Vortrag: Der Nationalsozialismus im Comic

Aus dem Youtube-Kanal des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, Beitrag vom 12.11.2025:

Vorträge und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christine Gundermann, Hannah Brinkmann und David von Bassewitz
Moderation: Dr. Stephanie Bohra

Eine Veranstaltung des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors, gemeinsam mit dem Schulmuseum Nürnberg vom 11. November 2025

0:00 Begrüßung
3:25 Christine Gundermann
29:59 Hannah Brinkmann
50:41 David von Bassewitz
1:12:19 Gespräch

Art Spiegelmans „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden“ (die englische Originalausgabe erschien 1986) hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich Comics bzw. Graphic Novels zu einem anerkannten Medium der Geschichtsdarstellung entwickelt haben. Seit gut dreißig Jahren erscheinen zahlreiche Graphic Novels zum Nationalsozialismus. In vielen Gedenkstätten und Museen werden Comics inzwischen in die Bildungsarbeit einbezogen. In ihrem Vortrag gibt Christine Gundermann einen Überblick über die Geschichte des Genres Geschichtscomic und diskutiert auch die besonderen Möglichkeiten, die dieses Medium bietet. Hannah Brinkmann und David von Bassewitz geben Einblicke in die grafische Gestaltung ihrer Werke, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Christine Gundermann ist Professorin für Public History am Historischen Institut der Universität zu Köln. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören populäre Formen von Geschichte mit Schwerpunkt Comicforschung. Zuletzt veröffentlichte sie den Aufsatz „Zwischen Personifizierung und (Multi-)Perspektivität. Geschichtsdidaktische Überlegungen zur Arbeit mit Comics in Gedenkstätten“ (2025).

Hannah Brinkmann arbeitet als Grafikerin, Autorin und Comic-Zeichnerin. Zu ihren Veröffentlichungen gehören die Graphic Novel „Gegen mein Gewissen“ (2017) und die Comic-Kurzgeschichte „Hitler vor Gericht“ (2023). 2024 erschien ihre zweite Graphic Novel „Zeit heilt keine Wunden“ über den Shoah-Überlebenden Ernst Grube.

David von Bassewitz ist als freischaffender Künstler und Illustrator tätig. Zu seinen Werken gehört die Graphic Novel „Stockhausen. Der Mann, der vom Sirius kam. Die Biografie über einen Pionier der elektronischen Musik“ (2022), in der die Kindheit und Jugend Stockhausens in der NS-Diktatur ausführlich behandelt wird. Für die Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ hat er die Illustrationen angefertigt.

Stephanie Bohra ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Bildungsprogramms der Stiftung Topographie des Terrors.