die neunte • Comic-Presseschau • 25.08.2019

 

Liebe Leser,

hier kommt wieder der (fast) tägliche Überblick von „die neunte“ mit aktuellen Links aus Presse, Funk und Web – heute vom 25. August 2019.


IM FOKUS: „ENDZEIT“

Seit Donnerstag läuft in den Kino der Film „Endzeit“ (de, 2018) von Regisseurin Carolina Hellsgård nach dem gleichnamigen Comic (Carlsen) von Olivia Vieweg, die auch das Drehbuch verfasst hat …

26.07.2019 • epd film:
KRITIK ZU ENDZEIT • 450 Wörter • Besprechung von Rudolf Worschech • „(…) Mehr und mehr entwickelt sich ‚Endzeit‘ zu einem ökologisch angetriebenen Märchen. Vivi trifft auf die ‚Gärtnerin‘ (stoisch: Trine Dyrholm), eine fast feenhafte Erscheinung, die sich eine Insel des Friedens in der Landschaft des Todes aufgebaut hat und die Epidemie als ‚Anfang‘ sieht. Pflanzen wachsen aus ihrem Körper. Mitunter trägt der Film, auch in den Dialogen, etwas zu dick auf. Aber die Beziehung zwischen den ungleichen Frauen, aus der so etwas wie Freundschaft wird, vernachlässigt er nie. Man merkt die Nähe zu einem anderen jüngeren deutschen Apokalypse-Film, Tim Fehlbaums ‚Hell‘, der näher am Genre ist. Das macht aber nichts. Einen Wurf wie ‚Endzeit‘ hat man lange nicht gesehen im deutschen Kino“ • https://t1p.de/gpcm

18.08.2019 • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
WENN DIE WELT WIEDER ZUR WILDNIS WIRD – Zombies in Weimar • 350 Wörter • Besprechung von Peter Korte • „(…) Die Schauplätze sind großartig gewählt, die verfallenden Häuser oder Autowracks, in denen sich die Natur ihr Terrain zurückerobert hat. Und wenn sie durch ein Haus streifen, wo noch der vor Jahren plötzlich verlassene Tisch gedeckt ist und die Natur die Zivilisation langsam überwuchert, versteht man auch, warum im Französischen Sillleben ’nature morte‘ heißen. Genretypische Schlachtfeste gibt es kaum. Sie fehlen einem auch nicht weiter. Dafür hat ‚Endzeit‘ trotz dramaturgischer Unebenheiten etwas, was den meisten deutschen Filmen fehlt: eine ganz eigene Atmosphäre (…)“ • https://t1p.de/207n (kostenpflichtig, Genios)

18.08.2019 • filmdienst.de:
ENDZEIT • 600 Wörter • Besprechung von Ulrich Kriest • „(…) Der Tatsache, dass die Dramaturgie und die Narration von ‚Endzeit‘ gewissermaßen gegen den Filmtitel selbst die philosophische ‚Transformationsutopie‘ teilen und vielmehr mit dem ökologischen Zeitgeist flirten, sollten ausgesprochene Fans des ‚Walking Dead‘-Genres im Kino allerdings mit einer gewissen Großzügigkeit begegnen. Hier bezeichnet das Ende einen Aufbruch, der noch ohne Sonnenuntergang auskommt, aber auch ohne Jena“ • https://t1p.de/9zho

19.08.2019 • Der Tagesspiegel:
ZOMBIES IN DER DEUTSCHEN PROVINZ • 1150 Wörter • von Lars von Törne • „(…) Als ‚Endzeit‘ vergangenes Jahr beim Internationalen Filmfestival Toronto seine Premiere erlebte, waren Vieweg und das Filmteam als Gäste dabei – und hatten ‚große Angst, dass der Film baden geht‘, wie sich die Autorin erinnert. Doch die Reaktionen des Publikums und der Fachpresse waren begeistert (…) Vieweg selbst (…) findet den Film auch ‚ziemlich cool‘, wie sie sagt – auch wenn sie sich als Autorin im Verlauf der zweijährigen Arbeit an dem Projekt von einigen Wünschen trennen musste. ‚Manche Schauspieler wollen in keinem Zombiefilm mitspielen‘, sagt sie lachend (…)“ • https://t1p.de/yzpe

