THE WITCHER als Comic – und bald als Film?

Seit über 30 Jahren schreibt der polnische Autor Andrzej Sapkowski die vielschichtigen Sword-and-Sorcery-Fantasy-Abenteuer seines Hexers und Monsterjägers Geralt von Riva. Der Buchzyklus besteht aus zwei famosen Kurzgeschichtenbänden und fünf komplexen Romanen. 2015 erschien auf Deutsch unter dem Titel „Zeit des Sturms“ nicht nur ein neuer Hexer-Episoden-Roman, der mit Abstand das beste Fantasy-Buch des Jahres ist, sondern auch „The Witcher 3: Wild Hunt“, der nächste Videogame-Bestseller, der den Stoff aus Sapkowskis außergewöhnlichen literarischen Werken digital verarbeitet.

Seit einiger Zeit gibt es sogar Comics aus der Welt des Hexers, geschrieben von Paul Tobin („Feuer und Stein: Prometheus“) und gezeichnet von Joe Querio („Geschichten aus dem Hellboy-Universum“). Der erste Band („Im Glashaus“), der Ende 2014 von Panini veröffentlicht wurde, präsentiert ein einsteigerfreundliches, brandneues Hexer-Abenteuer; der zweite Band, der Mitte Dezember folgt, kombiniert Elemente aus „Zeit des Sturms“ mit neuen Szenen. In beiden Fällen gilt, dass der Hexer auch in Panel-Form Fantasy für alle Fans von Mike Mignolas Hellboy ist.

Außerdem ist das noch lange nicht das Ende der Witcher-Erfolgsstory, die 1984 mit einer Kurzgeschichte im polnischen Magazin „Fantastyka“ begann. Jetzt soll nämlich noch eine große Verfilmung kommen. Es dürfte nicht allzu schwierig sein, die maue polnische Film-Adaption von 2001 zu toppen, zumal der für das Projekt verantwortliche Tomasz Baginski einiges an Hexer-Erfahrung besitzt – er kümmerte sich schon um die Filmsequenzen und Trailer für die Videogames. Schauen wir mal, was draus wird, Potential ist genug da. Bis es mehr zur angedachten Witcher-Verfilmung zu erzählen gibt, kann man ja fleißig die Bücher und Comics lesen, die Games zocken und mit dem Kompendium zum dritten Teil der Spiele-Serie noch tiefer in deren Welt eintauchen.

Und dem Fantasy-Fan legt man an Weihnachten einfach ein Witcher-Paket mit „Der letzte Wunsch“ und „Das Schwert der Vorsehung“ – den ersten beiden Büchern mit den sensationellen Storys –, dem chronologisch dazwischen spielenden Genre-Highlight „Zeit des Sturms“ und dem ersten Comic „Im Glashaus“ unter die Tanne.

Paul Tobin & Joe Querio: The Witcher 1 – Im Glashaus. Panini, Stuttgart 2014. 132 Seiten, € 16,99

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