Kritik

Bilder, die fast zerbersten

Gestern ist Julie Doucet beim Comicfestival in Angoulême mit dem Grand Prix geehrt worden. Seit über 20 Jahren macht sie leider keine Comics mehr, aber ihre „allerschönsten Comicstrips“ sind weiterhin erhältlich
Von JONAS ENGELMANN


Immer Ärger mit Mafalda

Sarkastisch, politisch, sozialkritisch, revolutionär – wie eine kleine Comicheldin die Welt kommentierte, um sie zu verändern
Von MARIO ZEHE


Zerfallener Tyrann

Fünf Jahre lang hat der französische Zeichner Mathieu Sapin den Schauspieler und Putin-Freund ­Gérard Depardieu für einen Reportagecomic begleitet
Von GEORG SEESSLEN



Bombenangriffe aus Kreide

Straßenkünstler, Hausbesetzer, gefeierter Comiczeichner und Illustrator: Eric Drookers Blick auf Gesellschaft ist radikal humanistisch
Von SVEN JACHMANN


Macht und Erbschaft

Wie kann man das Machtvakuum füllen, wenn der Diktator tot ist? Darum geht es im Comic „The Death of Stalin“ der beiden Franzosen Fabien Nury und Thierry Robin
Von ANDREA HEINZE





Mutmacherbuch für Introvertierte

Schüchternen Menschen fällt der Kommunikationszwang schwer. Die britische Comiczeichnerin Debbie Tung zeigt in ihrem Band „Quiet Girl“: Zurückgezogenheit ist kein Makel ist, sondern ein Bedürfnis
Von ANDREA HEINZE


Sex, Drugs und Emotionen

Die „Freak Brothers“ von Gilbert Shelton sind wieder da. Von Kate Worley und Reed Waller gibt es den deutlich differenzierteren Comic „Omaha“
Von CHRISTOPH HAAS


Orwell, aber keine Männer

2021 hat zwei Science-Fiction-Comics nach Deutschland gebracht, die nicht nur visuell beeindrucken: „Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden und „Shangri-La“ von Mathieu Bablet
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Morgendrama

Der japanische Mangakünstler Naoki Urasawa ist auf der ganzen Welt für seine komplexen Mangaserien bekannt. Jetzt kommt sein aktuelles Werk „Asadora!“ in Deutschland raus
Von ANDREA HEINZE



Über das Böse

Flirt mit dem Nichts. Die sechsbändige Comicserie „Gideon Falls“ wartet mit komplexem und subtilem Horror auf
Von MARIO ZEHE


Grobmaschiger Blickfang

Viel fiction, wenig science: In seiner entrückten Zukunftsvision „Celestia“ gelingt es Manuele Fior, sich jenseits der klassischen Genre-Schubladen einzurichten
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Hipster mit Nackenmatte

Vor gut 200 Jahren schrieb Mary Shelley die romantische Schauergeschichte „Verwandlung“. Die Lübbecker Comiczeichnerin Lara Swiontek hat sie als zeitgenössische Graphic Novel adaptiert
Von ANDREA HEINZE


Der Dandy muss ins Bett

Yslaire untersucht in seiner Graphic Novel „Mademoiselle Baudelaire“ das mitunter toxische Verhältnis zwischen Jeanne Duval und dem französischen Dichter
Von BERND WEIGAND




Wenn die Natur zurückschlägt

Eine Epidemie mitten in Europa: Der Katastrophen-Comic „Gröcha“ skizziert die Folgen einer tödlichen Infektionskrankheit
Von KARIN KRICHMAYR


Die neue Sachlichkeit

Winshluss, Lea Loos, Liv Strömquist: Comicale Lach- und Sachgeschichten über Anarchismus, gewaltfreien Protest und Schönheitsideale im Spätkapitalismus
Von MARIO ZEHE



Pop als Befreiungsschlag

Der Berliner Comic-Künstler Reinhard Kleist ist berühmt für seine gezeichneten Porträts. Nun hat er sich der Biografie von David Bowie gewidmet
Von ANDREA HEINZE


Der steinige Weg zu sich selbst

In ihrem Comic „Stones“ schafft die Düsseldorfer Zeichnerin Nadine Redlich das scheinbar Unmögliche: Sie verleiht einem Stein ein emotionales Innenleben
Von RILANA KUBASSA


Nichts gewusst

Bianca Schaalburgs Comicdebüt „Der Duft der Kiefern“ erkundet die Familiengeschichte der Künstlerin im Nationalsozialismus
Von JONAS ENGELMANN


Ein Kindermörder in Berlin

Frank Schmolkes „Der Augensammler“ ist eine Comicadaption des gleichnamigen Serienkiller-Romans von Sebastian Fitzek
Von BERND WEIGAND


Wann ist ein Mensch ein Wolf?

In „Die Zeit der Wilden“ entwirft Sébastien Goethals einen ziemlich rüden Mix aus Neo Noir, Gen-Thriller, Dystopie und Kaptitalismuskritik
Von BERND WEIGAND


Hier kommt Dragman!

Eine tiefgründig-witzige und ganz nebenbei gesellschaftskritische Superheldensaga als Graphic Novel
Von KARIN KRICHMAYR


Ein Bandit trifft den Tod

In „Murr“ wird ein fieser Schurke vom Tod verfolgt. Aus dieser Konstellation zeichnet die Leipziger Comickünstlerin Josephine Mark eine Westernparodie mit Tiefgang, Humor und Emotionen
Von ANDREA HEINZE


Zwischen Grimm und Grüffelo

Dass der Wald ein gruseliger Ort ist, haben uns schon die Brüder Grimm, der Grüffelo und die armen Seelen aus „Blair Witch Project“ gelehrt. Bei Thomas Ott („Der Wald“) ist das nicht anders: Im Wald lauert zuletzt immer der Tod
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Echte Heldinnen

In „Unerschrocken“ zeigt Pénélope Bagieu, wie furchtlose Frauen gesellschaftliche Vorurteile zerschlagen haben. Einige der Porträts gibt es nun auch als Animationsfilm-Serie in der ARD Mediathek zu sehen, gesprochen von Anke Engelke
Von MARIO ZEHE



Gewalt, Repressionen, Einsamkeit

In seinem fulminanten Debüt „Parallel“ zeichnet Matthias Lehmann das Panorama einer deutschen Gesellschaft, in der Homosexualität geächtet wird und bis 1994 unter Strafe gestellt ist
Von ANDREA HEINZE


Archäologische Mission

Die Comic-Künstlerin Bettina Egger blickt hinter die Kulissen einer Ausgrabung in Armenien – und erkundet das Potenzial von Wissenschaftscomics
Von KARIN KRICHMAYR


Deduktion zum Mitmachen und Anfassen

„Im Kopf von Sherlock Holmes“ nutzt originell die erzählerische Bandbreite des Comics, um den Gedankenpalast des Meisterdetektivs zu visualisieren
Von HOLGER BACHMANN


Dem Vergessen entreißen

Paco Rocas comicale Mikrohistorie „Rückkehr nach Eden“ beschreibt den Zerfall einer Familie nach Ende des Spanischen Bürgerkrieges
Von MARIO ZEHE


Notizen aus dem Meta-Strudel

Jeff Lemires stetig expandierende Hammerverse ist um zwei Bände angewachsen: „Skulldigger + Skeleton Boy“ ist ein weiteres Spin-off, „Black Hammer / Justice League“ das erste Crossover
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN



Springtime for Dictator(s)

Ein in jeder Hinsicht „geiler“ Comic über die Tücken des Frühlings für Despoten und Alleinherrscher
Von MARIO ZEHE