Im orthodoxen Klammergriff – „Glaub mir“
Was religiöse Orthodoxien im Leben junger Menschen anrichten können. zeigt Jutta Pilgrams Graphic Novel „Glaub mir“
Von CHRISTOPH HAAS
Was religiöse Orthodoxien im Leben junger Menschen anrichten können. zeigt Jutta Pilgrams Graphic Novel „Glaub mir“
Von CHRISTOPH HAAS
Was für Missstände herrschen in den Wäldern Europas? Kann man nach dem Tod als KI weiterleben? Und was machen eigentlich die Wechseljahre mit einem? Diese Comic-Neuerscheinungen geben Antworten
Von KARIN KRICHMAYR
Jordi Lafebre hat seinem vielgelobten Krimi „Ich bin ihr Schweigen“ eine Fortsetzung spendiert. Die verrennt sich heillos im Bemühen, der Hauptfigur ganz viel Biografie unterzuschieben
Von TILLMANN COURTH
Bei den Bewohner*innen in Sascha Hommers „Spinnenwald“ ist die Aufklärung längst noch nicht angekommen. Hier wird alles hingenommen, was der Mythos vorsetzt
Von JONAS ENGELMANN
Mary Shelleys „Frankenstein“ ist heute multimedial omnipräsent, aber selten wurde der Stoff so originell in den Comic übertragen wie in David Salas kürzlich erschienener Adaption. Ein Gespräch über die Angst vor dem Anderen und das Menschliche im Monströsen
Von KRISTINE HARTHAUER
40 Jahre nach dem Tod des streitbaren Aktionskünstlers Joseph Beuys legt der Wiener Lenz Mosbacher eine außergewöhnliche Graphic Novel vor, in der Susan Sontag und Ulrike Meinhof mitmischen. Ein Gespräch über Beuys‘ Ambivalenz
Von KARIN KRICHMAYR
Die Figuren in Mia Oberländers zweiter Graphic Novel „Saloon“, die für den diesjährigen Max-und-Moritz-Preis nominiert war, müssen ein langweiliges Familientreffen überstehen. Aber hier läuft alles so herrlich aus dem Ruder, dass Luis Buñuel daran gefallen gefunden hätte
Von TILLMANN COURTH
In ihrer tragikomischen Graphic Novel „Der Traum ist aus, Charly P.“ blickt Comiczeichnerin Lisa Neun zurück auf die BRD der 1980er und seziert den Machismo der Autonomenszene
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Die britische Comickünstlerin Posy Simmonds ist bekannt für ihre eigensinnigen Literaturadaptionen, in denen sie Klassiker bis auf die Essenz entstaubt und zu bitterbösen zeitgenössischen Milieustudien verarbeitet. Nun hat Reprodukt „Tamara Drewe“ neu aufgelegt
Von ANDREA HEINZE
Joonas Sildre sucht in seiner Comicbiografie nach adäquaten Bildern für die Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt, der 1980 aus der Sowjetunion nach Wien geflohen ist
Von JONAS ENGELMANN
„Ich will nicht arbeiten“: Nele Jongeling zeichnet die junge Generation mit ihren Problemen beim Einstieg in die Arbeitsgesellschaft
Von JÜRGEN KIONTKE
Lee Lais Debüt „Steinfrucht“ wurde als erster Comic überhaupt bei den National Book Awards für die Kategorie 5 Under 35 Honorees ausgewählt. In der feinfühligen Erzählung muss ein queeres Pärchen dem Druck der religiösen Familien standhalten
Von JONAS ENGELMANN
Was wäre, wenn das Bewusstsein eines Menschen nach seinem Tod weiterleben und mit den Hinterbliebenen in Kontakt bleiben kann? Das spielt der Comic „Die Summe seiner Teile“ in einer Zukunft am Beispiel eines Unfallopfers und seiner Frau durch
Von ANDREA HEINZE
José-Luis Munuera hat mit „Sein Geruch nach dem Regen“ den gleichnamigen zeitgenössischen Roman von Cédric Sapin-Defour als Graphic Novel adaptiert und spürt darin der Verbundenheit zwischen Mensch und Hund nach
