Heimat. Eine Besichtigung des Grauens

Aus Anlass des zweijährigen Jubiläum der Premiere brachte das Café hausZwei den Anti-Heimatabend von Thomas Ebermann und Thorsten Mense am 05.04.2021 hier auf die Online-Bühne.

„Mit ihr wird für Zahnpasta und Banken geworben, der Trachtenhandel erzielt Umsatzrekorde und das provinzielle Kostüm enthemmt seine Träger/innen. Je trostloser das Kaff, desto hymnischer hat der Song zu sein, der seinen Liebreiz besingt. So fühlt man sich schonmal wie ein Baum, also tief verwurzelt und unumtopfbar, weil sonst Psyche und Identität Schaden erlitten. Im Namen von Idyll, Harmonie, Tradition, Brauchtum, Familie und weiterer Höllen wird gegen die Fremden und das Fremde zu Felde gezogen. Das und vieles mehr – das Absurde und das Gefährliche – wird an diesem Abend auf Bühne und Leinwand besichtigt und vorgeführt, nachgespielt und kommentiert, analysiert und in die Tonne getreten. Stets parteiisch auf der Seite der historischen und zukünftigen Opfer der Heimat.“