DRIFTER – ein amerikanischer SF-Comic mit Artwork aus Deutschland

Nic Klein wurde in Düsseldorf geboren, lebte fast zehn Jahre in Kanada und studierte dort und später an der Kunsthochschule Kassel, wo inzwischen einige Comic-Talente geschmiedet wurden. Seit Jahren arbeitet Klein als Buch– und Werbe-Illustrator, aber auch mit beachtlichem Erfolg als Comic-Zeichner für die großen US-Verlage.

Kleins neueste Panel-Serie heißt „Drifter“ und wird von Autor Ivan Brandon geschrieben, mit dem Klein schon „Vikings“ inszenierte. Seit 2014 veröffentlicht der amerikanische Image Verlag „Drifter“ als Teil seiner viel beachteten Offensive eigenständiger Science-Fiction-Titel, zu der auch der Bestseller „Saga“ gehört. Jetzt gibt es bei Cross Cult eine deutsche Fassung von „Drifter“, in dem Klein Einflüsse aus der Verfilmung von Philip K. Dicks „Blade Runner“ genauso verarbeitet wie seine aus Kindheitstagen stammende Sympathie für „Star Wars“.

Der erste „Drifter“-Band „Crash“ zeigt Abram Pollux, der auf einem rauen Planeten bruchlandet und dort mit allerhand seltsamen Typen und Aliens zusammentrifft. Klein und Brandon sorgen für massig Wild-West-Feeling im fremden Staub, wo Pollux seinen Erinnerungen nachjagen und diversen Gefahren die Stirn bieten muss …

„Drifter“ hat dabei geschafft, was Kleins Arbeit an Marvel-Top-Serien wie „Thor – Gott des Donners“ oder „Captain America“ nicht mit ähnlicher Durchschlagskraft vermochte: Die deutsche Szene richtet das Spotlight aktuell voller Interesse und nicht zuletzt Stolz auf den Kasseler Künstler.

Neben der regulären Hardcover-Ausgabe von „Drifter“ existiert noch eine auf 222 Exemplare limitierte Vorzugs-Ausgabe mit Variant-Cover und signiertem, nummerierten Druck, die allerdings bereits verlagsvergriffen und wenn, dann nur noch im Einzelhandel oder gar antiquarisch erhältlich ist.

Hier gibt es eine Leseprobe, hier einen Trailer.

Ivan Brandon, Nic Klein: Drifter 1: Crash. Cross Cult, Ludwigsburg 2015. 128 Seiten, 25,00 Euro