Humor


Klimawandel, KI-Debatten und melancholischer Horror

Charles Burns bleibt weiterhin der Beauftragte für die Schatten der Pubertät, Erik Kriek liefert holländischen Folkhorror, Derf Backderf rekonstruiert seine Schulzeit mit Jeffrey Dahmer, und eine Anthologie will zu mehr Klimaaktivismus bewegen. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN


Musikdrama zum Durchblättern

Anna Haifischs „Ode an die Feder“ ist der dritte Teil der Graphic-Novel-Serie um den Künstler „The Artist“. Er ist famos gezeichnet – und mit Stil
Von IMKE STAATS


Als Donald Duck sich verwandelte

Pünktlich zum 100. Todestag von Frank Kafka sind mehrere neue Comics über den Prager Schriftsteller erschienen. Viele von ihnen untersuchen Kafkas Werk nach autobiographischen Motiven – mal mehr, mal weniger gelungen
Von JONAS ENGELMANN


Gaston in der Zeitkapsel

Eigentlich verfügte André Franquin, dass nach seinem Tod niemand die Büroabenteuer seiner Gaston-Figur fortsetzen dürfe. Nach einem langen Rechtsstreit hat der Frankokanadier Delaf nun doch ein neues Album veröffentlicht, in dem die Zeit stehengeblieben ist
Von BERND WEIGAND





Drachenkugeln, Dämonenjäger & Serienkiller

In Leipzig läuft sich die Buchmesse 2024 und damit auch die Manga-Comic-Con, die Convention für Fans von Manga, Anime und Cosplay, warm. Diese feiert ihr 10. Jubiläum. Ein guter Anlass, um fünf arrivierte wie moderne Manga-Klassiker für Einsteiger*innen zu empfehlen
Von ANDREA HEINZE



Horizontales Geerbe

Die Berliner Comiczeichnerin Tina Brenneisen ist mit dem Comic „Das Licht, das Schatten leert“ bekannt geworden, in dem sie den Tod ihres Babys verarbeitet. Nun hat sie mit „Oblomowa“ einen Klassiker der russischen Literatur adaptiert
Von ANDREA HEINZE


Mein Arzt, das Alien

Culture Clash der extraterrestrischen Art: Ein Alien versucht in einer US-amerikanischen Kleinstadt unerkannt als Arzt zu leben. Der Plan gelingt in der gewitzten Comicvorlage zu Chris Sheridans TV-Serie „Resident Alien“, die seit März auf Netflix zu sehen ist, mehr schlecht als recht
Von MATTHIAS PENKERT-HENNIG




Ungekämmt und unrasiert

„Hewligans fiese Frise“ von Peter Milligan und Jamie Hewlett ist eine saulustige Meditation über die Untiefen des Absurden
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Der gute Hirte

Kulturkritiker Georg Seeßlen hat ein Buch über den „veritablen Cash-Cowboy“ und weltweit wohl bekanntesten Comic-Westerner Lucky Luke geschrieben
Von MARIO ZEHE



Serienstars, Serienfamilien und Serienkiller

Héctor Germán Osterhelds und Alberto Breccias Meisterwerk „Mort Cinder“ erscheint als Gesamtausgabe, „Thorgal“, „Valerian & Veronique“, das Marsupilami, die Turtles und die Schlümpfe werden mal mehr, mal weniger modernisiert, und in Kohlhoffs Garten würde auch Jodorowsky lustwandeln. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN



Wer ist Lucky Luke?

Heute, am 1. Dezember, wäre „Lucky Luke“-Zeichner Morris 100 Jahre alt geworden. Über sein künstlerisches Erbe schreibt Comic.de-Autor Georg Seeßlen in seinem neuen Buch „Lucky Luke. Fast alles über den (nicht gar so) einsamen Cowboy und seinen Wilden Westen“. Wir präsentieren einen Auszug


Asterix bei den Hippies

Achtsamkeit und positives Denken bekommen jetzt eins auf die Mütze – eine Abrechnung mit dem „woken“ Zeitgeist?
Von MARIO ZEHE


Sachte geht das Dorf zugrunde

In „Die weiße Iris“ kämpft Asterix gegen gesunde Ernährung und Achtsamkeit und für vergammelte Fische und Massenschlägereien. Kein Witz
Von FLORIAN SCHWEBEL


Mit Zeichnungen für die Schwachen eintreten

Der türkische Zeichner Ersin Karabulut legt mit „Das Tagebuch der Unruhe“ einen autobiografischen Comic vor, der Erdoğans Regierungszeit keineswegs in einem glänzenden Licht zeigt
Von ANDREA HEINZE


Die Mucke ist stabil

In Wilfrid Lupanos Funny-Reihe „Wikinger im Nebel“ sehen sich die Raubeine ziemlich köstlich mit allerlei Sinnfragen der Gegenwart konfrontiert
Von MATTHIAS PENKERT-HENNIG




Mehr Sein als Schein

„Nimona“ ist einer der schönsten Comics, die das moderne Fantasy-Genre zu bieten hat. Heute startet auf Netflix die Verfilmung von ND Stevensons preisgekröntem Werk
Von MATTHIAS PENKERT-HENNING



(K)ein Held der Arbeit

Volker Reiches „Strizz“ ist einer der wenigen deutschen Klassiker des Zeitungsstrips. In der Carlsen-Reihe „Bibliothek der Comic-Klassiker“ ist eine Werkschau erschienen
Von MARIO ZEHE


Ein Muli rettet das Weltwissen

In seiner neuen Graphic Novel „Das Buchmaultier von Córdoba“ erzählt Comicautor Wilfrid Lupano („Die alten Knacker“) eine hochaktuelle und trotzdem schreiend komische Geschichte über den Konflikt zwischen religiöser Machtgier und der Freiheit, die durch Wissen geschaffen wird
Von BERND WEIGAND




Slum Poetry

„Mit dose Kids, society is nix“ – Alexander Brauns Monografie über eine der ersten Comicserien, die Katzenjammer Kids, und die Bedingungen ihrer Entstehung
Von MARIO ZEHE


Runter vom Zauberberg

Die Liebe zu Büchern und die Abgründe des Literaturbetriebs sind der Stoff, über den der Brite Tom Gauld Comic-Strips für den „Guardian“ und den „New Yorker“ zeichnet. Nun legt er mit „Die Rache der Bücher“ den zweiten Themen-Sammelband seiner Buchkunst vor
Von ANDREA HEINZE


Vegane Steaks und Bodenhaltung

Im neuen „Lucky Luke“ geht es wieder um ein aktuelles Thema: Tierschutz. Die wackeligen Plotkonstruktionen sind dem interessanten Setting allerdings nicht gewachsen
Von BERND WEIGAND



Karl May lässt grüßen – Duhamels wilderer Westen

Grimmige Männer in staubigen Hosen, ohne Rasierutensilien, aber mit klaren Vorstellungen von Gut und Böse – wer bei Karl May nach Westernklischees sucht, wird sie finden. In Bruno Duhamels „Falsche Fährten“ wohnen wir der Entzauberung des romantischen Wilden Westens bei
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Ein Dialogroman mit Punkt-Punkt-Strich-Unterstützung

Sehr trocken britisch wird in „Das lange ungelernte Leben des Roland Gethers“ der Krieg als sinnlose Schlachterei vorgeführt, wie überhaupt das Leben als etwas erscheint, in dem die Gethers der Welt wenig bis nichts zu melden haben
Von EKKEHARD KNÖRER