19.08.2019 • 3sat – Kulturzeit:
TIPP: „ENDZEIT“ • 1 min • von Ursula Beyer • „‚Endzeit‘ von Carolina Hellsgård ist ein ungewöhnliches Öko-Märchen, das die Umwelt-Thematik in einen Zombie-Thriller übersetzt“ • https://t1p.de/xcs4 (online bis 17.09.2019)

20.08.2019 • MDR Fernsehen – MDR um 11:
„ENDZEIT“-STIMMUNG IN MITTELDEUTSCHLAND • 2 min • „In „EndZeit“ haben Zombies die Erde überrannt. Weimar und Jena sind die vermutlich letzten Orte menschlicher Zivilisation. Zwei Frauen versuchen, dorthin zu gelangen“ • https://t1p.de/vv5g (online bis 27.08.2019)

21.08.2019 • Frankfurter Allgemeine Zeitung:
NEUER DEUTSCHER UNHEIMLICHKEITSHEIMATFILM • 900 Wörter • Besprechung von Andreas Platthaus • „(…) Vor allem aber muss man die Kamera von Leah Striker bewundern, denn wie sie die thüringische Landschaft einfängt, ist nicht nur eine Augenweide, sondern zudem ein Grundkurs in romantischem Sehen – ‚romantisch‘ verstanden im geistesgeschichtlichen Sinne des Wortes, das ja nicht zuletzt in Jena seinen deutschen Ursprung hat. Und mit dem dialektischen Verhältnis von Heimat und Unheimlichkeit, das der Romantik eigen ist, spielt Carolina Hellsgård so souverän, dass die etwas schlichte ökologische Botschaft, die der Film auch hat – im Gegensatz übrigens zum Comic in beiden Fassungen –, nicht mehr unangenehm auffällt, weil sie ein quasi organisches Bündnis mit dem Setting des Films eingeht (…)“ • https://t1p.de/udqe

21.08.2019 • Spiegel Online:
JA, ES GIBT LEBEN NACH DEM TOD • 700 Wörter • Besprechung von Philipp Schwarz • „(…) ’Endzeit‘ ist im Vergleich dazu der weit weniger penibel konstruierte Film – aber genau diese Unbekümmertheit macht seinen Reiz aus. Zwei junge Frauen (Maja Lehrer, Gro Swantje Kohlhof) müssen zu Fuß die gefährliche Reise von Weimar nach Jena antreten, mitten durch die nun von Untoten beherrschte Landschaft Mitteldeutschlands. Wie jedes gute Roadmovie verliert ‚Endzeit‘ dabei das vorgebliche Ziel seiner Handlung immer wieder aus den Augen und begibt sich auf allerlei Abschweifungen und Umwege. Seine Energie bezieht der Film vor allem aus der tiefen Schrägheit einzelner Momente und Szenen: Giraffen staksen da über die beschaulichen Hügel Thüringens, Menschen wachsen blättrige Ranken aus der Haut (…)“ • https://t1p.de/yn8c

21.08.2019 • Neues Deutschland:
WALDWANDERUNG MIT SCHMETTERLINGEN • 1100 Wörter • Besprechung von Thomas Blum • „(…) Kurz darauf treffen sie auf eine Frau, der Unkraut aus dem Kopf wächst, die Öko-Landwirtschaft betreibt und sich selbst die ‚Gärtnerin‘ nennt, allem Anschein nach eine Art Vorreiterin einer mutierten und neuen, im Entstehen begriffenen Spezies Mensch. Sie gibt allerlei esoterisches Geschwätz und dunkelromantisch-reaktionäre Kalendersprüche von sich, die allesamt klingen, als hätten Botho Strauß, der Dalai Lama und Juli Zeh gemeinsam Tagebuch geschrieben: ‚Es gilt, die Chance zu nutzen, die uns der Untergang bietet. Alles ändert sich, im Chaos liegt Frieden. Es wird etwas Neues entstehen. Die Gier der Menschen war nie unter Kontrolle. Sie hätten das Paradies haben können.‘ Spätestens jetzt weiß man: Der Film ist nicht mehr zu retten (…)“ • https://t1p.de/jiz3

