Graphic Novel




Mein Papa, der Verschwörungstheoretiker

Verschwörungstheorien und ihre Anhänger sind eine Herausforderung für die Gesellschaft – und für ihre Familien. Das zeigt Ika Sperling in ihrem autobiografisch inspirierten Comic „Der Große Reset“
Von ANDREA HEINZE


Keine Identifikation möglich

Duca Lamberti war der erste wirklich moderne „Held“ der italienischen, wenn nicht gar europäischen Kriminalliteratur. Jetzt kann man ihm auch in Paolo Bacilieris Graphic Novel „Private Venus“ nachspüren
Von THOMAS WÖRTCHE



Töchter mit Geheimnissen

Die Romantic Comedy lebt: Die französische Zeichnerin Lucie Bryon erzählt in der Graphic Novel „Diebin“ von jungen Frauen und Klassengegensätzen
Von CHRISTOPH HAAS


Horizontales Geerbe

Die Berliner Comiczeichnerin Tina Brenneisen ist mit dem Comic „Das Licht, das Schatten leert“ bekannt geworden, in dem sie den Tod ihres Babys verarbeitet. Nun hat sie mit „Oblomowa“ einen Klassiker der russischen Literatur adaptiert
Von ANDREA HEINZE




Empowerment und queere Lebenswege

Vor zehn Jahren hat der Schwede Elias Ericson seinen ersten Comic über trans Menschen veröffentlicht und war damit ein Wegbereiter für dieses Thema. Kürzlich ist sein neues Werk „Diana & Charlie“ erschienen, in dem Ericson die Coming-of-Age-Geschichte von zwei queeren Teenagern erzählt
Von ANDREA HEINZE


Serienkiller Superstar

In „Schon gehört, was Ed Gein getan hat?“ dokumentieren Harold Schechter und Eric Powell nüchtern und analytisch die Taten des Plainfield Ghoul – und ihr kulturelles Echo
Von HOLGER BACHMANN


Auch Quark ist manchmal nur ein schöner Traum

Einblicke in ihr wildes Nachtleben gewährt die Hamburger Comic-Künstlerin Jul Gordon mit ihrem neuesten Werk. „Der Frischkäse ist im ersten Stock“ ist ein gezeichnetes Traumtagebuch
Von IMKE STAATS


Paranoide Zeiten

Der Comickünstler Liam Francis Walsh ist hauptsächlich für seine Cartoons im „New Yorker“ bekannt. Seine All-Age-Graphic-Novel „Red Scare“ um ein an Polio erkanktes Mädchen, das in den paranoiden USA der 50er Jahre Superkräfte entwickelt, ist eine kluge SF-Erzählung über kollektive Xenophobie, die auch heutige Gesellschaftsprozesse im Visier hat
Von KLAUS N. FRICK


Hakenkreuze im Klassenzimmer

In seiner Comic-Autobiografie „Die Synagoge“ erzählt Joann Sfar von einer Jugend in Nizza zwischen Neonazis, Kung-Fu und Alltagsantisemitismus – mit frappanten Parallelen zu heute
Von KARIN KRICHMAYR


Intimes Porträt einer Shoah-Überlebenden

Die mehrfach ausgezeichnete Comiczeichnerin Barbara Yelin hat sich über drei Jahre mit Emmie Arbel getroffen, die als Kind das Konzentrationslager in Ravensbrück überlebt hat. Daraus ist die Biografie „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“ entstanden
Von ANDREA HEINZE


Klasse, Kampf & Comic

Über Klassismus, migrantische Arbeiter, die (Un-)Möglichkeit des sozialen Aufstiegs und die Überwindung des Kapitalismus. Empfehlenswerte Polit-Comics von Eva Müller, Joris Mertens, Claire Alet, Benjamin Adam und Baru
Von MARIO ZEHE


Nie wieder Opfer sein

Comic.de-Autorin Andrea Heinze im Gespräch über Joann Sfars neue Graphic Novel „Die Synagoge“ in Deutschlandfunk


Besucher im Outback

Fasziniert von der Fremde: Jan Bauer erzählt in seiner Graphic Novel „Unter rotem Staub“ von seinen autobiografischen Australien-Exkursionen
Von IMKE STAATS


„Sprechen ist eine Form der Gegenwehr“

Barbara Yelin über ihre neue Graphic Novel „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“, das Zeichnen als Sichtbarmachen, die Stummheit der Mitläufer*innen und die Bedeutung des Erinnerns im Angesicht des anwachsenden Antisemitismus


Mit Zeichnungen für die Schwachen eintreten

Der türkische Zeichner Ersin Karabulut legt mit „Das Tagebuch der Unruhe“ einen autobiografischen Comic vor, der Erdoğans Regierungszeit keineswegs in einem glänzenden Licht zeigt
Von ANDREA HEINZE


Zur Strafe in die Kuschelkammer

„Blankets“ von Craigh Thompson ist einer der schönsten Comicromane aller Zeiten. Im Reprodukt Verlag erscheint nun eine Jubiläumsausgabe
Von MICHAEL SAAGER


Im Westen so bunt

Sandra Rummlers Debütcomic „Seid befreit“ übers Aufwachsen in der DDR und zur Wendezeit erzählt von Befreiung und Entwurzelung zugleich
Von CHRISTOPH HAAS


Rätselhafte Bildwelten

Anke Feuchtenberger gehört zu den einflussreichsten Comic-Künstlerinnen Deutschlands. Weil sie einen sehr eigenen, bildgewaltigen Stil erschaffen hat. Und weil sie als erste deutsche Comic-Professorin an der HAW Hamburg seit 26 Jahren den Comic-Nachwuchs prägt. Nun ist mit „Genossin Kuckuck“ ihr umfangreichstes Werk erschienen
Von ANDREA HEINZE



Die Wirklichkeit bewahren

Der französische Comiczeichner Stéphane Lemardelé schaut in „Das Storyboard von Wim Wenders“ dem Filmemacher nicht nur auf dem Set über die Schulter
Von WOLFGANG NIERLIN





Der Astronaut im Spukhaus: kein Ring da

Sammy Harkham verbeugt sich vor dem Grindhouse-Kino der 70er Jahre, Jeff Lemire arbeitet an einem weiteren Horror-Komplex, Kate Beaton dokumentiert den Raubbau der Ölindustrie. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics des zweiten Jahresviertels
Von SVEN JACHMANN





Keine guten Ausssichten

Großstadttristesse und die illusorische Hoffnung aufs kleine Glück: In Joris Mertens‘ tragikomischer Crime-Erzählung „Das große Los“ spült der Regen die Zukunft davon
Von KLAUS N. FRICK



Eine Emanzipationsgeschichte

Elena Ferrante beschreibt in ihrer Romantrilogie „Meine geniale Freundin“ zwei ungleiche Freundinnen, die aus ihrem armen neapolitanischen Stadtviertel ausbrechen wollen. Nun ist eine Comic-Adaption erschienen
Von ANDREA HEINZE


Ein Verkehrsopfer kommt selten allein

In seiner Graphic Novel „Zwei bleiben“ zeigt der US-amerikanische Comickünstler Jordan Crane die Mechanismen der Trauerarbeit in Paarbeziehungen
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN




Leben im Klima-Kollaps

Amerikas Dust Bowl: Die niederländische Comickünstlerin Aimee de Jongh zeigt in „Tage des Sandes“ ein frühes Beispiel des menschengemachten Klimawandels
Von BERND WEIGAND