Graphic Novel

„Eine moderne Form der Sklaverei“

Berlin als Umschlagplatz für russische Menschenhändler: Mit „Der verkehrte Himmel“ hat Comiczeichner Mikael Ross einen Krimi vorgelegt, der das Human-Trafficking-Geschäft beleuchtet


Wenn die Coolness bröckelt

Es ist Spätsommer und für viele Schüler*innen beginnt das letzte Schuljahr. Eine Zeit, in der noch alles so ist, wie es immer war, aber die kommenden Veränderungen schon spürbar sind. Diese Zeit hat die Comiczeichnerin Michèle Fischels zum Stoff für ihr Comicdebüt „Outline“ gewählt
Von ANDREA HEINZE




Straßengeschichten, Vampirkinder und BRD-Grusel

Manu Larcenet adaptiert meisterhaft Cormac McCarthys „Die Straße“, der Djatlow-Pass gibt weiterhin Rätsel auf, und eine Chronik protokolliert die Publikationsgeschichte des Horrorcomics in Deutschland. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN



Dreck und Mühsal

Zeichner Manu Larcenet adaptiert mit seinem lakonisch realistischen Comic „Die Straße“ erfolgreich den Roman von Cormac McCarthy
Von CHRISTOPH HAAS



Unterm Brennglas der Erotik

Ein Sammelband mit Comicadaptionen des italienischen Künstlers Guido Crepax vereint zentrale Horror- und Weird-Fiction-Werke der Weltliteratur: „Frankenstein, „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, „Der Prozess“ und „Die Drehung der Schraube“
Von HOLGER BACHMANN


Überleben in der Hölle – „Die Straße“

Vater und Sohn in einer toten Welt: Cormac McCarthy hat für den Roman „Die Straße“ vor knapp 20 Jahren den Pulitzer Preis bekommen. Jetzt ist die Geschichte von Manu Larcenet kongenial als Comic gezeichnet worden
Von ANDREA HEINZE



Naturausbeutung und Geschlechterkampf

Die spanische Comiczeichnerin Núria Tamarit nimmt die Romane Jack Londons zum Vorbild, lässt in „Die Polarwölfin“ eine Frau den weiten Weg zum Gold durch Eis und Schnee antreten und macht daraus eine Parabel über die Zerstörung der Natur und das Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern
Von ANDREA HEINZE



Klimawandel, KI-Debatten und melancholischer Horror

Charles Burns bleibt weiterhin der Beauftragte für die Schatten der Pubertät, Erik Kriek liefert holländischen Folkhorror, Derf Backderf rekonstruiert seine Schulzeit mit Jeffrey Dahmer, und eine Anthologie will zu mehr Klimaaktivismus bewegen. Eindrucksvolle, liebenswerte, diskutable Phantastik-Comics der letzten Monate
Von SVEN JACHMANN


Krimi und Milieustudie

Mit „Der verkehrte Himmel“ legt der Berliner Comiczeichner Mikael Ross einen Krimi im Jugendmilieu Berlin-Lichtenbergs vor
Von ANDREA HEINZE


Musikdrama zum Durchblättern

Anna Haifischs „Ode an die Feder“ ist der dritte Teil der Graphic-Novel-Serie um den Künstler „The Artist“. Er ist famos gezeichnet – und mit Stil
Von IMKE STAATS


Ohne Glück bleibt es schwer

Die Gesichter sind der eigentliche Schauplatz der Handlung in Franz Suess’ Comic „Drei oder vier Bagatellen“
Von CHRISTOPH HAAS


„Dieses Leben ist endlich und verdammt kurz“

Schwarwels autobiografische Graphic Novel „Gevatter“ ist eine harte Auseinandersetzung mit dem Tod und ein kleines Meisterwerk. Im Interview spricht der Leipziger Künstler über den Hintergrund des Projekts, Depressionen, Endlichkeitskultur und den schweren Stand des Comiczeichner*innenberufs




Kindheit im Kollektiv

In der autobiografischen Graphic Novel „Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein“ schildert der französische Comickünstler Emmanuel Lepage seine Kindheit in einer Landkommune
Von BERND WEIGAND