21.08.2019 • 3sat/BR Fernsehen – kinokino:
ENDZEIT • 2 min • von Heiko Rauber • „Olivia Viewegs Comic ‚Endzeit‘ kommt auf die große Leindwand – nach ihrem eigenen Drehbuch: Nur Jena und Weimar gibt es noch, den Rest der Menschheit haben Zombies ausgerottet. Und zwischendrin schlagen sich zwei Mädels durch und suchen, die eine nach ihrer Schwester, die andere nach einem neuen Anfang. Weibliches Genrekino, made in Germany, das es in sich hat“ • https://t1p.de/j202 (online bis 16.02.2020)

22.08.2019 • Süddeutsche Zeitung:
NEUER DEUTSCHER UNHEIMLICHKEITSHEIMATFILM • 900 Wörter • Besprechung von Martina Knoben • „(…) Vorlage für ‚Endzeit‘ war der gleichnamige tolle Comic von Olivia Vieweg. Sie wurde in Jena geboren und lebt nun in Weimar – ‚Endzeit‘ ist also gewissermaßen auch ein Heimatfilm. Vieweg hat für die Adaption auch selbst das Drehbuch geschrieben, ihr Stoff wirkt in der Verfilmung nun deutlich bedrohlicher und brutaler. Hatte ihr am Manga orientierter Zeichenstil den Schrecken noch auf Distanz gehalten, so ist er in der Verfilmung zum Greifen real (…)“ • https://t1p.de/b4wl

22.08.2019 • taz.die tageszeitung:
IN WEIMAR TÖTET MAN INFIZIERTE SOFORT • 650 Wörter • Besprechung von Tim Caspar Boehme • „(…) ’Endzeit‘ ist kein Zombiefilm, der die Konvention des optisch ausgestellten Kannibalismus oder, wenn man Zombies nicht als Artgenossen betrachten will, gewaltsamen Verzehrs von Menschenfleisch bedient. Ums Blut geht es nicht. Dafür sieht man viel Wald, der gar nicht besonders deutsch wirkt, allerdings ein reges Eigenleben zu führen scheint. Die Zombies sind vor allem eine Bedrohung, etwas, auf das man reagieren muss. Und zu dem Eva und Vivi eine Haltung zu entwickeln versuchen. Eva wählt etwa das Bild, dass die Menschen zu lange keine Miete gezahlt haben und jetzt die ‚Räumungsklage‘ präsentiert bekommen (…)“ • https://t1p.de/8wxg

22.08.2019 • MDR Fernsehen – artour:
OLIVIA VIEWEG LEHRT DIE WELT DAS FÜRCHTEN • 6 min • von Reinhold Jatetzky • „Olivia Vieweg ist eine erfolgreiche Autorin. Sie hat Dutzende Manga-Geschichten verfasst. Die Verfilmung ihres Comics ‚EndZeit‘ sorgt jetzt für dystopische Stimmung in den Kinos. ‚artour‘ hat die Thüringerin getroffen“ • https://t1p.de/x5lb (online bis 21.09.2019)

24.08.2019 • Freie Presse, Chemnitz:
WIR UNGEBETENEN GÄSTE • 750 Wörter • Besprechung von Tim Hofmann • „(…) Dass sowohl Comic als auch Drehbuch von der selben Autorin stammen, ist dabei ein Novum, das für eine verblüffend bruchfreie Adaption sorgt – auch wenn Vieweg in enger Zusammenarbeit mit der bemerkenswerten Regisseurin Carolina Hellsgård natürlich nicht darum herumkommt, dass Dramaturgie in Bildgeschichten-Panels nunmal anders funktioniert wie im Film. Wie der großartige Comic aber das Zombie-Genre neu aufstrickt, hat das von Casting über Szenenbild, Kostüme und Musik bis zur Produktion durchweg weiblich besetzte ‚Endzeit‘-Kreativteam berührend schön zur Blüte gebracht (…)“ • https://t1p.de/oywg


