Vortrag: Der Nationalsozialismus im Comic
Vorträge und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christine Gundermann, Hannah Brinkmann und David von Bassewitz
Vorträge und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christine Gundermann, Hannah Brinkmann und David von Bassewitz
Ein Baum soll auf einem Berliner Schulhof gefällt werden, und schon gibt es Aktivisten, die sich für diesen Baum interessieren. Um diesen Grundkonflikt hat Joris Bas Backer den Comic „Baumschatten“ gezeichnet, der deutlich macht, wie komplex politisches Engagement sein kann
Von ANDREA HEINZE
In „Krimi“ nähern sich die französischen Comic-Künstler Alex W. Inker und Thibault Vermot Fritz Langs berühmtem Spätwerk der Weimarer Republik „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ mit dokumentarischem Spürsinn und erzählerischen Freiheiten
Von WOLFGANG NIERLIN
Die Journalistin Sara Dellabella und der Comiczeichner Alessio Lo Manto erinnern in ihrer Graphic Novel „Die Irrfahrt der St. Louis“ an die vergebliche Flucht der jüdischen Passagiere des Hapag-Dampfers vor dem Terror der Nationalsozialisten
Von BERND WEIGAND
Aktuelle Comics von Paco Roca, Birgit Weyhe, Roberto Grossi und Sarah Hübner im Spannungsfeld von Erinnern und Vergessen, Verleugnung und Bewusstwerdung vergangener Kämpfe und gegenwärtiger Krisen
Von MARIO ZEHE
Sie war „Die Sünderin“, Schauspielerin, Schriftstellerin und eine der erfolgreichsten Chanson-Sängerinnen des Nachkriegsdeutschlands: Hildegard Knef. Im Dezember wäre sie 100 Jahre alt geworden. Moritz Stetter hat ihr Leben in einer Comicbiografie nachgezeichnet
Von ANDREA HEINZE
In Birgit Weyhes „Schweigen“ geht es um deutsche Staatsbürgerinnen, die in der argentinischen Militärdiktatur verschleppt wurden und vom Auswärtigen Amt keine Unterstützung bekamen. Im Interview spricht die Hamburger Comiczeichnerin über die Hintergründe ihres neuen Sachcomics
Ernst Grube überlebte die Shoah. In den 1950ern wurde er wegen seiner KPD-Mitgliedschaft von dem NS-Richter Kurt Weber verurteilt. In „Zeit heilt keine Wunden“ zeigt Hannah Brinkmann den unterschiedlichen Umgang mit Tätern und Opfern des Nationalsozialismus in der BRD
Von JONAS ENGELMANN
Keiji Nakazawas autobiografischer Manga „Barfuß durch Hiroshima“ beschreibt das Leben eines Kindes im Ausnahmezustand
Von MICHAEL SAAGER
Comics können herausragend und differenziert von Geschichte erzählen. Das zeigen die neuen Bücher von Paco Roca, Rodrigo Terrasa und Isabel Kreitz
Von CHRISTOPH HAAS
Channa Maron war Israels „Königin der Bühne“. 1933 floh sie mit ihrer Familie und lebte in Palästina. 1970 wurde sie Opfer eines palästinensischen Terroranschlags in München. Dennoch setzte sie ihre Schauspielkarriere fort und engagierte sich für den Friedensprozess. Barabar Yelin und David Polonsky haben in „Vor allem eins: Dir selbst sei treu“ ihre wichtigsten Lebensstationen festgehalten
Von JONAS ENGELMANN
Luz lässt uns als Otto Muellers Gemälde „Zwei weibliche Halbakte“ auf die Nazis blicken, James Tynion IV setzt seine preisgekrönte Invasionsstory „Das Haus am See“ fort, Guillaume Singelin hat mit „Frontier“ den vielleicht besten SF-Comic des Jahres vorgelegt. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN
In seinem ersten Comic „Aale und Gespenster“ beschäftigt sich Marius Schmidt mit der Versenkung der „Cap Arcona“ 1945, die zivilen Opfer und den Versuch, zu verdrängen
Von IMKE STAATS
Comiczeichnerin Isabel Kreitz spricht über ihre neue Graphic Novel „Die letzte Einstellung“, die von der UFA unter Goebbels, vom letzten großen Propagandafilm und den Mitläufern des NS-Regimes erzählt
Auf Deutschlandfunk: Isabel Kreitz spricht über ihre neue Graphic Novel „Die letzte Einstellung“
Michel Hazanavicius‘ Animationsfilm „Das kostbarste aller Güter“ erzählt von der Barbarei des Holocaust mit nur vordergründig naiven Methoden. Jetzt ist der Film auf DVD erschienen
Von WOLFGANG NIERLIN
Auf der im Mai 2023 stattfindenden Tagung untersuchte man die Fragestellung, inwiefern Comics für Schulen, Bildungsarbeit, Pädagogik, Universitäten und Gedenkstätten zur historischen und gesellschaftspolitischen Erinnerungsarbeit eingesetzt werden können. Sämtliche Vorträge sind auch online zu sehen
Birgit Weyhe hat sich in „Schweigen“ ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte vorgenommen. Es geht um deutsche Staatsbürgerinnen, die in der argentinischen Militärdiktatur verschleppt wurden und vom Auswärtigen Amt keine Unterstützung bekamen
Von ANDREA HEINZE
