Kritik



Von den Urmenschen bis zur Gegenwart

Nicht weniger als die Geschichte der ganzen menschlichen Zivilisation hat sich der Berliner Comic-Künstler Jens Harder für sein Projekt „Beta“ vorgenommen. Jetzt legt er den dritten Band vor
Von ANDREA HEINZE





Höherer. Schnellerer. Weiterer. Marvels Avengers

Die vier „Avengers“-Verfilmungen gehören zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten . Bei Taschen ist ein voluminöser Prachtband mit den ersten Comics der Superheldengruppe erschienen
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN




Gib dem Affen Treibstoff

In ihrer neuesten Zusammenarbeit „Primordial“ blicken Jeff Lemire und Andrea Sorrentino durch Tieraugen ins All
Von BERND WEIGAND



Karl May lässt grüßen – Duhamels wilderer Westen

Grimmige Männer in staubigen Hosen, ohne Rasierutensilien, aber mit klaren Vorstellungen von Gut und Böse – wer bei Karl May nach Westernklischees sucht, wird sie finden. In Bruno Duhamels „Falsche Fährten“ wohnen wir der Entzauberung des romantischen Wilden Westens bei
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Ein Dialogroman mit Punkt-Punkt-Strich-Unterstützung

Sehr trocken britisch wird in „Das lange ungelernte Leben des Roland Gethers“ der Krieg als sinnlose Schlachterei vorgeführt, wie überhaupt das Leben als etwas erscheint, in dem die Gethers der Welt wenig bis nichts zu melden haben
Von EKKEHARD KNÖRER



Im Hotel der tausend Sterne

„Aya“ ist eine Soap-Opera aus Abidjan, der Metropole der Elfenbeinküste. Der Comic hebt sich in erfrischender Weise vom üblichen Afrika-Bild ab und wurde nun von Reprodukt neu aufgelegt
Von CHRISTOPH HAAS


Ambivalenz der Erotik

In Italien gelten die Comics von Zuzu als Avantgarde. Auch in Deutschland erntete sie für ihren Comic „Cheese“ viel Lob: eine bitterböse Satire auf das triste Aufwachsen in einer italienischen Vorstadt. Jetzt ist Zuzus neues Werk „Glückliche Tage“ herausgekommen
Von ANDREA HEINZE



Das Monster und wir

Fies: Das Tyrannenmonster Papa Dictator bittet das Volk zur Abstimmung, ohne jemanden überhaupt eine Wahl zu lassen
Von MARIO ZEHE






Linien aus der Vergangenheit – „Das Erbe“

In ihrer Graphic Novel „Das Erbe“ blickt Comiczeichnerin Rutu Modan zurück auf die Vorgeschichte Israels, auf das Verhältnis israelischer Juden zu ihrer osteuropäischen Herkunft und auf die Rolle der Shoah in Israel
Von JONAS ENGELMANN


Stark sein, die Grauzonen sehen

Einige Comic-Neuerscheinungen beschäftigen sich anschaulich mit dem Nationalsozialismus. Lesenswert sind unter anderem Émile Bravos „Spirou oder: die Hoffnung“ und die Gemeinschaftsarbeit „Aber ich lebe“
Von CHRISTOPH HAAS


Unsere kleine Farm

Hermanns und Gregs Western-Klassiker „Comanche“ ist in einer umfangreichen Gesamtausgabe erschienen
Von KLAUS N. FRICK


Von untröstlicher Heiterkeit

Jean-Jacques Sempé besaß einen unendlich feinjustierter Blick auf die Welt – und die Kindheit. Nun ist der Zeichner des „kleinen Nick“ gestorben
Von THOMAS WÖRTCHE





Hang zur Groteske

Der Autor Jean-Patrick Manchette hat dem französischen Krimi seine Maigret-Gemütlichkeit ausgetrieben. Comiczeichner Max Cabanes hat mit „Volle Leichenhalle“ erneut eines seiner Werke adaptiert
Von CHRISTOPH HAAS


Konstruktivismus am Endpunkt

US-Comicautor James Tynion IV entwickelt in „The Department of Truth“ ein verstörendes Szenario, in dem Verschwörungstheorien zur Realität werden, sobald genügend Menschen an sie glauben
Von HOLGER BACHMANN


Nordic Walking mit Ameisen

Alan Moores „Cinema Purgatorio“ hat ein paar interessante Experimente hervorgebracht. Letztes Jahr ist „A More Perfect Union“ von Max Brooks, Michael DiPascale und Gabriel Andrade erschienen und überrascht auf ganzer Linie
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Aufwachsen in Kolumbien

Seit über zehn Jahren zeichnet die südamerikanische Comiczeichnerin Paola Gaviria unter dem Künstlernamen Powerpaola ihr Leben auf. Der erste Teil ihrer Autobiografie wurde vor fünf Jahren verfilmt. Nun erscheint „Virus Tropical“ erstmals auf Deutsch
Von ANDREA HEINZE


It’s the economy, stupid!

Klimawandel und Globalisierung im Comic: Die Diskussion zweier gesellschaftlicher Megatrends, jeweils vom Kopf auf die Füße gestellt
Von MARIO ZEHE


Nach dem Leben greifen

In ihrer Comic-Biografie über Anaïs Nin zeigt Léonie Bischoff eine mutige junge Frau und ihre Befreiung aus den Zwängen gesellschaftlicher Vorstellungen
Von RILANA KUBASSA


Buch sticht Glotze

Die Netflix-Produktion „The Umbrella Academy“ bleibt weit hinter der Qualität ihrer Vorlage zurück
Von MARIO ZEHE



Vergnügliche Verwirrung

Könnten IT-Firmen unsere Gedanken lesen, wäre die Kacke aber am Dampfen. Oder auch nicht, wie Matthias Gnehm wunderbar vertrackt in „Gläserne Gedanken“ zeigt
Von THOMAS WÖRTCHE