TV • RADIO

21.08.2019 • 3sat:
KAMINER INSIDE: ÖSTERREICH – Auf der Suche nach dem Heimatgefühl • 44 min (Abschnitt mit Gerhard Haderer ab min 24) • von Constanze Grießler & Franziska Mayr-Keber • „Wladimir Kaminer stößt in Österreich auf ein Kaleidoskop der Heimatgefühle. Mit seiner typischen deutsch-russischen Art plaudert er darüber mit mehr oder weniger prominenten ÖsterreicherInnen (…) Schattige Idylle und sonnige Skurrilität, Karikaturist Gerhard Haderer illustriert Österreichs Seele mit spitzer Feder: ‚Man kritisiert halt alles, was man liebt. Alles andere kann man ja ignorieren oder ablehnen. Aber ich persönlich verwende ja den Begriff Heimat für mich nicht. In Österreich ist dieser Begriff schon mehrmals missbraucht worden, das darf man nicht vergessen’ (…)“ • https://t1p.de/wrm6 (online bis 21.09.2019)

22.08.2019 • DLF Kultur – Kompressor:
NEUROTISCHE KATZE TRIFFT AGGRESSIVE MAUS – George Herrimans Comic „Krazy Kat“ • 14 min • Moderator Timo Grampes im Gespräch mit Alexander Braun, dem Herausgeber von „Krazy Kat – Die kompletten Sonntagsseiten in Farbe 1935–1944“ (Taschen) • „(…) Das Besondere des jetzt veröffentlichten Buches: Es sind sämtliche ‚Krazy Kat‘- Episoden in Originalgröße und Farbe gedruckt – nach Scans von Originalzeitungsseiten –, begleitet von einer umfangreichen Biografie George Herrimans, die gleichzeitig als eine profunde Kulturgeschichte des frühen Comics daherkommt“ • https://t1p.de/vuy6 (online bis 19.01.2038)

24.08.2019 • rbbKultur Radio:
„ADVENTURE HUHN“ BEIM KINDER-COMIC-TAG BEI MODERN GRAPHICS IN BERLIN • 5 min • Andreas Knaesche im Gespräch mit der Comic-Künstlerin Franziska Ruflair über „Adventure Huhn“ (avant) • „Beim Kinder-Comic-Tag im Comicladen Modern Graphics in Berlin-Prenzlauer Berg gibt es am morgigen Sonntag den ganzen Tag lang Comiclesungen, Workshops und andere Aktionen. Außerdem wird die Mainzer Comic-Künstlerin Franziska Ruflair ihren frisch erschienenen Comic ‚Adventure Huhn‘ vorstellen“ • https://t1p.de/40q7 • https://t1p.de/ggw6 (Audio-Datei, online bis 01.09.2019)


PRESSESCHAU

08.2019 • Amnesty Magazin 99 – Sektion Schweiz:
IN DER HÖLLE VON KIVU • 500 Wörter • von Emilie Mathy im Gespräch mit dem Comic-Szenaristen Jean Van Hamme über sein Album „Kivu“ (Splitter): „(…) Ich habe mich auf reale Fakten gestützt und habe, um sie zugänglicher zu machen, eine fiktive Figur in der Person von François geschaffen – einen naiven jungen Ingenieur, der bei einem imaginären multinationalen Unternehmen beschäftigt ist. Mit seinen Augen entdecken wir allmählich die Hölle von Kivu. Das Buch soll den Wunsch wecken, mehr über die dortige Lage zu erfahren. Der Zeichner Christophe Simon war vor Ort. Er hat die Schrecken mit eigenen Augen gesehen (…)“ • https://t1p.de/wtm3 (Seite 36 im PDF)