Von BERND WEIGAND
In der Teheraner Kunstakademie muss sie Schleier zeichnen. Ein Fertigkeit, die sie in „Persepolis“ gegen das theokratische Regime wendet. Ein Nachruf auf die iranisch-französische Zeichnerin und Regisseurin Marjane Satrapi
Von JONAS ENGELMANN
Hans Namuth und Georg Reisner haben als Fotografen und Kriegsberichterstatter den Spanischen Bürgerkrieg dokumentiert. Ihre Aufnahmen erschienen in führenden europäischen Zeitungen und Magazinen und haben Geschichte geschrieben. Der Sachcomic „Kriegsfotografen“ zeigt ihre dramatische Flucht vor den Nazis und den Zerfall Europas
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Auf den Hamburger Graphic Novel Tagen im Mai sprachen die Comickünstler Reinhard Kleist und David Prudhomme über ihre Methoden, Musik zeichnerisch darzustellen. Ein guter Anlass, um weitere Spielarten im zeitgenössischen Comic vorzustellen
Von IMKE STAATS
Manu Larcenets meisterliche sozialpsychologische Mikrostudie über die Kollektivschuld eines Dorfs, in dem ein Mord begangen wurde, ist bei Reprodukt in einer Neuauflage erschienen
Von SVEN JACHMANN
In der Graphic Novel „Ulysse & Cyrano“ gelingt dem unterdrückten Sohn einer angesehenen französischen Industriellen-Familie, die mit den Nazis kollaborierte, mithilfe eines Star-Kochs der Klassenausstieg
Von BERND WEIGAND
Andreas Eikenroth vervollständigt mit „Leonce & Lena“ seinen Georg-Büchner-Zyklus als Graphic Novel. Nach „Woyzeck“, „Lenz“ und „Dantons Tod“ markiert dieses Lustspiel den Abschluss seiner grafischen Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk des Autors. Im Kurz-Interview spricht Eikenroth über das Projekt
In ihrem neuen autofiktionalen Meisterwerk „Kaputt“, das den Alltag einer queeren Community in einem Provinznest vor der Wahl von Donald Trump zeigt, spricht Alison Bechdel mit viel (Galgen-)Humor über das Elend des Kapitalismus. Der Comic ist für den diesjährigen Max-und-Moritz-Preis nominiert
Von ANDREA HEINZE
Josephine Mark hat mit „Red“ einen brillanten Funny-Krimi gezeichnet, von Moebius existieren tatsächlich noch unübersetzte Werke, und Amazing Ameziane verhebt sich an Steven Spielberg. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN
Mana Neyestanis „Papiervögel“ ist ein intelligenter Survival-Thriller über den lebensgefährlichen Alltag der Kolbar, der kurdischen Lastenträger im iranisch-irakischen Grenzgebiet
Von ALF MAYER
Ist der Nachbar nur oldschool oder etwa ein aktiv tätiger Vampir? André Breinbauers Graphic Novel „Blutsauger“ kombiniert Wiener Charme mit düsterer Spannung. Der Band ist für den diesjährigen Max-und-Moritz-Preis nominiert
Von CHRISTOPH HAAS
Frank Schmolke hat mit „Der Augenjäger“ nun auch das Sequel zu Sebastian Fitzeks Serienkiller-Bestseller „Der Augensammler“ adaptiert und geizt nicht mit einer Ästhetik des Drastischen
Von BERND WEIGAND
Comiczeichnerin Nele Jongeling spricht über ihre neue Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“, in der sie mit satirischer Verve die Arbeitsideologie des Neoliberalismus seziert
