Kritik

Körperkunde im Mangastyle

„Cells at Work“ erzählt in Comicform, wie der Körper funktioniert – und das erstaunlich akkurat. So ganz ohne Geschlechterzuschreibungen kommt das Buch nicht aus
Von KATRIN DOERKSEN


Hommage an Edgar von Deadgar

Ein Comic-Album, das so schön schaurig, kitschig, genial und daneben ist, wie der Gottvater aller hackwriter selbst es war
Von THOMAS WÖRTCHE


No Future

Mit bekannten Dystopie-Versatzstücken erzählt der italienische Comiczeichner Mario Alberti in „Die Mauer“ von einer geschundenen Welt
Von BERND WEIGAND


Dachse und Schimpansen

Die Comicserie „Grandville“ von Bryan Talbot und Isabelle Dethans/Julien Maffres „Das Grab Alexanders des Großen“
Von CHRISTOPH HAAS


Der Hass in ihm

Davide Reviati schildert in „Dreimal spucken“ die Emanzipation eines jungen Manns von den Fesseln seiner Herkunft
Von JONAS ENGELMANN


Menschen mit Nöten und Hoffnungen

Taiyo Matsumoto verarbeitet in „Sunny“ seine Erfahrungen aus einem Kinderheim, in dem er aufgewachsen ist, zu berührenden Persönlichkeitsstudien
Von ANDREA HEINZE


Unter den Dächern von London

Gibt es über Hitchcock und seine Filme noch etwas zu sagen? Vielleicht nicht viel. Aber die Lebens­geschichte des Regisseurs sieht in diesem schwarz-weißen ­französischen Comic richtig gut aus
Von GEORG SEESSLEN




Superenten in Raumanzügen

Der schizophrene US-amerikanische Singer-Songwriter Daniel Johnston hatte nicht nur Platten, sondern auch einen Comic veröffentlicht
Von JONAS ENGELMANN


Aus dem Tagebuch einer 16jährigen

„Skim“ ist der erste gemeinsame Comic der Kanadierinnen Jillian und Mariko Tamaki. Mit wunderbarer Selbstverständlichkeit erzählt er von den Nöten einer 16jährigen
Von KATRIN DOERKSEN


Sehr viele Molltöne

Will Eisner gehört zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er war ein Comic-Künstler mit kaum zu unterschätzendem Einfluss
Von THOMAS WÖRTCHE




Klassenkampf und Kinderspiele

Der französische Zeichner Baru ist hierzulande noch als großer Stilist und Fürsprecher der Marginalisierten zu entdecken – zum Beispiel in den Bänden „Die Sputnik-Jahre“ und „Schönes neues Jahr“
Von CHRISTOPH HAAS


Erinnerungen im Entstehen

Trauerarbeit und Emanzipation vom Katholizismus: Die Graphic Novels „Lichtung“ und „Das leere Gefäß“ suchen Bilder gegen den Schmerz des Traumas
Von KATRIN DOERKSEN


Monster gibt es wirklich

„Something is killing the Children“ ist eine Kleinstadt-Horror-Story, an der Stephen King seine grimmige Freude hätte
Von HOLGER BACHMANN


Lektion in Aufsässigkeit

Ers und Dugomier widmen sich in der Serie „Die Kinder der Résistance“ dem Widerstand französischer Jugendlicher gegen die NS-Besatzung
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Wie ist das so als Hund?

Wer seine Vorurteile abbauen will, sollte die Welt auch mal mit den Augen der anderen sehen. Der Kindercomic „Selma tauscht Sachen“ treibt dieses Prinzip auf die Spitze – und lässt die kleine Selma zum Hund werden
Von ANDREA HEINZE





Kontingenz und Ironie

Seit seiner ersten großen Veröffentlichung, also seit den „Tales of Error“ (1989), gehört der Zürcher Thomas Ott zu den ganz Großen der Graphic Novel
Von THOMAS WÖRTCHE



Schlechte Kindheit

Die Comic-Veteranen Grzegorz Rosinski und Jean van Hamme erzählen in „Western“ eine wendungsreiche Rachegeschichte
Von HOLGER BACHMANN



Bilder, die fast zerbersten

Seit 20 Jahren macht Julie Doucet leider keine Comics mehr, nun gibt es ihre „allerschönsten Comicstrips“
Von JONAS ENGELMANN



Mignolas Mausling

Howard Chaykin, Mike Mignola und Al Williamson verbeugen sich vor Fritz Leiber
Von GERRIT LUNGERSHAUSEN


Anklage gegen den Krieg

Shigeru Mizuki gehört zu den ersten Zeichnern, die in Japan Manga für Erwachsene gemacht haben. „Kriegsjahre“ ist der zweite Band seiner Autobiografie
Von ANDREA HEINZE


Männer, die auf Frauen starren

Die Graphic Novels „XES“ und „Die Perineum-Technik“ erzählen von Sexsucht und dem Status quo des Mannseins in Zeiten des Neoliberalismus
Von SVEN JACHMANN






Der Geist des Nationalsozialismus

Lange war es in Deutschland nicht einfach, den Wehrdienst zu verweigern. Eine erniedrigende „Prüfung“ des Gewissens stand dann bevor. Eine solche, tragisch endende Geschichte erzählt Hannah Brinkmanns Comic „Gegen mein Gewissen“
Von ANDREA HEINZE