Krieg als Familiengeschichte

Comiczeichner Tobi Dahmen präsentierte in der Stadtbibliothek Stuttgart seine neue Graphic Novel „Columbusstraße“. Ein Mitschnitt des Künstlergesprächs


Der Weg zum Zeichentisch

Der Comic-Autor Joann Sfar wurde kürzlich beim Comic-Salon Erlangen für sein Lebenswerk geehrt. Nun ist auch seine Graphic Novel „Der Götzendiener“ erschienen. Sfar erzählt darin, wie er trotz des jüdischen Bilderverbots Comiczeichner wurde
Von ANDREA HEINZE


Als Donald Duck sich verwandelte

Pünktlich zum 100. Todestag von Frank Kafka sind mehrere neue Comics über den Prager Schriftsteller erschienen. Viele von ihnen untersuchen Kafkas Werk nach autobiographischen Motiven – mal mehr, mal weniger gelungen
Von JONAS ENGELMANN


Comic-Salon Erlangen 2024: Joann Sfar – Zeichnen und Leben

Auf dem diesjährigen Comic-Salon Erlangen wird am 31.5. der Max-und-Moritz-Preis vergeben. Mit dem Sonderpreis fürs Lebenswerk wird der französische Künstler Joann Sfar ausgezeichnet und überdies mit einer Ausstellung geehrt. Aus diesem Anlass präsentieren wir ein kleines Dossier mit Archiv-Beiträgen von Jonas Engelmann und Karin Krichmayr





Mein Papa, der Verschwörungstheoretiker

Verschwörungstheorien und ihre Anhänger sind eine Herausforderung für die Gesellschaft – und für ihre Familien. Das zeigt Ika Sperling in ihrem autobiografisch inspirierten Comic „Der Große Reset“
Von ANDREA HEINZE


Keine Identifikation möglich

Duca Lamberti war der erste wirklich moderne „Held“ der italienischen, wenn nicht gar europäischen Kriminalliteratur. Jetzt kann man ihm auch in Paolo Bacilieris Graphic Novel „Private Venus“ nachspüren
Von THOMAS WÖRTCHE


Rache des Genres – „Hoka Hey“

Neyefs ungewöhnlicher Western „Hoka Hey!“ war im vergangenen Jahr auf dem Festival in Angouleme als bester Comic nominiert und landete kürzlich auf dem ersten Platz der hiesigen Comic-Bestenliste
Von BERND WEIGAND




Horizontales Geerbe

Die Berliner Comiczeichnerin Tina Brenneisen ist mit dem Comic „Das Licht, das Schatten leert“ bekannt geworden, in dem sie den Tod ihres Babys verarbeitet. Nun hat sie mit „Oblomowa“ einen Klassiker der russischen Literatur adaptiert
Von ANDREA HEINZE





Empowerment und queere Lebenswege

Vor zehn Jahren hat der Schwede Elias Ericson seinen ersten Comic über trans Menschen veröffentlicht und war damit ein Wegbereiter für dieses Thema. Kürzlich ist sein neues Werk „Diana & Charlie“ erschienen, in dem Ericson die Coming-of-Age-Geschichte von zwei queeren Teenagern erzählt
Von ANDREA HEINZE


Auch Quark ist manchmal nur ein schöner Traum

Einblicke in ihr wildes Nachtleben gewährt die Hamburger Comic-Künstlerin Jul Gordon mit ihrem neuesten Werk. „Der Frischkäse ist im ersten Stock“ ist ein gezeichnetes Traumtagebuch
Von IMKE STAATS


Paranoide Zeiten

Der Comickünstler Liam Francis Walsh ist hauptsächlich für seine Cartoons im „New Yorker“ bekannt. Seine All-Age-Graphic-Novel „Red Scare“ um ein an Polio erkanktes Mädchen, das in den paranoiden USA der 50er Jahre Superkräfte entwickelt, ist eine kluge SF-Erzählung über kollektive Xenophobie, die auch heutige Gesellschaftsprozesse im Visier hat
Von KLAUS N. FRICK