Julian Voloj, Friedhelm Marx und Magdalena Adomeit rekapitulieren in einer Comicbiografie Thomas Manns zehntägige Deutschlandreise im Jahr 1949
Von HOLGER BACHMANN
Marius Schmidt thematisiert in seinem Graphic-Novel-Debüt „Aale und Gespenster“ den Untergang der Cap Arcona am 3. Mai 1945. Ein Gespräch über die hiesige Gedenkkultur und ästhetische Entscheidungen
Mehrere Neuerscheinungen blicken zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, ergründen aber auch die Ursprünge von Wissenschaft und die Geheimnisse des Universums
Von KARIN KRICHMAYR
Der französische Comickünstler Luz ist in seiner Heimat ein Star. Aktuell ist seine Graphic Novel „Zwei weibliche Halbakte“ erschienen, in der er die Geschichte des gleichnamigen Bildes von Otto Mueller erzählt – und damit auch die Geschichte der Kunstverfolgung unter den Nationalsozialisten
Von ANDREA HEINZE
Francine R. wurde während der deutschen Besatzung Frankreichs als Mitglied der Résistance von der Gestapo verhaftet und im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. Der französische Zeichner Boris Golzio erzählt ihre Geschichte in einem bemerkenswerten Oral-History-Comic-Dokument
Von EKKEHARD KNÖRER
Amy Kurzweil, Tochter des Computerpioniers Ray Kurzweil, und Gamedesigner Jordan Mechner suchen in zwei aktuellen Graphic Novels nach ihren jüdischen Wurzeln in Wien
Von KARIN KRICHMAYR
80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: In dem biographische Comic „Adieu Birkenau“ spricht die Shoah-Überlebende Ginette Kolinka über ihre Zeit im Konzentrationslager
Von WOLFGANG NIERLIN
80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz: Regina Voss stellt auf Deutschlandfunk Kultur drei neue Graphic Novels zum Thema vor
In der dokumentarischen Graphic Novel „Columbusstraße“ beleuchtet Comiczeichner Tobi Dahmen die Rolle seiner Familie im Nationalsozialismus
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Eine Auswahl aktueller Comics – mit neuen Blickwinkeln auf Wissenschaftsgeschichte und Biografien bemerkenswerter Persönlichkeiten
Von KARIN KRICHMAYR
„Am liebsten mag ich Monster“ heißt Emil Ferris‘ spätes Comicdebüt, das vor fünf Jahren alle wichtigen Branchenpreise abräumte. Es ist das gezeichnete Tagebuch der kleinen Karen Reyes aus dem Chicago der 1960er Jahre, in dem sie ihren Alltag und die Abgründe der verarmten Milieus aufzeichnet. Nun ist der zweite Teil erschienen
Von ANDREA HEINZE
Die gezeichnete „Madeleine-Trilogie“ ehrt den Kampf der Frauen im Widerstand gegen die Nazis
Von JONAS ENGELMANN
Ein Feature des ORF, u. a. über Art Spiegelmans „Maus“
Comiczeichner Tobi Dahmen präsentierte in der Stadtbibliothek Stuttgart seine neue Graphic Novel „Columbusstraße“. Ein Mitschnitt des Künstlergesprächs
In einer Spezialausgabe des Videocast „I am Nerd“ sprach Comicwissenschaftlerin Véronique Sina ausführlich über einen ihrer Forschungsschwerpunkte: die Shoah im Comic
Am 6. April 1944 nahm sich der „Vater und Sohn“-Zeichner Erich Ohser alias e.o.plauen in seiner Gefängniszelle das Leben. Wegen regimekritischer Aussagen drohte ihm am selben Tag das Todesurteil des Volksgerichtshofs
Von ANDREAS C. KNIGGE
Barbara Yelin erzählt in einer meisterlichen Graphic Novel die Geschichte Emmie Arbels. Von den Begegnungen mit der heute 86-jährigen Frau in Israel schweifen die Bilder zurück zu einer Kindheit im Holocaust
Von CHRISTOPH HAAS
Die mehrfach ausgezeichnete Comiczeichnerin Barbara Yelin hat sich über drei Jahre mit Emmie Arbel getroffen, die als Kind das Konzentrationslager in Ravensbrück überlebt hat. Daraus ist die Biografie „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“ entstanden
Von ANDREA HEINZE
Der israelischen Regisseur und Comicautor Ari Folman hat seine Graphic Novel „Wo ist Anne Frank“ als Animationsfilm adaptiert und erinnert darin an die gegenwärtige Kontinuität von Vertreibung, Flucht und Ausschließung. Nun ist der Film auch in der ARD-Mediathek zu sehen
Von WOLFGANG NIERLIN
Barbara Yelin über ihre neue Graphic Novel „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“, das Zeichnen als Sichtbarmachen, die Stummheit der Mitläufer*innen und die Bedeutung des Erinnerns im Angesicht des anwachsenden Antisemitismus
Wie sich poststrukturalistische Theorien von Politik und Gesellschaft in Bilderbüchern niederschlagen
Von MARIO ZEHE
Comics können das Unfassbare darstellen wie kaum ein anderes Medium – und werden zur Bildfläche für die Berichte der letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
Von KARIN KRICHMAYR