Aus der Veranstaltungsankündigung:
Jüdisches Leben ist kein Spaziergang – aber auch kein Tabu. Seit dem 7. Oktober 2023 sind Antisemitismus, Angst und Polarisierung wieder Alltag. In dieser Situation wird klar: Humor ist nicht automatisch befreiend. Er ist kein Luxus, sondern ein innerer Kompass. Er zeigt, wo etwas weh tut – und wo trotz Bedrohung noch Raum fürs Menschsein bleibt. Er kann trösten, aber auch provozieren und aufrütteln.
In der Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ zeigen jüdische und nicht-jüdische Künstlerinnen und Künstler, wie Cartoons in diesem Spannungsfeld wirken: Zwischen bitterer Ironie, schwarzem Witz und nachdenklicher Leichtigkeit entsteht ein Bild jüdischen Lebens, das weder verklärt noch von Resignation geprägt ist. Die Cartoons öffnen Perspektiven auf Alltag, Identität, Angst und Hoffnung und zeigen: Humor ist auch kein Zeichen von Leichtfertigkeit, sondern ein Ausdruck von Widerstand und Menschlichkeit.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben.
Die Künstler:innen:
Harm Bengen, Stefanie Bräuning-Orth, BURKH, Uli Döring, Tim Oliver Feicke, Andrey Feldshteyn, Annika Frank, Ben Gershon, Katharina Greve, Markus Grolik, Teresa Habild, Hauck & Bauer, Ruth Hebler, Petra Kaster, Keren Keet, Kittihawk, Amy Kurzweil, Dorthe Landschulz, Mario Lars, Bob Mankoff, Nadia Menze, Til Mette, Denis Metz, Mock, Paul Noth, Thomas Plaßmann, Regina Potomkina, Stephan Rürup, ruth__lol, Heiko Sakurai, Chrissie Salz, Bettina Schipping, André Sedlaczek, David Sipress, Klaus Stuttmann, Holger Weyrauch und Miriam Wurster
09.05.2026 bis 19.07.2026
Di bis Sa 12 bis 19 Uhr / So, Feiertage 10 bis 19 Uhr
Caricatura Galerie Kassel
6 Euro / 4 Euro ermäßigt
Abb. oben © Katharina Greve

