Reprodukt

Einfach nur verschwinden

Welchen Wert hat ein Mensch, der nicht genug verdient, dass er seine Familie ernähren kann? Dieser Frage ist Yoshiharu Tsuge schon vor knapp 50 Jahren in autobiografischen Manga-Episoden nachgegangen. „Der nutzlose Mann“ ist für den diesjährigen Max und Moritz-Preis nominiert
Von ANDREA HEINZE


Judith Vanistendael: Life is about choices

Porträt der belgischen Künstlerin Judith Vanistendael im Rahmen der Wanderausstellung „Vorbilder*innen – Feminismus in Comic und Illustration“, die auf dem diesjährigen Comic-Salon Erlangen zu sehen ist


Alles um dich herum

Matthias Lehmann erzählt in seinem Debüt „Parallel“ vom Leben eines schwulen Mannes im Verborgenen. Sein Comic ist in diesem Jahr für den Max und Moritz-Preis und den GINCO-Award nominiert
Von JONAS ENGELMANN









Keine Regenerationsorte

Vorgestern har das Festival in Angoulême Julie Doucet den Grand Prix für ihr Lebenswerk verliehen. Ihre Comics sind keine ergebnisoffenen Gesprächsangebote, sondern brillante feministische Kampfansagen
Von SVEN JACHMANN


Bilder, die fast zerbersten

Gestern ist Julie Doucet beim Comicfestival in Angoulême mit dem Grand Prix geehrt worden. Seit über 20 Jahren macht sie leider keine Comics mehr, aber ihre „allerschönsten Comicstrips“ sind weiterhin erhältlich
Von JONAS ENGELMANN



Zerfallener Tyrann

Fünf Jahre lang hat der französische Zeichner Mathieu Sapin den Schauspieler und Putin-Freund ­Gérard Depardieu für einen Reportagecomic begleitet
Von GEORG SEESSLEN




Orwell, aber keine Männer

2021 hat zwei Science-Fiction-Comics nach Deutschland gebracht, die nicht nur visuell beeindrucken: „Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden und „Shangri-La“ von Mathieu Bablet
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN








Echte Heldinnen

In „Unerschrocken“ zeigt Pénélope Bagieu, wie furchtlose Frauen gesellschaftliche Vorurteile zerschlagen haben. Einige der Porträts gibt es nun auch als Animationsfilm-Serie in der ARD Mediathek zu sehen, gesprochen von Anke Engelke
Von MARIO ZEHE



Gewalt, Repressionen, Einsamkeit

In seinem fulminanten Debüt „Parallel“ zeichnet Matthias Lehmann das Panorama einer deutschen Gesellschaft, in der Homosexualität geächtet wird und bis 1994 unter Strafe gestellt ist
Von ANDREA HEINZE


Dem Vergessen entreißen

Paco Rocas comicale Mikrohistorie „Rückkehr nach Eden“ beschreibt den Zerfall einer Familie nach Ende des Spanischen Bürgerkrieges
Von MARIO ZEHE



Zur Tür gehen oder lieber weiterlesen?

13 Comic-Empfehlungen zu Halloween. Ein Dossier mit Beiträgen von HOLGER BACHMANN, ANDREA HEINZE, SVEN JACHMANN, KARIN KRICHMAYR, RILANA KUBASSA, GEORG SEESSLEN, SONJA STÖHR und THOMAS WÖRTCHE


Tortour de France

In „Autoroute du Soleil“ zeigt Comicautor Baru den Faschismus in seiner wahren, nämlich immer schon wahnhaften Gestalt
Von MARIO ZEHE


Vom Leben im 17. Jahrhundert

Die Barockdichterin Sibylla Schwarz ist heute nahezu vergessen. Max Baitinger hat mit „Sibylla“ eine Biografie gezeichnet, die zugleich die politische Lage und Mentalität des 17. Jahrhunderts verdichtet
Von ANDREA HEINZE


Bloß raus hier

Systemische Gemeinheiten: Riad Sattoufs Comicchroniken „Der Araber von morgen“ und „Esthers Tagebücher“
Von SVEN JACHMANN


Funktionieren

Guy Delisles neueste Comicreportage „Lehrjahre“ erzählt vom Fabrikalltag
Von JONAS ENGELMANN



Quer durch die Neurosenzonen Frankreichs

Barus „Autoroute du soleil“ ist der schlagende Beweis, wie überzeugend und substantiell Kunst sein kann, die etwas zu erzählen hat. Jetzt hat Reprodukt den Klassiker neu aufgelegt
Von THOMAS WÖRTCHE


Globalisierung im Schtetl

James Sturms Comic „Markttag“ ist ein gelungenes Porträt jüdischen Lebens im Osteuropa des frühen 20. Jahrhunderts
Von JONAS ENGELMANN



Bilder, die bleiben

Guy Delisles „Lehrjahre“ ist das jüngste Beispiel eines Genres, das eine Lücke füllt: Comics als Medium von Journalismus und Reportage
Von GEORG SEESSLEN