08.2019 • Amnesty Magazin 99 – Sektion Schweiz:
BEOBACHTERIN IN PUTINS REICH • 300 Wörter • über die Ausstellung „Victoria Lomasko. Other Russias“ (Cartoonmuseum Basel, bis 10.11.2019): „(…) Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sich Lomasko in diversen Organisationen für Menschenrechte, zum Beispiel mit Zeichenworkshops für in Russland inhaftierte Jugendliche. Die Künstlerin wird einen Monat im Atelier Mondial der Christoph-Merian-Stiftung arbeiten und im Cartoonmuseum Basel Wandbilder für die Ausstellung anfertigen“ • https://t1p.de/wtm3 (Seite 38 im PDF)

17.08.2019 • taz.die tageszeitung:
LIMITED EDITION: SEELENLEBEN AUS DEM KOPIERER • 500 Wörter • von Jan-Paul Koopmann • „(…) Zines sind ein sehr persönlicher Rahmen für die Kunst und gerade für Druck­erzeugnisse eine bemerkenswert intime Ausdrucksform. Das gilt – Zwischenfazit sicher nicht nur für die Bremer Szene – für alle bisherigen Folgen der taz-Serie „Limited Edition“. Einer, der diesen Befund ausdrücklich zum Programm erhebt, ist der Comic-Künstler Jeff Hemmer. Und das nicht nur, weil er selbst so unverstellt und direkt zeichnet, sondern weil er in seinen Workshops auch andere dazu ermutigt (…)“ • https://t1p.de/pgde

19.08.2019 • Die Welt:
NICHTS HÖREN, NICHTS SEHEN, NICHT STERBEN … denn keiner will einen neuen „Bellum Gallicum“. Ein exklusiver Einblick in die Welt des neuen „Asterix“-Heftes „Die Tochter des Vercingetorix“ [5/6] • 650 Wörter • von Matthias Heine • „(…) Versteckte Legionäre im Grünen gehören zum Standardrepertoire der ‚Asterix‘-Bände. Oft versuchen sie, sich auf Baumkronen vor den zaubertrankberauschten Kriegern zu retten. Mal erlauschen sie – in ‚Streit um Asterix’ –, dass der Zaubertrank angeblich in die Hände der Römer gelangt sei, und fordern von ihren Vorgesetzten, nun auch damit gedopt zu werden. Meistens bringt ihnen das, was sie da mithören, aber nur Ärger (…)“ • https://t1p.de/pdob

19.08.2019 • Süddeutsche Zeitung & Tamedia-Blätter:
SUPERHELDEN FÜR DIE OHREN • 600 Wörter • Nicolas Freund über die „Avengers“-Hörspiele auf Spotify: “(…) Die Hörspiele sind eine Mischung aus dem Filmton der deutschen Synchronfassung und einem markigen Erzähler, der den Handlungsverlauf erzählt, eben das, was sich nicht aus den O-Tönen ergibt, und der zu den Figuren oft noch einiges an Hintergrundwissen über ihre Geschichten und ihre Verhältnisse zueinander parat hat, was in den rasanten Filmen manchmal etwas untergeht. Selbst für richtig harte Fans lohnt es sich mal reinzuhören, auch wenn man die Filme schon in- und auswendig kennt (…)“ • https://t1p.de/536k

21.08.2019 • Leipziger Volkszeitung:
„ICH DENKE, ALSO SPINN ICH“ – Zum Tod des Zeichners und Cartoonisten Lothar Otto • 400 Wörter • von Rolf Richter • „(…) Mit Lothar Otto hat sich ein wunderbarer Mensch und Zeitgenosse von der Welt verabschiedet, dem alles künstlerische und gekünsteltes Gehabe fremd war, der still und unaufgeregt weit über ein halbes Jahrhundert zahlreiche Menschen mit seinen Arbeiten Freude, Witz und Nachdenken schenkte. Grafische Klarheit, verspielte Naivität, zeichnerisch gekonnt umgesetzte Alltagsphilosophie dominierten in seinen Karikaturen, die nicht nur in der ‚Leipziger Volkszeitung‘, im ‚Eulenspiegel‘, sondern auch in Satirezeitschriften anderer Länder Europas veröffentlicht und in Bulgarien, Belgien, der DDR und Italien mit Preisen bedacht wurden (…)“ • https://t1p.de/7jwq (kostenpflichtig, Genios)

22.08.2019 • Süddeutsche Zeitung & Tamedia-Blätter:
EIN LEBEN • 2750  Wörter • Tanja Rest porträtiert Mohammed el Gharani, den ehemaligen Guantanamo-Häftling aus der Graphic Novel „Guantanamo Kid“ (Carlsen): “(…) ‚Guantanamo Kid‘ ist 2018 erst in Frankreich erschienen, später in Belgien, Großbritannien, den USA – und im Mai auch in Deutschland (Carlsen Verlag). Man sollte meinen, dass ein Buch, das Unrecht so klar illustriert wie dieses, Aufmerksamkeit erregen muss. Aber ganz so ist es nicht. Bei einem Treffen in Paris ist Jêrome Tubiana, der jetzt für Ärzte ohne Grenzen arbeitet, ernüchtert: ‚In Belgien hatten wir gute Presse, in Frankreich passierte praktisch nicht. Deutschland … mal sehen.‘ Bis heute sind auf Kuba noch etwa 40 Menschen inhaftiert. Für die Welt aber ist Guantanamo ein Skandal von gestern (…)“ • https://t1p.de/x0lc (kostenpflichtig)

22.08.2019 • buchreport.express 34/2019:
ZIEHEN AN EINEM STRANG – Comic-Verlag Cross Cult stellt sich neu auf • 300 Wörter • „(…) Der vor allem für seine ‚The Walking Dead‘-Comics bekannte Ludwigsburger Verlag Cross Cult schließt sich beim Vertrieb seines Imprints Manga Cult mit dem Konkurrenten AV Vision zusammen. Der Berliner DVD-Vertrieb mischt selbst unter der Marke Kazé im Manga-Markt mit, in diesem Jahr wurde dafür eine eigene Vertriebsabteilung für die Aktivitäten im Buchhandel aufgebaut. Cross Cult verspricht sich von der Kooperation, die ab September zunächst für alle Novitäten und ab Januar 2020 auch für die Backlist greift, einen deutlich verbesserten Zugang zum Buchhandel für sein vor zwei Jahren gestartetes Manga-Programm (…)“ • https://t1p.de/h2ff (kostenpflichtig)

22.08.2019 • Neue Osnabrücker Zeitung u. Kopfblätter:
VERLÄSST SPIDER-MAN DIE MARVEL-WELT? • 250 Wörter • von Daniel Benedict • „(…) In einer Phase finanzieller Schwierigkeiten hatte Marvel vor Jahrzehnten die Filmrechte an einigen seiner Comic-Helden verkauft; das prominenteste Beispiel war Spider-Man, der seitdem in etlichen Sony-Produktionen zu sehen war. Erst 2016 erreichten Disney – als neuer Besitzer von Marvel – und Sony eine Einigung, die Spider-Mans Rückkehr in den Kreis der Avengers ermöglichte (…) ‚Variety‘ zufolge sah die ursprüngliche Verabredung vor, dass Disney mit fünf Prozent an den Einnahmen beteiligt wird. Für kommende Projekte soll das Unternehmen nun den Wechsel zu einer 50/50-Finanzierung gefordert haben. Dazu war Sony dem Bericht zufolge nicht bereit, woraufhin Disney den Marvel-Chef Kevin Feige als Produzenten abgezogen habe. Die Branchenblätter interpretieren das als Ende von Spider-Mans Geschichte im MCU (…)“ • https://t1p.de/t8b7

22.08.2019 • Die Welt:
SUPERHELD IN FRÜHRENTE • 1100 Wörter • von Florian Gehm & Jonas Schumann • „(…) Bisher sah die Vereinbarung vor, dass Filmproduzent Kevin Feige die kreative Kontrolle über die Blockbuster hat, Sony aber komplett dafür bezahlt. Marvel-Mutter Disney bekam dafür fünf Prozent aller Bruttoeinnahmen – vor allen möglichen Abzügen, fasst das Branchenportal Filmstarts zusammen. Doch angeblich hat Disney dieser Anteil nicht mehr gereicht, der Marvel-Mutterkonzern habe die Kosten und Einnahmen künftig genau durch zwei teilen wollen. Gleichzeitig wollte Disney den Deal auch auf weitere Filme mit Spider-Man-Figuren von Sony erweitern. Dies hätte beispielsweise auch Sony-Charakter Venom ins Marvel Cinematic Universe überführt. Für Sony ein schlechter Deal (…)“ • https://t1p.de/1md2


NETZSCHAU

12.08.2019 • Grober Unfug – Der Blog:
ERNIE COLÓN R.I.P. – Der Co-Creator von „Amethyst“ und „Arak“ wurde 88 Jahre alt • 250 Wörter • von Mike Hasse • „(…) Gemeinsam mit Autor und Comic-Historiker Roy Thomas (…) kreierte er für DC Comics die Sword & Sorcery / Fantasy Serie ‚Arak, Son of Thunder‘ (auf deutsch damals bei Ehapa als ‚Arok‘ im Alben-Format). ‚Amethyst, Princess of Gemworld‘ war eine weitere populäre Fantasy-Serie, die er gemeinsam mit Dan Mishkin und Gary Cohn für DC Comics in den 80er Jahren erfand (auch diese erschien in Deutschland damals im Albenformat bei Ehapa). Colón’s letzte Arbeiten waren aber Adaptionen realer (historischer) Ereignisse; so schaffte es seine (von Sid Jacobson getextete) Graphic Novel-Adaption des „9/11 Commission Report“ sogar auf die Bestseller Liste der renommierten ‚New York Times‘! (…)“ • https://t1p.de/3q0k

15.08.2019 • Comicleser:
FOLGE DEN WOLKEN NACH NORD-NORDWEST, Band 1 • 500 Wörter • Bernd Weigand über den bei Carlsen erschienenen Manga von Aki Irie: „(…) Bis auf den unangenehmen Ausflug nach Japan spielt die Story in Island. Die Insel wurde von der Autorin und Zeichnerin Aki Irie auch selbst bereist, was offenbar großen Eindruck bei ihr hinterließ. Dabei beginnt der Band holprig, ja belanglos. Episoden artig werden die banalen Fälle Keis geschildert. Die Geschichte plätschert so dahin und nimmt erst Fahrt und damit auch Spannung auf, als Kei mit seinem Großvater Jacques in Japan von einer Familientragödie erfährt (…)“ • https://t1p.de/3bzh
Weitere aktuelle Rezension auf Comicleser:
• Bernd Weigand über „Der Mann mit der Maske“ 3 (Bunte Dimensionen) von Serge Lehman, Stéphane Créty & Tiphaine Vaudable
http://www.comicleser.de/