Zwei gute Comics aus dem Helvetiq Verlag erzählen auf sehr unterschiedliche Weise von unglücklichen Liebschaften im Zweiten Weltkrieg. Einer davon, „Lebensborn“ von Isabelle Maroger, wurde in der Kategorie Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 nominiert
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Das Setting klingt verheißungsvoll: drei Freundinnen, ein Lottogewinn und die Hoffnung auf Freiheit. Doch die Berliner Comic-Künstlerin Lilli Loge macht daraus eine fein beobachtete Beziehungsstudie, die nicht nur ernüchternd endet, sondern auch noch voller Erotik steckt
Von ANDREA HEINZE
Martin Oesch schlägt in „Fleischeslust“ den Ton all der unerschrockenen Bauernwelt-Erzähler vergangener Epochen an. Sein Comic-Debüt wurde für den diesjährigen Max-und-Moritz-Preis nominiert
Von ALF MAYER
Philosophiegeschichte mit viel Humor: In ihrem neuen Comic „Der Totenkopf aus Schweden“ setzt Comiczeichnerin Daria Schmitt den noch lebenden Schädel von René Descartes mit den in der Pariser Galerie für Paläontologie ausgestellten Wirbeltier-Exponaten an einen runden Tisch und lässt sie über den Unsinn seiner Tiermaschinen-Theorie streiten
Von BERND WEIGAND
Alison Bechdel zeigt, wie sich als queerer Mensch ein Leben in rechten Zeiten anfühlt, Philippe Cazas „Die Welt von Arkadi“ erscheint erstmals komplett, und gleich zwei Serienkiller-Comics verraten viel über das Jahrzehnt, in dem sie spielen. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN
Die Comickünstler Jerico Marte und Paolo Herras zeigen in „Strange Natives“ den visuellen Stream of consciousness einer alten philippinischen Frau, in dem sich die Zerrissenheit ihres ganzen Landes ausdrückt
Von ANDREAS GRABENSCHWEIGER
Josephine Mark hat sich vorgenommen, zehn Comics in unterschiedlichen Genres zu zeichnen. Nach einer Westernparodie, einem Road-Trip und einem Kindercomic legt die mehrfach ausgezeichnete Comic-Künstlerin jetzt einen Krimi vor: In „Red“ geht es um einen lang zurückliegenden Mord, auf dessen Fährte ein dreibeiniger Hund gerät
Von ANDREA HEINZE
Jean-Paul Krassinsky hat Bérengère Cournuts Roman „Das Lied der Arktis“ als Comic adaptiert und zeigt das Leben der Inuit ohne romantischen Firlefanz
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Reprodukt hat Peer Meters und Isabel Kreitz‘ Graphic Novel über den Serienkiller Fritz Haarmann, den „Werwolf von Hannover“, neu aufgelegt
Von JÜRGEN SCHICKINGER
Wenn aus Nostalgie magischer Realismus wird: Romain Renards Graphic Novel „Wiedersehen mit Comanche“
Von BERND KRONSBEIN
Der zweite Teil der als Trilogie konzipierten Comicbiografie „George Lucas“ beleuchtet die komplizierte Produktionsgeschichte von „Das Imperium schlägt zurück“
Von WOLFGANG NIERLIN
Ein Baum soll auf einem Berliner Schulhof gefällt werden, und schon gibt es Aktivisten, die sich für diesen Baum interessieren. Um diesen Grundkonflikt hat Joris Bas Backer den Comic „Baumschatten“ gezeichnet, der deutlich macht, wie komplex politisches Engagement sein kann
Von ANDREA HEINZE
Alexander Pavlenko und Camille de Toledo haben nicht nur eine Biografie über den Begründer des modernen Zionismus gezeichnet, sondern auch eine jüdische Geschichte Europas
Von JONAS ENGELMANN
Yslaire und Jean-Luc Fromental haben Georges Simenons düsteren Kriminalroman „Der Schnee war schmutzig“ als Comic adaptiert
Von BERND WEIGAND