischem Muster wurde ‚De Superjhemp géint de Bommeléer‘ (Superjhemp gegen den Bombenleger) zuerst in einer Zeitschrift veröffentlicht, dem wöchentlichen Familienmagazin ‚Revue’ (…)“ • https://t1p.de/yxm7

28.07.2019 • die zukunft:
SCHLECHTE HELDEN, GUTE SERIE • 700 Wörter • Christian Endres über die TV-Serie „The Boys“ (Amazon Prime) von Eric Kripke, Evan Goldberg & Seth Rogen nach der gleichnamigen Comic-Vorlage von Garth Ennis & Darick Robertson: „(…) Tolle Schauspieler in einer guten Serie über schlechte Helden: ‚The Boys‘ nähert sich den ikonisierten Superheroes mit einem kritischen und zynischen Realitätsbewusstsein – der totale, vielleicht dringend nötige, auf alle Fälle sehenswerte und unterhaltsame Gegenentwurf zu Marvels krachenden, epischen Spektakeln oder DCs düsteren, aber meist konsequenzenlosen Schlachten auf der Leinwand (…)“ • https://t1p.de/go63

30.07.2019 • Bizzaro World:
COMIC REVIEW: FANTASTIC FOUR BD. 1 • 450 Wörter • von Emanuel Brauer über den bei Panini erschienenen Band von Dan Slott, Sara Pichelli u. a.: „(…) Mit schrill-bunten Explosionen und Emotionen vollziehen Slott und Pichelli die langersehnte Rückkehr der Fantastic Four, jedoch fehlte bei aller Überladenheit das gewisse Etwas, was den Band nicht zu der für Slott so üblichen Kurzweiligkeit degradieren lässt. So toll die Rückkehr des von mir geschätzten Teams auch ist, verstrickt sich Slott bei seiner Erzählung wie so häufig in seinem allzu opulenten Bombast, konstruiert dieselben Charakteristika immer und immer wieder und verpasst es beinahe gänzlich, eine gelungene Geschichte zu erzählen (…)“ • https://t1p.de/a45o
Weiterer aktueller Rezension von Emanuel Brauer auf Bizzaro World:
• „Paper Girls“ 5 (Cross Cult) von Brian K. Vaughan & Cliff Chiang
• „Jupiter’s Circle“ (Panini) von Mark Millar, Wilfredo Torres u. a.
• „Stranger Things“ 1 (Panini) von Jody Houser & Stefano Martino
https://www.bizzaroworldcomics.de/seite-comic-reviews/

31.07.2019 • Tagesspiegel Online:
DER KAMPF SEINES LEBENS • 650 Wörter • Christian Endres über „Strannik“ (Rotopol) von Anna Rakhmanko & Mikkel Sommer: „(…) In ‚Strannik‘ erzählen Anna Rakhmanko und Mikkel Sommer vom russischen Käfigkämpfer Vyacheslav, der auf ein Leben voller geplatzter Träume zurückblickt (…) im Großen und Ganzen erzeugt der Zeichenstil auf gerade mal 48 Seiten eine bemerkenswerte Illusion von Nähe und Intimität, die dem Ansatz des Projekts bei aller Subjektivität sehr förderlich ist. Die reduzierten, prägnanten Texte untermauern den dokumentarischen und authentischen Charakter der Bildergeschichte (…)“ • https://t1p.de/e0jq (ergänzte Version der Kurzvorstellung in der Printausgabe von 22.05.2019)


COMIC-TIPPS

15.07.2019 • Gringo Logbuch:
DER BLOG-Hartmut #81: Lahme Schnulze • von Haggi • https://t1p.de/zw47

30.07.2019 • taz.die tageszeitung:
TOUCHÉ: Ich lese aus allem! • von ©TOM • https://t1p.de/tj23

30.05.2019 • fuchskind.de:
KLIMA-NOTSTAND • von Daniela Schreiter • https://t1p.de/ffin

31.07.2019 • Tagesspiegel Checkpoint:
BERLINER SCHNUPPEN – Folge 233: Unter Wasser • von Naomi Fearn • https://checkpoint.tagesspiegel.de/ (kostenpflichtig)

31.07.2019 • abbrederis.com:
DAS TÄGLICHE SCHEITERN: Strandgut XIII • von Christoph Abbrederis • http://www.abbrederis.com/taglich.html


CARTOON-TIPPS

30.07.2019 • sakurai-cartoons.de:
DER ANSTRICH DER SAISON • von Heiko Sakurai • https://t1p.de/bolr

31.07.2019 • Krieg und Freitag:
ANDERE – ICH • von Tobias Vogel • https://t1p.de/ztto (Instagram)

31.07.2019 • huehn-illu.de:
SCHÜTZT DIE BUNDESWEHR DIE STRASSE VON HORMUS? • von Mathias Hühn • https://t1p.de/xk1b

31.07.2019 • twitter.com/SchillingBlum:
FREMDGEHEN • von Schilling & Blum • https://t1p.de/12sa

31.06.2019 • twitter.com/hauckundbauer/:
ICH WÜRDE JA GERNE … • von Hauck & Bauer • https://t1p.de/i1s0