Kritik





Keine Lust auf Gottes Pläne – „Lincoln“

Gott ist klein, machtlos und zahlt 5000 Dollar, damit zumindest ein Cowboy an ihn glaubt. So wird Gott in „Lincoln“ beschrieben. Der Berliner Theologe Jens Schröter kann den Comics trotzdem einiges abgewinnen
Von ANDREA HEINZE








Ein Orwell-Update – „Schloss der Tiere“

Wie stabilisiert ein Diktator seine Herrschaft und mit welchen Mitteln bringt man ihn zu Fall? In ihrer Fabel erinnern Xavier Dorsion und Comic-Debütant Félix Delep an einen alten Orwell-Stoff
Von HOLGER BACHMANN






Spritzer und Schlieren – „Ich, der Mörder“

Gebildete Serialkiller, die aus den höchsten Gründen morden, gehören zum Grundbestand des „Bösen“ in allen medialen Darreichungsformen. Die Graphic Novel „Ich, der Mörder“ erzählt von einem ganz besonders exquisiten Exemplar
Von THOMAS WÖRTCHE






Wenn die Kränkungen überhandnehmen

Zwei feministische Comics von Julia Bernhard und Nanna Johansson – „Wie gut, dass wir darüber geredet haben“ wurde als bestes deuschsprachiges Debüt mit dem Max & Moritz-Preis 2020 ausgezeichnet
Von SVEN JACHMANN





Mit Nietzsche durch den Dschungel – „Zaroff“

1932 schufen Ernest B. Schoedsack und Irving Pichel mit „Graf Zaroff – Genie des Bösen“ den Prototyp des Survival Movie – 2020 zelebrieren Sylvain Runberg und François Miville-Deschênes Zaroffs Wiederauferstehung
Von HOLGER BACHMANN





Verdachtsfall Ethnie – „They Called Us Enemy“

Nach den Angriffen auf Pearl Harbor deportierte die US-Regierung rund 120.000 japanischstämmige Bürger*innen in Internierungslager. „Star Trek“-Darsteller George Takei erinnert sich an seine Kindheit hinter Stacheldraht
Von SVEN JACHMANN







Völkerball 2068 – „Mechanica Caelestium“

Gilt Völkerball als Totalkapitulation des Sportlehrers vor pädagogischem Anspruch, inszeniert Comiczeichner Merwan in „Mechanica Caelestium“ ein urkomisches Sportfestival mit Öko-Setting
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN