Kritik

Kaleidoskop des Unglücks

Der Amerikaner Chris Ware hat die Erzählkunst im Comic revolutioniert. Auch sein 2019 veröffentlichtes Epos „Rusty Brown“ ist ein atemberaubendes Meisterwerk
Von KARIN KRICHMAYR


Roaring Twenties

Bercks und Raoul Cauvins Funny-Klassiker „Sammy & Jack“ erscheint als Gesamtausgabe
Von PETER OSTERIED




Empowerment eines Stotterers

Kürzlich sind die Nominierten für den Max-und-Moritz-Preis bekanntgegeben worden. Dabei ist auch „Who’s the Scatman?“ des Nürnberger Comic-Bloggers Jeff Chi, der damit seinen ersten langen Comic veröffentlicht hat
Von ANDREA HEINZE


Nirgendland

„Nächstes Jahr in“ ist eine lesenswerte Comic-Anthologie über deutsch-jüdische Schicksale, (Nicht-)Orte, Traditionen und Rituale
Von MARIO ZEHE



Aus der Zeit gelöst

In Kurt Vonneguts „Schlachthof 5“ bekommt man eine Ahnung vom Grauen des Krieges. Dafür wendet er eine besondere literarische Technik an. Einer neuen Comic-Adpation des Romans gelingt das über die Form der Bilder
Von GEORG SEESSLEN


17 Harleys und kaum ein Joker

Der Batman-Kosmos verdankt der „Animated Series“ eine seiner interessantesten Figuren: Nach der langen Vorherrschaft des Jokers ist in den letzten Jahren Harley Quinn immer stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Frexit total

François Durpaire und Farid Boudjellal zeigten in „Die Präsidentin“ bereits 2016, was Frankreich erwartet, sollte Marine Le Pen die Wahlen gewinnen
Von MARIO ZEHE



Wie Identität gebildet wird

Priscilla Layne steht für schwarzes Empowerment: Ihre Familie stammt aus der Karibik, sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und ist heute Germanistik-Professorin in North Carolina. Birgit Weyhe hat Laynes Lebensgeschichte aufgezeichnet
Von ANDREA HEINZE




Auf Kosten anderer

Barbara Yelin mit zwei Webcomics über die Ausbeutung „illegaler“ Arbeitsmigrant*innen in Europa
Von MARIO ZEHE




Berühmte Vielschichtigkeit

Hugo Pratts „Corto Maltese“ hatte unter Intellektuellen zahlreiche Fans: Maltese ist ein kulturbeflissener Freigeist, ein Kapitän ohne Schiff, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts um die Welt treiben lässt. Ein neuer Hommage-Band verlegt die Handlung ins 21. Jahrhundert
Von ANDREA HEINZE


Keine Regenerationsorte

Vorgestern har das Festival in Angoulême Julie Doucet den Grand Prix für ihr Lebenswerk verliehen. Ihre Comics sind keine ergebnisoffenen Gesprächsangebote, sondern brillante feministische Kampfansagen
Von SVEN JACHMANN


Bilder, die fast zerbersten

Gestern ist Julie Doucet beim Comicfestival in Angoulême mit dem Grand Prix geehrt worden. Seit über 20 Jahren macht sie leider keine Comics mehr, aber ihre „allerschönsten Comicstrips“ sind weiterhin erhältlich
Von JONAS ENGELMANN


Immer Ärger mit Mafalda

Sarkastisch, politisch, sozialkritisch, revolutionär – wie eine kleine Comicheldin die Welt kommentierte, um sie zu verändern
Von MARIO ZEHE


Zerfallener Tyrann

Fünf Jahre lang hat der französische Zeichner Mathieu Sapin den Schauspieler und Putin-Freund ­Gérard Depardieu für einen Reportagecomic begleitet
Von GEORG SEESSLEN



Bombenangriffe aus Kreide

Straßenkünstler, Hausbesetzer, gefeierter Comiczeichner und Illustrator: Eric Drookers Blick auf Gesellschaft ist radikal humanistisch
Von SVEN JACHMANN


Macht und Erbschaft

Wie kann man das Machtvakuum füllen, wenn der Diktator tot ist? Darum geht es im Comic „The Death of Stalin“ der beiden Franzosen Fabien Nury und Thierry Robin
Von ANDREA HEINZE





Mutmacherbuch für Introvertierte

Schüchternen Menschen fällt der Kommunikationszwang schwer. Die britische Comiczeichnerin Debbie Tung zeigt in ihrem Band „Quiet Girl“: Zurückgezogenheit ist kein Makel ist, sondern ein Bedürfnis
Von ANDREA HEINZE


Sex, Drugs und Emotionen

Die „Freak Brothers“ von Gilbert Shelton sind wieder da. Von Kate Worley und Reed Waller gibt es den deutlich differenzierteren Comic „Omaha“
Von CHRISTOPH HAAS


Orwell, aber keine Männer

2021 hat zwei Science-Fiction-Comics nach Deutschland gebracht, die nicht nur visuell beeindrucken: „Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden und „Shangri-La“ von Mathieu Bablet
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Morgendrama

Der japanische Mangakünstler Naoki Urasawa ist auf der ganzen Welt für seine komplexen Mangaserien bekannt. Jetzt kommt sein aktuelles Werk „Asadora!“ in Deutschland raus
Von ANDREA HEINZE



Über das Böse

Flirt mit dem Nichts. Die sechsbändige Comicserie „Gideon Falls“ wartet mit komplexem und subtilem Horror auf
Von MARIO ZEHE


Grobmaschiger Blickfang

Viel fiction, wenig science: In seiner entrückten Zukunftsvision „Celestia“ gelingt es Manuele Fior, sich jenseits der klassischen Genre-Schubladen einzurichten
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Hipster mit Nackenmatte

Vor gut 200 Jahren schrieb Mary Shelley die romantische Schauergeschichte „Verwandlung“. Die Lübbecker Comiczeichnerin Lara Swiontek hat sie als zeitgenössische Graphic Novel adaptiert
Von ANDREA HEINZE



Der Dandy muss ins Bett

Yslaire untersucht in seiner Graphic Novel „Mademoiselle Baudelaire“ das mitunter toxische Verhältnis zwischen Jeanne Duval und dem französischen Dichter
Von BERND WEIGAND


Eine Suizid-Geschichte

„Fürchtetal“ ist das intime Zeugnis einer kollaborativen Trauerbewältigung. Die Geschwister Markus und Christine Färber erinnern sich künstlerisch an ihren verstorbenen Vater
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN