Kritik

Von Freunden und Feinden

Nach zahlreichen Verschiebungen wird das „Venom“-Sequel nun auch auf deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein. Panini hat eine schmale Auswahl an Titeln zu den beiden Monster-Symbionten Venom und Carnage veröffentlicht
Von MATTHIAS PENKERT-HENNING


Vom Leben im 17. Jahrhundert

Die Barockdichterin Sibylla Schwarz ist heute nahezu vergessen. Max Baitinger hat mit „Sibylla“ eine Biografie gezeichnet, die zugleich die politische Lage und Mentalität des 17. Jahrhunderts verdichtet
Von ANDREA HEINZE


Revierkämpfe

Grégory Panacciones stumme Erzählung „Mein Freund Toby“ ist ein elegisches Stück Comic-Kunst
Von HOLGER BACHMANN


What is Love?

Liv Strömquists „Der Ursprung der Liebe“ ist ein toller Comic über das Verhältnis von Liebe und Macht, leider nicht immer ganz auf der Höhe der Zeit
Von MARIO ZEHE


Spannend auf allen Ebenen

In Fred Vargas und Edmond Baudoin Noir-Erzählung „Das Zeichen des Widders“ müssen Text und Bild stets neu untereinander ausmachen, wer gerade die narrative Oberhoheit hat – ein gelungener Konflikt
Von THOMAS WÖRTCHE


Bloß raus hier

Systemische Gemeinheiten: Riad Sattoufs Comicchroniken „Der Araber von morgen“ und „Esthers Tagebücher“
Von SVEN JACHMANN



Kita im Untergrund

In „New York Cannibals“ kämpfen sich Jerome Charyns und Francois Boucqs Protagonisten aus „Little Tulip“ durch das New York der 90er Jahre
Von BERND WEIGAND


Das Politische kaum erfasst

Die Comicreihe „Marshal Bass“ macht einen der ersten schwarzen Deputy US Marshals zum Titelhelden. Ein wenig fehlt allerdings das Gespür fürs Politische am Thema
Von MARIO ZEHE


Die Leiden des Zöglings Bernhard

In „Die Ursache“ rechnet Thomas Bernhard mit den Schrecken seiner Internatszeit ab. Lukas Kummers Graphic Novel findet dafür eine gewaltige Bildsprache. Nun erscheint mit „Der Atem“ der dritte Band
Von KARIN KRICHMAYR


Im Weltraum hört dich niemand weinen

Mathieu Bablets Welt in „Shangri-La“ ist weder schön noch neu, sondern kalt und künstlich. Politisch ist seine SF-Graphic Novel ziemlich wuchtig
Von BERND WEIGAND


Die Last des Zeichners

Léo Malet als Comic, sogar sein Hauptwerk „Die Schwarze Trilogie“. Aber nicht von Jacques Tardi gezeichnet und inszeniert. Kann das gutgehen?
Von THOMAS WÖRTCHE


Streifzug durch die Ära Merkel

Klaus Stuttmann zeichnet Angela Merkel, seit sie vor mehr als 30 Jahren die politische Bühne betreten hat. Zum Ende ihrer Kanzlerschaft hat er sich noch einmal sein 2018 erschienenes „Merkelbilderbuch“ vorgenommen
Von ANDREA HEINZE


Von Wertham zu Dragman

Steven Applebys „Dragman“ ist ein männlicher Superheld in Frauenkleidern. Lange ist das Genre nicht mehr so intelligent gegen den Strich gebürstet worden
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Kein Platz an der Sonne

Jan Bachmanns „Der Kaiser im Exil“ ist eine grandiose Geschichtsgroteske über die Zeit Wilhelms II. in seinem ersten niederländischen Exilort Schloss Amerongen
Von MARIO ZEHE


Funktionieren

Guy Delisles neueste Comicreportage „Lehrjahre“ erzählt vom Fabrikalltag
Von JONAS ENGELMANN


Quer durch die Neurosenzonen Frankreichs

Barus „Autoroute du soleil“ ist der schlagende Beweis, wie überzeugend und substantiell Kunst sein kann, die etwas zu erzählen hat. Jetzt hat Reprodukt den Klassiker neu aufgelegt
Von THOMAS WÖRTCHE


Hör mal, wer da hämmert

„Bigfoot“ ist ein Horrorcomic voller zivilisatorischer Hybris – in seinem Spätwerk übt sich Richard Corben als Familienaufsteller
Von SVEN JACHMANN


Globalisierung im Schtetl

James Sturms Comic „Markttag“ ist ein gelungenes Porträt jüdischen Lebens im Osteuropa des frühen 20. Jahrhunderts
Von JONAS ENGELMANN


Nüchtern und ohne Personenkult

Die Geschichte von Widerstandsbewegungen war lange vom Blick der 68er-Generation geprägt. Lea Loos‘ Comic „Widerstand ist zwecklos – Nein!“ zeichnet diese Geschichte aus der Perspektive der „Fridays for Future“-Generation
Von ANDREA HEINZE


Portlands dunkle Seite

Magnum kann in Rente bleiben, Detektivin Dex Parios rührt sich jeden sprücheklopfenden Privatschnüffler locker ins Konterbier
Von BERND WEIGAND



Am Ende ist Krieg

Jean-Patrick Manchette, Krimi-Ikone der Linken, ist 1995 gestorben. Sein Programm bleibt aktueller denn je, und Comics wie „Blutprinzessin“ halten die Flamme am Brennen
Von THOMAS WÖRTCHE


Mama Papa Zombie

Das Horror-Trio Stephen King, George A. Romero und Bernie Wrightson verbeugt sich in „Creepshow“ vor den alten EC Comics
Von HOLGER BACHMANN


Der König und sein Keller

Was Tom King und Mitch Gerads anpacken, wird zu Gold: Sowohl „Sheriff of Babylon“ als auch die Eisner-Award-prämierte Miniserie „Mister Miracle“ haben Comicfans begeistert. Bei „Strange Adventures“ wird das nicht anders sein
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Gegen Scheiß-Jobs

In „Von unten“ zeigt Daria Bogdanska das üble Los illegal Beschäftigter in einem alternativen Viertel Malmös
Von MARIO ZEHE



Scary Tales

„Snow, Glass, Apples“, „Rotwölfchen“ und „Elma“ – drei Comics, die auf die Macht und Verführbarkeit von Erzählungen hinweisen und als moderne Märchen ein Kernthema unserer Zeit bedienen
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Vorwärts nimmer!

Die große Regression als unendlicher Spaß – Comickünstler Henning Wagenbreth dreht in „Rückwärtsland“ am Rad der Zeit
Von MARIO ZEHE


Spitze Nippel, lila Kühe

Zum 75. Geburtstag von Lucky Luke erfindet und zeichnet Ralf König ein Abenteuer des berühmten Cowboys. „Zarter Schmelz“ heißt der Band
Von ANDREA HEINZE


Kraken und erste Küsse

Tony Sandovals „Wasserschlangen“ ist ein beeindruckend schönes und faszinierend verwirrendes Phantastik-Kleinod
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Unlucky Loser

Noah van Sciver zeichnet in „Fante Bukowski“ das Porträt eines schreibenden Ekelpakets
Von JONAS ENGELMANN





Klopf auf Holz

Wenn aus Menschen Bäume werden – Jeff Lemires neue Horror-Miniserie „Family Tree“
Von BERND WEIGAND



Den Berg hinauf

Ein „federleichtes“ Bilderbuch über gelingende Toleranz, doch der Weg dorthin kann steinig, dornig und abgründig sein
Von MARIO ZEHE