21.08.2019 • Comicgate:
2 X E. T. A. HOFFMANNS SANDMANN • 850 Wörter • Doppelrezension von Gerrit Lungershausen über:
• „Sandmann“ (Edition Faust, 2. Aufl. 2019) von Andrea Grosso Ciponte: „(…) Insgesamt ist die Stimmung des Originals gut getroffen, und die zentralen Motive (etwa die Augen oder das romantische Kernmotiv der künstlichen Automaten) werden wieder und wieder zitiert. Manche Details gehen dabei verloren: Dass Clara am Ende einen ‚grauen Busch‘ sieht, in dem Nathanel Coppelius erkennt, entfaltet seinen Witz nur in Hoffmanns Erzählung, wo Nathanael dessen ‚buschige graue Augenbrauen‘ beschreibt. Bei Ciponte geht dies verloren (…)“
• Sandmann“ (Kult Comics) von Michael Mikolajczak & Jacek Piotrowski: „(…) Hoffmanns Original erzielt seinen wesentlichen Reiz aus den Wechseln der Erzählperspektive, denn es ist eine Erzählung in Briefen, die Nathanel und Clara sich wechselseitig schreiben. Dieses Spiel mit der ‚Perspektive‘, das inhaltlich mit den Ferngläsern, den Augen und den Brillen korrespondiert, haben Mikolajczak und Piotrowski ungemein umsichtig umgesetzt, indem sie dieselben Erlebnisse Nathanaels bzw. Coppelius‘ nacheinander aus beiden Perspektiven erzählen. Dabei werden Originalzitate der Hoffmann-Erzählung immer wieder in neue Kontexte versetzt. Grandios (…)“
https://t1p.de/5ytx

22.08.2019 • NRWision:
KUNSTSTOFF: COMIC-SPEZIAL – Teil 5 – Indie-Comics • 63 min • Audio-Podcast mit Pierre Buiwitt & Nina Lechthoff • „Inspiriert von der ‚Indiebookchallenge‘ dreht sich in dieser Folge von ‚Kunststoff‘ alles um Indie-Comics – Comics abseits des Mainstreams. Das Motto der Challenge für August 2019 ist ‚Lies einen Comic‘. Pierre Buiwitt und Nina Lechthoff sprechen über verschiedene Graphic Novels von unabhängigen Verlagen und Künstlern (…)“ • https://t1p.de/x3cv

24.08.2019 • Gringo Logbuch:
SIEBENTER GEBURTSTAG • 100 Wörter • von Holger Bommer • „Heute vor sieben Jahren, am 24. August 2012, ging unser Gringo Logbuch online. In den vergangenen 364 Wochen sind 910 Beiträge online gegangen, das entspricht einer über die Jahre stetig gehaltenen Quote von ganz exakten zweieinhalb Beiträgen pro Woche. Ja, wir sind ein bisschen stolz darauf… Ein großer Dank geht auch an unsere gezeichneten Mitarbeiter, den wöchentlichen Kurt, den monatlichen Hartmut und den monatlichen Cork, ohne die diese Veröffentlichungsquote natürlich ganz anders aussehen würde (…)“ • https://t1p.de/0pfr


COMIC-TIPPS

22.08.2019 • taz.die tageszeitung:
TOUCHÉ: Volumen-Shampoo • von ©TOM • https://t1p.de/e029

23.08.2019 • zwarwald.de:
ZWARWALD: masterplan • von Leo Leowald • https://t1p.de/qeqs

23.08.2019 • 18metzger.de:
TOTES MEER – Folge 677: Poolroboter • von 18 Metzger • https://t1p.de/gbyv

24.08.2019 • diverse Zeitungen:
HÄRRINGERS SPOTTSCHAU: Schwerpunktverlagerung • von Christoph Härringer • https://t1p.de/ke3f

24.08.2019 • Süddeutsche Zeitung & Stuttgarter Nachrichten:
FUSSBALLGÖTTER: Nutzlos • von Guido Schröter • https://t1p.de/4ga3


CARTOON-TIPPS

20.08.2019 • twitter.com/kimschmidtcomic:
UMWELTSAU! • von Kim Schmidt • https://t1p.de/v85a

22.08.2019 • twitter.com/hauckundbauer/:
MÖBLIERT • von Hauck & Bauer • https://t1p.de/0yds

23.08.2019 • twitter.com/OlisCartoons:
DERMATOLOGEN-COMEDY • von Oli Hilbring • https://t1p.de/q7y1

24.08.2019 • taz.die tageszeitung – wahrheit:
VERSCHÄMTER STELLVERTRETER • von Denis Metz • https://t1p.de/nju6

24.08.2019 • Krieg und Freitag:
SIE KOMMEN! • von Tobias Vogel • https://t1p.de/917m (Instagram)